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Rolling Stones in München 12.09.17

(gerald andersson) „Let me introduce myself..“ Mit diesen Worten beginnt um 20.30 Uhr in München das ausverkaufte Konzert der Rolling Stones.

Bis es aber soweit war, war jede Menge Geduld angesagt. Da das BMW Parkhaus immer noch renoviert wird, stehen etwa 250 PKW der Mitarbeiter auf der Parkharfe, am Spiridon-Louis-Ring.
Um 15.00 Uhr sind die gesamten Parkplätze also schon rappelvoll, während sich auf dem Petuelring die Fahrzeuge stauen. Wir sind es etwas anders angegangen und erst gegen 17.30 Uhr in München auf einem Park &Ride Parkplatz angekommen. Über 100 Plätze noch frei, alles cool!
Die Sicherheitsvorkehrungen sind so streng wie selten zuvor. Nach teilweise bis zu 30 Minuten anstehen, erfolgt ein erster Body scan, bevor man in einer Art durchsichtigen Box komplett abgetastet wird. Handy, Autoschlüssel und Geldbörse sind schön in der Hand zu halten. Sitzkissen und auch sonstige Kleinigkeiten landen sofort im Müllsack. Anschließend wird das Ticket noch abgescannt, aber wenigstens durch das Abreißen nicht beschädigt. Sofort fallen Vierer-Streifen von Polizisten auf und Unmengen von Security mit gelben Westen. Am Blockeingang wird jede Karte nochmals kontrolliert, erst dann, dann hat man es ins Heiligtum des heutigen Abends geschafft.
Vorher noch schnell einen original „Rolling Stones 0.4l Becher“ mit Cola besorgt, der bescheidene zwei Euro Aufpreis kostet und als Souvenir mitgenommen wird. T-Shirts kosten schnell mal 35.- Euro, die gibt es im Netz billiger. Es ist wirklich kalt, nicht mal 10 Grad hat es, der Wind kühlt zusätzlich. Ohne dicke Jacke oder Pullover wird das heute nicht sehr gemütlich, trotzdem laufen Mädels im Minirock und Burschen mit kurzen Shorts herum. Da bekomme ich vom Hinsehen ja schon eine Gänsehaut!
Die Vorband „ KALEO“ beginnt um 19.15 Uhr ihr Programm, die Reihen füllen sich schnell. Besonders im Innenraum, wo die Karten auch gut teuer waren, stehen schnell über 10.000 Fans dichtgedrängt.
Um 20.00 Uhr ist es schon dämmrig, die Beleuchtung des Olympiastadions, des Fernsehturms, es herrscht eine tolle Atmosphäre.
Gegen 20.25 Uhr fahren dunkle Busse vor, die Stones entsteigen und gehen zum hinteren Bühnenbereich. Die Fans klatschen und johlen, tausende Handys werden schnell in Stellung gebracht.
Mick Jagger eröffnet pünktlich um 20.30 Uhr mit „Sympathy for the Devil“. Der Videoturm ist wirklich Gold wert. Aus Reihe 30 sehe ich nur kleine Menschen auf der Bühne. Charlie Watts hinterm Schlagzeug verschwindet fast. Bei Lied Nummer vier: “Out of Control“ geht schon richtig die Post ab.
Danach folgen zwei Blues aus dem Album „Blue and Lonesome“. „Dancing with Mr. D“, lange nicht live gehört klingt fantastisch. Bei „ Beast of Burden“ kommt Jaggers Stimmvolumen richtig zur Geltung. Er hält auch die hohen Töne felsenfest. Er ist ein wahrer Frontmen. Fast ständig ist er in Bewegung, wechselt nach jedem Lied die Jacke und selbst ein Regenschauer hält ihn nicht davon ab, nach vorne zu stürmen und sich dem Publikum zu zeigen.
„Beast of Burden“ war übrigens eine Überraschung! Die Fans konnten abstimmen, welchen Song sie aus einer Auswahl von vier, unbedingt hören wollten. Sofort danach der Kracher: „Paint it Black“. Hier waren auf einen Schlag alle Besucher auf den Beinen, keinen hielt es mehr auf seinem Stuhl.
Keith Richard brillierte ebenso wie der „Youngtimer“ Ronnie Wood. Während Ronnie doch öfter mal die Seite wechselte, blieb Keith auf seiner Position. Das hatte aber den Vorteil, dass man über den Videoturm immer tolle Bilder von ihm zu sehen bekam. Die letzten drei Songs plus zwei Zugaben waren dann der volle Hammer. Spätestens hier begann man die Stones bereits zu vermissen. Diese Tour wird ja bekanntlich die letzte gewesen sein.
Neunmal spielten die Stones in München. Die Fans dankten es ihnen jedes Mal.
Der Heimweg wurde dann für viele Besucher ziemlich frustig. Durch den Ausgang strömten die Innenraum Besucher, die Blöcke mit den Sitzplätzen konnten deswegen gar nicht erst aufstehen und mussten teilweise über 30 Minuten warten, bis sie zum Ausgang gehen konnten. Für viele Besucher endete das Konzert erst am frühen Morgen, da die A8 teilweise gesperrt war und auf der A9 die Besucher vom Bayern Spiel nach Hause fuhren.

Doch sowas wird wohl nicht mehr wiederkommen und so nimmt man die Unannehmlichkeiten gerne in Kauf.

Alles Gute:“ Mick, Keith, Ronnie und Charlie“!!!!

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