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Endless Boogie im Vortex/Siegen am 13.09.17

(ThoSie) Endless Boogie’s einzige Deutschland-Show 2017 im wieder mal heimeligen Vortex & dazu noch Freak Valley Early-Bird-Ticket-Sale. Was will das musikpassionierte Herz da mehr? Richtig: nüscht! Nur Kopf aus und betagten Männern bei ihrem Boogie zuhören. Zunächst eröffnet Volker das Konzert mit seinem berühmten „Liebe Freunde….“ und es kommt direkt Freak Valley Stimmung auf!

Gestartet mit dem Titeltrack der letzten Platte „Vibe-Killer“ wird schnell klar, dass der Vibe nicht nur gekillt wird, sondern gleichzeitig ein origineller entsteht und der Hörer auch auf Grund des wiedermal geilen Sounds im Vortex keine Wahl hat dem zu entfliehen, es sei denn er haut ab – aber wer will das schon? Immerhin zwingt dieser Vibe nach nichtmal zwei Minuten im Konzert selbst den Basser auf die Knie. Der hat sowieso das ganze Konzert mit dem Rücken zum Publikum gespielt, was nur deswegen schade war, weil man den schönen Rickenbacker so gut wie garnicht zu Gesicht bekam. Allerdings wird dadurch der Fokus auf die Musik gelegt und es findet keine peinliche „Ich komm nicht auf mein Alter klar und muss deswegen abgehen wie ein Mittzwanziger“ – Rumhampelei statt. Daran schließen sich auch alle anderen Bandmitglieder an, wobei der Drummer mit Abstand der jüngste der skurrilen Ansammlung von Gestalten auf der Bühne ist und den Herren an den Saiteninstrumenten ordentlich Dampf macht.

Meine persönliche Überraschung des Abends war „Back in ’74“, auf dem aktuellen Album für mich einer der schwächeren Tracks, mutiert das Ding live zu einem aus der Groove-Hölle emporgestiegenen Monster. Es dauerte nicht allzu lange und es folgte mein Schock-Moment des Abends: die Band verlässt nach gerade mal 60 Minuten die Bühne?! Was ist da los? Vorher hatte sich „The Governor“ aka Jesper Eklow über seinen Amp der „f*cking broken“ ist beschwert und es ihm anscheinend nicht möglich gemacht hat seine Gitarre zu stimmen. Wenn der Sound nicht passt bockt das Spielen halt nicht. Nach einer kurzen Ansage von ihm mit gegebenem Zeitfenster von „two minutes or two hours“ verschwand der Boogie von der Bühne um keine 10 Minuten später unbeirrt ihren Jam fortzuführen. Thank god! Ich wäre bei gerade mal 60 Minuten Spielzeit herbe enttäuscht gewesen, schließlich sind wir hier nicht auf einem Kindergeburtstag.

Abschließend bleibt mir nur eine dringende Empfehlung für diese Jungs auszusprechen, mehr Authentizität und Eigenart ohne gekünsteltes Tam-Tam bekommt man selten geboten. Dieser Boogie ist f*cking endless!

Endless Boogie are:

Paul Major aka „Top Dollar“ – Guitar, Vocals

Jesper Eklow aka „The Governor“ – Guitar

Mark Ohe aka „Memories From Reno“ – Bass

Harry Druzd – Drums

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