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Rock Hard Festival – Fotobericht 2018

(KiS) Dieses Jahr lag mein Schwerpunkt auf der reinen Fotoreportage, nicht, dass mir die Musik beim Rock Hard Festival nicht gefallen hätte, nein, war großartig, wie immer ! Meine Favoriten dieses Jahr: natürlich Dool, Thundermother, Uli, Night Demon und Saxon. Kirsten, Schmitty und Volker (nur Sonntag) haben sich unter die gefühlten 100 anderen Fotograbenbesucher gemischt und fleißig gearbeitet. Schaut euch hier unsere Resultate an, viel Spass !

Freitag: https://www.facebook.com/pg/kirstenrockt/photos/?tab=album&album_id=616657235364285

Samstag:https://www.facebook.com/pg/kirstenrockt/photos/?tab=album&album_id=615934808769861

Sonntag: https://www.facebook.com/pg/kirstenrockt/photos/?tab=album&album_id=615398135490195

Saxon: https://www.facebook.com/pg/kirstenrockt/photos/?tab=album&album_id=614990868864255

(vo) Ich war am Freitagabend vor Ort um Diamond Head und Sodom (getz mit Kumpel Yorck anne Gitarre, woll!) zu gucken. Diamond Head waren großartig, spielten ihre „alten“ Kracher auch in der neuen Besetzung grandios, die Band hatte einen Riesenspaß und als „dieses“ Intro erschallte, jawohl „dieses“ gewisse Intro eines Meisterwerks des New Wave Of British Heavy Metal, bekam nicht nur meine Person ganz glänzende Augäpfel und Kiwihaut und und und: „AM I EVIL; YESSSSS I AM“…….das Amphitrische Auditorium rastete aus. Was für eine Hymne für die Ewigkeit, Freude und völlige Begeisterung pur. Herrlich.

Sodom: Die erlebte ich erstmalig so Ende der 1980er mit ihren Werken „Ausgebombt und Bombenhagel“ in den damals noch reichlich vorhandenen Metaltempeln im Pott. Es folgten LPs, die ich mir zulegte: „Agent Orange und Persecution Mania“. Und nun heute abend in Quartettbesetzung und ich schreibe: für mich ein Fortschritt im Bandgefüge, zwei Gitarren machen auch mit diesem Thrash Sinn und Laune.

Anschließend biss ich mir die Zähne aus, so daß der Samstag nicht schmuck aussah, aber: Zahnärztlichem Notdienst in Langenfeld sei Dank für die Hilfe.

(vo) Thundermother: Zur Eröffnungsfeier des Sonntag war ich wieder pünktlich zugegen um mir vier junge Damen aus Schweden bildlich und akustisch und jetzt textlich anzuschauen. Bandleaderin und Gitarristin Filippa erneuerte ihr vormaliges Quintett zu einem Quartett und von Grund auf in 2017 und nun agieren auf der Bühne neben ihr Sängerin Guernica, Bassistin Sara und Schlagzeugerin Emlee. Herrlichste Feiermusik im ganz harten Gewerbe des Bluesrock- und Boogiestyle im Sinne der australischen Vorbilder produzieren die Damen, besonders Filippa flipperte und flippte auf der Bühne rum wie der australische Youngman, Sängerin Guernica brauchte ein bißchen Anlauf, wahrscheinlich beeindruckt ob der Publikumsreaktionen und Emlee und Sara wummerten und droschen die ganze Chose an und nach vorne. Die Band guck ich mir bestimmt noch einige Male in meinem Restleben an, garantiert. Das war Rockspaß pur und ungefiltert.

Von Herrn Roth und seiner Band ein paar Photos zu „All Night Long“ (1978) und „The Sails Of Charon“ (1977), bei deren Herstellung sicherlich viele Festivalbesucher noch nicht hergestellt waren.

Coroner:

Backyard Babies: CDs der schwedischen Rotzrockinstitution gibt es in meiner Sammlung, aber live gab es sie noch nicht in meinem Konzertkalender, ich war gespannt. Die Herren kamen, bis auf eine Ausnahme, ganz schön geladen und ungesichert auf die Bühne und gaben uns die Kante. Ihre Bühnenperformance war agil, ruppig, schön Rock´n`Rollig. „Dregen“ ist eine Kampfsau an der Gitarre, Nicke hat ´ne passende Stimme und schruppte den Rhythmus und Johan und Peder grundierten den Rock. Die Metalfans ließen die nun auch schon knapp 31jährige Band leben, denn die Babies passten nach Ansicht wohl etlicher nicht so recht ins Billing, aber die Rock Hard Booker lassen sich da GottseiDank nicht beeinflussen und ich fand diese Abwechslung gelungen, Skol.

Saxon: Die erlebte ich vor 29 Jahren zum letzten Mal in der Philippshalle in der Altbierstadt, da war ich ebenso gespannt wie Freitag bei Diamond Head wie sich die Alten und Jungen denn so „durchstrangern und motorcyceln in denim and leather“. Und sie metalisierten uns auf beste und freudigste Weise. Die Anfangssequenz nahm mit ein paar neuen Stücken Fahrt auf und dann krachte uns ein altgedienter, so oft mitgegröhlter, so Bierselig gefeierter Gassenhauer nach dem nächsten um die Ohren, und mindestens 5000 Fäuste für etliche Halleluja streckten sich gen Himmel, himmlische Musik für einen reifen Mann wie mich….(volker)

(hjs) Ich stieg bei Attic ein. Die Okkult Rocker mit King Diamond Touch mussten bei bestem Tageslicht ran. So ging etwas die Magie verloren. Sah ich sie noch vor ein paar Wochen auf einem kleinen Indoor-Festival mit sehr kleiner Bühne, konnten sie sich diesmal auf der großen Bühne richtig austoben und das Equipment platzieren. Eine Abriss durch das Über-Album (imho) „The Invocation“ und den Nachfolger „Sanctimonious“ in 45 Minuten gab einen fast guten Einstieg in das Festival für mich. Warum fast? Naja, sie spielten meinen Favoriten „Edlyn“ wieder nicht. Ich gebe Ihnen auf den Metal Days noch eine Chance.

Danach stiegen Dool ins Rennen ein. Dunkel gefärbter Doom, goutiert mit drei Gitarren sollten mich eigentlich überzeugen, aber leider fand ich nicht recht den Bezug zum Gebotenen. Die Publikumsreaktion war aber doch sehr euphorisch so dass die Holländer guten Gefühls wieder die Bühne verlassen konnten, nicht ohne das, meines Erachtens, beste Stück zelebriert zu haben: „Oweynagat“

„Am I Evil“ kennen alle. Zur Not auch von Metallica. Heute gaben sich die Geburtsväter dieses NWOBHM Klassikers die Ehre. Die Rede ist, na klar, von Diamond Head.  „Play It Loud“ zum Einstieg und ja, dem wurde Folge geleistet. Feinster Heavy Metal bei feinstem Wetter, eine kolossale Mischung. Die Band war eingespielt, harmonisch und hatte richtig Spaß. Das beim abschließenden „Am I Evil“ alle steilgingen war dann auch keine Überraschung mehr.

Tiamat spielten quasi zwei Halbzeiten. Halbzeit eins „Clouds“ und Halbzeit zwei „Wildhoney“. Nachdem man sich überzeugt hatte dass Johan Edlund gut drauf war konnte man nach und nach in das Konzert finden. Nicht immer ganz treffsicher in den Tönen aber durchaus präsent und mit einer gewissen Ausstrahlung wurden die beiden oben genannten Alben in Angriff genommen. Mir hat es gefallen.

Sodom polarisiert. Nein, natürlich nicht im Pott. Nach Attic sind sie die zweite Band die quasi ein Heimspiel hat. Mit neuer Besetzung und eine Gitarre mehr legten sie sich sofort ins Zeug und konnten sich, aus mehr als 15 Tonträgern, eine veritable Setlist stricken. Vor der Bühne brach die Hölle aus und Band mit Publikum verbrachten einen prima Abend mit amtlichen Geballer.

Nocturnal Rites sind nach ihrem 2017 erschienenen Album „Phoenix“ wieder auf Power Metal Kurs und gastierten das erste Mal beim RHF. Umso überraschender erschien es mir dass sie überwiegend ältere Sachen spielten und das neue Album nur mit einem Song vertreten war. Alles in allem ein gute Performance und ein Gute Laune Macher bei Gute Laune Wetter.

Gleich anschließend konnten The New Roses den Spaßlevel hochhalten. Die Hessen machen einfach nur Spaß. Gradliniger Rock und die Stimme von Timmy Rough sorgten nicht nur bei mir für eine Menge Spaß. Vor der Bühne ging es ab und so manch einer hatte ein breites Grinsen im Gesicht.

Leatherwolf hatten mir schon auf dem MOA sehr gut gefallen. Die Setlist war gleich, das machte aber nichts. Vom Opener „Spiter“ bis „The Calling“, eingepackt in „Wicked Ways“ ging es kreuz und quer durch die Alben. Da die Band nicht soo oft in Deutschland zu sehen ist, war ich froh das Dreigitarrenmonster in so kurzer Zeit zweimal erleben zu dürfen.

And the winner is: Cirith Ungol. Zumindest für mich waren sie das an diesem Wochenende. Von den Bands die ich erleben durfte waren sie die ungekrönten Könige. „Welcome to the brave new world….“ Die Eingangsworte von „Atom Smasher“ mitgeteilt durch den unverkennbaren, gepressten Gesang Tim Bakers zogen einen direkt in den Bann. Am Vierseiter wurden sie von Jarvis Leatherby unterstützt, der ja auch sehr umtriebig mit Night Demon ist. Mit „Black Machine“, „Cirith Ungol“ oder dem fulminanten Schlußduo aus „Master Of The Pit“ und „King Of The Dead“ hauten sie einige zeitlose Klassiker raus.  Apropos zeitlos, die Zeit rannte und leider war dieses eindrucksvolle Konzert zu schnell vorbei….(hans-jürgen)

 

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