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Joe Bonamassa – Redemption

(hwa) Es ist Bonamassas 13. Studioalbum und das dritte in Folge mit komplett eigenem Material. Das Album geht los wie die Feuerwehr. Die ersten vier Songs machen einen quasi atemlos. Die Gitarrenfraktion liefert sich mit den Bläsern einen gnadenlosen Kampf, bevor ab Track No.5 erstmals die Bremse gezogen wird. Danach wirkt die CD viel weniger homogen…

Woran liegt’s? An den vielen Köchen (= fünf Produzenten plus Chefproduzent Kevin Shirley), die, wie der Volksmund sagt, den Brei verderben können? An den fünf verschiedenen Studios, in denen Bonamassa plus Anhang sich ausprobieren durften? Really don’t know.

Oder ist das alles nur der Hybris von Bonamassa plus Team selbst geschuldet? Nach dem Motto: Wir können uns jedes Studio der Welt kaufen – wie lang wir nur wollen. Und wir sind die Größten, die den Blues neu erfinden!?

Nicht unbedingt: Denn Bonamassa als den Bluesbewahrer des 21. Jahrhunderts zu bezeichnen, würde ich dann doch eher ins Reich der Fabel verweisen.

Aber er probiert und probiert und hat zumindest im Hinblick auf weltweite Abverkäufe die Schnauze vorn. Egal, was B.B. King, Albert King oder Albert Collins ihm aus dem Grab heraus posten würden, falls sie ein Grabhandy hätten…

Insofern ist Bonamassa im Zweifel durchaus ein sehr schneller Finger und Pusher der Bläser oder was auch immer. Ich würde zukünftig trotzdem mehr Reduktion empfehlen. Ein „Pure Blues Album“ aus seiner eigenen Feder zum Beispiel oder zumindest eines im Sinne von „Unplugged“ (Achtung: Registrierters Wahrenzeichen!) wäre der nächste logische Schritt.

Denn wenn die Bläser so wie in Track No.8 „Just Cos’ You Can Don’t Mean You Should“ die Gitarrenfraktion mehrheitlich überblasen und zudem noch den Rest mehr oder weniger atomisieren, wäre ein Umdenken durchaus angebracht.

Ich vermute, dass bei „Redemption“ einfach nur zu Viele zuviel wollten.

Ich habe die Weisheit nicht gepachtet! Und klage hier vermutlich auf hohem Niveau. Aber irgendwo sollte man Bonamassa auch mal die Grenzen aufzeigen.

(Heinz W. Arndt)

Joe Bonamassa „Redemption“

Provogue / Mascot Label Group / Rough Trade
12 Tracks
Laufzeit: 65 Minuten
VÖ: 21.09. 2018

Filed under: Album Reviews, Blues, Bluesrock,

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