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Blues Company – Ain’t Givin’ Up

(hwa) Nach fünf Jahren kreativer Pause gibt es wieder ein neues Album der Blues Company aus Germany. Die Stilistik ist bemerkenswert und reicht von Chicago Blues über Slow Blues bis hin zum Shuffle. Gospel und Swing sind auch noch mit im Boot…

Veritable Bigband mit aktuell neun Mitgliedern, wie ein Pressefoto zu „Ain’t Givin’ Up“ und das Booklet belegen. Ich habe mir deshalb das Prädikat „Vielfaltblues in Cinemascope“ überlegt. Das trifft es durchaus.

Der Longplayer beginnt mit dem Titelsong und der übertreibt es ein wenig. Wird doch die Titelzeile „Ain’t Givin’ Up (On Me)“ im Laufe des Tracks sage und schreibe knapp fünfzig Mal wiederholt. Eine geradezu mantrahafte Beschwörung, die durch das Repetieren der Soul Sistaz die Wirkung noch verstärkt. Für mich a touch too much – ist aber wie so häufig Geschmackssache.

Trotz oder gerade wegen meines (kleinen) Vorbehalts zum Titeltrack genieße ich das übrige Album in vollen Zügen und mit großem Respekt. Das spielerische Potenzial der Band, die punktgenaue Orchestrierung und nicht zuletzt der glasklare und luftige Höreindruck lassen mich tief den Hut ziehen.

„Nicht umsonst werden die Alben der Blues Company von Experten der klanglich maximal verwöhnten High-End-Fraktion im HiFi-Bereich mit schöner Regelmäßigkeit verwendet, wenn die Brillanz und Leistungsfähigkeit der edelsten Boxen und der feinsten Verstärker-Technik eindrucksvoll vorgeführt werden sollen“. (Zitatquelle: jpc)

Dem kann ich nur zu 100 Prozent zustimmen. Was mir bis vor kurzem noch nicht bewusst war, ist der Umstand, dass Bernhard Rössle, Artist & Repertoire Manager bei in-akustik, schon seit vielen Jahren die Blues Company produziert. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Respekt, Respekt!

Das Album hat viele Highlights. Für mich ragen heraus: „Guns“, nicht zuletzt wegen der berechtigten Kritik an der US-Waffenlobby und deren verheerenden Folgen (Track 2), „Waiting For Springtime“ (Track 4) und der atemberaubende Shuffle „I’m Mad“ (Track 10). Zudem gibt es noch drei Coverversionen, die die Band in verblüffend stimmige Adaptionen verwandelt.

Als da sind: „Georgia On My Mind“ von Hoagy Carmichel. Verpackt in einen Slowblues vom Feinsten. Bobby Troups „Route 66“ wird in einer dem Swing verwandten Version präsentiert – wunderbar! Und der Gospel „Precious Lord“ von Thomas A. Dorsey wird in A-Dur mit Resonatorgitarre elegant neu interpretiert.

Mein Fazit: ein höchst abwechslungsreiches und hörenswertes Album.

(Heinz W. Arndt)

Blues Company „Ain’t Givin’ Up“

in-akustik INAK 9162 CD

Laufzeit: 56 min

VÖ: Januar 2019

The Band:

Todor „Tosho“ Todorovic: Guitar, Lead Vocals

Mike Titre: Guitar, Slide Guitar, Harp, Lead Vocals on Sticks And Stones

Arnold Ogrodnik: Bass, Doublebass

Florian Schaube: Drums, Percussion

The Fab BC Horns:

Uwe Nolopp: Trumpet and Flügelhorn

Volker Winck: Sax

The Soul Sistaz:

Seda Devran: Backing Vocals

Maria Nicolaides: Backing Vocals

Very special guest:

John Hondorp: Hammond B3

Playlist:

01 Ain’t Givin’ Up

02 Guns

03 The News

04 Waiting For Springtime

05 Sticks And Stones

06 Georgia On My Mind

07 One Shot

08 Balsha’s Dream

09 Route 66

10 I’m Mad

11 Precious Lord

http://www.bluescompany.de

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