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The Universe By Ear – Album zwei

(hwa) Drei Jungs aus Basel lassen sich einen der geilsten Bandtitel einfallen, den ich mir nur vorstellen kann: „The Universe By Ear“. Alleine dafür gibt es von mir einen Extrastern. Man höre und staune: die Band hat es tatsächlich drauf und legt einen überraschend komplexen und farbenfrohen Stilmix vor. Hart und melodiös ergänzen sich prächtig. Ein Soundkosmos, in dem Improvisation neben durchstrukturiertem Songwriting existiert. Unterfüttert von einem betörenden Harmoniegesang …

Ich habe in meinem Leben schon Hunderte von Alben besprochen. Überraschungen wie „The Universe By Ear“ wurden dabei zunehmend seltener – wirken aber des Überraschungseffekts wegen bei mir umso nachhaltiger. Wie auch hier.

Falls die Eltern neben den härteren Sachen häufig auch die Beatles, die Beach Boys oder Pink Floyd hörten, muss es auf die Jungs abgefärbt haben. Der Harmoniegesang funktioniert nämlich mit dem bemerkenswerten Stilmix der Band umwerfend gut. Garagenrocker mit einem ordentlichen Schuß Psychedelic plus Popappeal? Durchaus! Die Band bezeichnet den kreativen Output ihrerseits als „pychedelic brain blues“. Warum auch nicht?

Ihr Stilmix besteht aus: Pop Hooks („Temperamental Apathy“), Bluesrock („Bad Boy Boogie“), Grooveriffs („Euphoria“), Krautrock („Follow The Echo“) Stonerwucht („Loudest Gorilla In The Cage“) oder Punk („Transitional Hairdo“). Und auch ein instrumentales zweiteiliges Stück Filmmusik („Sand … And Dust“) gehört zum Repertoire. Beim zweiten Teil (= „ …And Dust“ = Track 10) stehen die Beatles harmoniegesangsmäßig mitten im Raum. Sagenhaft! Und bei Track vier oder elf Pink Floyd.

Dieses Album hat eine Vielfalt, die mich in vielerlei Hinsicht Staunen macht. Zumal ja noch hinzukommt, dass das Album keineswegs zerrissen klingt. Im Gegenteil! Diese drei Jungs aus Basel dokumentieren, wie sehr sie leidenschaftliche Musiker sind und die Zeitläufte zwischen den 60er und 90er Jahren inhaliert haben und musikalisch zum Ausdruck bringen können. Sowas ist nowadays ganz selten.

Mein Fazit dieses Albums: abwechlungsreich und sehr gelungen. Und deswegen auch höchst hörenswert. Der bandinterne Harmoniegesang ist Bindeglied und Sahnehäubchen zugleich. Von mir fünf Sterne!

(Heinz W. Arndt)

The Universe By Ear „Album zwei“

Sireena CD SIR 2197. Auch als LP und Digital erhältlich.

12 Tracks

Laufzeit: 46:25 min

VÖ: 8. März 2019

Die Band:

Pascal Grünenfelder: Bass, FX, Vocals

Stefan Strittmatter: Guitars, FX, Vocals

Beni Bürgin: Drums, Percussion, Vocals

Tracklist:

01 Been Here Before

02 Where All Sheep Are Black

03 Temperamental Apathy

04 Follow The Echo

05 Fall

06 Bad Boy Boogie

07 Euphoria

08 Lessons From An Ordinary World

09 Sand…

10 …And Dust

11 Loudest Gorilla In The Cage

12 Transitional Hairdo

www.the universebyear.com

Filed under: Album Reviews, Bluesrock, Krautrock, Psychedelic, Punk, Rock, Stoner,

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