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Brant Bjork – Jacoozzi

Brant Bjork Jacoozzi

(KiS) Ein neues Album. Ein neues, altes Album. Aufgenommen wurden die Songs von “Jacoozzi” schon 2010, Produzent war Tony Mason. Damals hatte er keine Ambitionen die Jams zu veröffentlichen. Klingt einfach. als hätte er damals einfach total Lust so vor sich rumzupröteln, Spass zu haben, frei zu improvisieren, ganz ohne Druck. Das klingt gut ! Es klingt auch 9 Jahre später immer noch durch. Hört rein -Erscheint am 5. April 2019 bei Heavy Psych Sounds

Trackliste:

1. Can’t Out Run The Sun
2. Guerrilla Funk (Audio bei TheObelisk.net)
3. Mexico City Blues
4. Five Hundred Thousand Dollars
5. Black & White Wonderland
6. Oui
7. Mixed Nuts
8. Lost In Race
9. Polarized
10. Do You Love Your World?

Nr. 1 Drum-Jam. Eine mid-tempo Einführung, im Hintergund eine verspielte kleine Ennio-Morricone-Gitarre. Sanft schaukelt man hierzu in der Hängematte zwischen zwei Yucca brevifolia . 2 Macht dem Titel des Tracks alle Ehre. Mit charmantem Proberaum-Sound. Ein Hauch hypnotischem Sog baut sich langsam auf. Noch etwas mehr Smoke und man kann abtauchen. 3. Auf auf, zur Grenze. Im leichten Trab setzt sich der Esel in Bewegung. Die kleinen Hufe klappern den staubigen Weg entlang. Abruptes Ende. 4. Eine Fingerübung für Schlagzeuger, bereitet uns mit dem Traum einer Halben Million auf 5. Black & White Wonderland vor. Melodisch, sanft, nette Einladung zu einer Meditationsübung. Einatmen, ausatmen, ich muss mich immer wieder ermahnen, nicht gedanklich abzuschweifen. Nachher sitze ich heute abend noch da, weiß nicht mehr wie oft ich welchen Song abgespielt und beschrieben habe, habe meine letzten 9 Jahre an mir vorbeiziehen sehen, mich ins Jahr 2010 zurückversetzte, ein und ausgeatmet…ach, und als ob ich es geahnt hätte, ja! Ein Erweckungs- Lied aus der Trance, Samba für die Ohren. Speed-Metal des Stoner Rocks, ja, diese kurzen Klänge bringen mich wieder zurück in meine schaukelige Hängematte. 7. Nein, nein, ich lasse die Finger von diesen Schüsselchen an der Theke. Uuh wer da wohl schon alles seine ungewaschenen Pranken drin hatte. Bah. Da kann der Herr Bjork noch so stimmungsvoll-verspielten Banjo-Sound präsentieren, da bleib ich hart. Nuss eben. 8. Groovy. Bassig. Erdig. Da tanzt das Bein, da nickt der Kopf, da schüttelt sich so manch ein Becken. 9. Ah, ein Runde Effektgeräte, bitte ! Während die Drums alles in Watte packen, schrillert das Gitarrenspiel für abgehärtete Nervenbahnen auf und nieder. 10. zum Abschluss ein komplettes Lied. Mit Stimme, Text, Gefühl – sweet!

Vielleicht mag das Album nicht die strahlendste Perle am Stonerrock Himmel werden, aber wir sind dafür sehr nah dran am Brant Bjork. Im Prinzip sitzen wir mit ihm im Proberaum, gemütlich auf der Couch, drehen uns hin und wieder Einen, leeren nebenbei mal den Aschenbecher, holen das nächste Kaltgetränk aus dem Freezer. Ich wette, dass “Jacoozzi”  für Menschen, die selbst Musikinstrumente benutzen wie ein Blick in die Unterwäscheschublade einer Frau wirkt. Wir warten bis Brant für heute die Ideen ausgehen um mit ihm ums Eck zu fahren, noch ein paar Burritos essen. (kirsten)

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