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In Memoriam Jimi Hendrix 27.11.1942 – 18.09.1970

(ro) Meine erste „Begegnung“ mit Jimi Hendrix fand im heimischen Wohnzimmer statt, zwischen Nussbaum-Sideboard, Cocktail-Sesseln und gestickten Sofakissen.
Es war an einem Samstagnachmittag im Jahre 1967, an dem ich mich gewohnheitsmäßig für eine halbe Stunde vor die Fernsehvitrine begab, um im Beat-Club die angesagtesten Bands live anzuschauen. Natürlich in s/w, ganz klar.

Wie sensationell, wie unfassbar, dann endlich einmal Jimi Hendrix auf dem Bildschirm zu sehen, lächelnd, die widerspenstigen Haare wüst toupiert, in einer fantastischen Uniformjacke und mich mitnehmend in aufregende, mir völlig unbekannte musikalische Grenzlande.
„Hey Joe“….es brauchte nur wenige Töne und plötzlich stob es wie Sternenstaub, stach wie mit Wespenstacheln, donnerte wie ein herannahendes Gewitter und beflügelte mit dem ganz bestimmten, alles niederwalzenden „Psychedelic Sound“.
Jimi Hendrix bearbeitete sein Instrument in faszinierender Weise „falsch herum“ und dies nicht nur mit den Fingern, sondern auch mit den Lippen und Zähnen und das alles andere als angestrengt, sondern leicht und souverän zugleich.
Einfach unwiderstehlich.

Am nächsten Tag kramte ich mein Taschengeld zusammen, machte mich auf und kaufte mir für zwanzig Mark bei Radio Fuchs „Are You Experienced“, eine für mich bedeutende Schallplatte auf dem Weg meiner musikalischen Sozialisierung.

Heute vor genau 50 Jahren starb Jimi Hendrix.

..(..Rosie..)..

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