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Billy Walton Band – Dark Hour

(tn) Mit ihrem fünften Album legt die „Billy Walton Band“ zwölf Songs vor, denen man ein wenig Beachtung schenken sollte. Die sechsköpfige Truppe spielt einen blueslastigen Rock, der sich nicht davor scheut Soul und Funk zu integrieren. Der lässige Rocksound zieht sich durch alle Songs, wobei die Backing Band um Walton grandiose Arbeit leistet, ein intensives Gespür für die Songs entwickelt und das Album auf ein solides Fundament stellt.

Billy Walton ist ein erfahrener Gitarrist. Er spielt vor allem in den Orten an der Küste von New Jersey, wo sein Bekanntheitsgrad sicherlich am größten ist. Musikalisch kennt man ihn von seiner Zeit als Gitarrist in der Band von Southside Johnny, wenn nicht sowieso von der „Billy Walton Band“.

Aufgenommen wurde „Dark Hour“ in Philadelphia, was ja nicht weiter verwunderlich ist, kommt man aus New Jersey. Billy Waltons Gitarre führt die meisten Songs an und man ist von dem Variantenreichtum des Albums beeindruckt, vor allem auch in den gesangfreien Passagen, die den Musikern genügend Freiraum für ihre Improvisationen lassen. Schnelle Gitarrenriffs und lässige Soloparts sorgen für Abwechslung.

Ausschlaggebend und befördernd für diese Besprechung war die auf dem Album enthaltene Coverversion von Neil Youngs „Cortez The Killer“, das sicherlich nicht zu den leicht zu covernden Tracks von Mr. Young gehört. Hier trifft Walton mit seiner Gitarre genau auf den Punkt, arbeitet den Kern des Songs heraus, und baut gute Variationen über die bekannten Melodielinien. Ganz großes Kino, das allerdings nur ein Aspekt des Albums ist. Hat man sich den Song allerdings genau angehört, versteht man wesentlich besser, worum es in den anderen Songs geht.

Hörtipps sind neben dem genannten Track noch das lässige „Goldmine“, das von Variationen über einem großartigen Riff lebt und der Gitarre einiges abverlangt. Und natürlich „You Don’t Need Me“, ein feiner Song, großartig eingespielt und mit viel Potential, um den Hörer zu begeistern. Sehr lässiges Album mit großartigen Musikern – und sie wissen ja: schon das „Young“-Cover ist es wert, das Album anzuhören. Einfach mal bei Bandcamp vorbeischauen. (Thomas Neumann)

Label: Harmonized Records
Format: CD
VÖ: 30. Oktober 2020
Aufgenommen: An den Reglern saß Jim Salamone, Cambridge Sound Studios, Philadelphia

Tracklist:
• 1. Think Of Me
• 2. Long Slow Descent
• 3. Can’t Love No One
• 4. You Dont Need Me
• 5. Long Way Down
• 6. Confusion
• 7. Goldmine
• 8. Free World
• 9. Funky Fever
• 10. Cold Day In Hell
• 11. Cortez The Killer
• 12. People Talking

Line Up:
• Billy Walton – Gitarre
• Bruce Krywinski Jr. – Trompete
• William Paris – Bass
• Tom Petraccaro – Saxophon
• Eric Safka – Hammond B3
• Francis Valentino – Schlagzeuger

Web
FB: https://www.facebook.com/billywaltonband
Webseite: https://billywaltonband.com/
Bandcamp: https://harmonizedrecordsbillywaltonband.bandcamp.com/album/dark-hour
Discogs: https://www.discogs.com/de/artist/4501577-Billy-Walton-Band

Filed under: Album Reviews, Bluesrock, Classic Rock, Hardrock, Soul,

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