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A Perfect Day – With Eyes Wide Open

(as) Italo-Rock, die Zigste: „A Perfect Day“ stellen sich mit ihrem dritten Album so breitbeinig auf, dass man denken könnte, sie würden mitnichten vom Stiefel, sondern aus den Vereinigten Staaten stammen.

Dummerweise hat die Band dabei ihr eigenes Gesicht verloren, falls sie es überhaupt je in ihrer Musik gezeigt hat. Die Platte unterscheidet sich nämlich weder hinsichtlich des darauf gebotenen Stils noch die amerikanischen Gesten betreffend, an denen sich die Musiker leidlich authentisch vergreifen, von ihren beiden Vorgängern.

Das auf „With Eyes Wide Open“ zur Diskussion gestellte Material verzeichnet hier und dort härtere Ausschläge, die man auf die „Modern“-Metal-Schiene ableiten kann – „Stone Sour“, „Alter Bridge“ und Co. sind stichhaltige Referenzgrößen, um den Sound der Gruppe zu beschreiben, auch wenn sie mitunter „plüschige“ Kontraste setzt, die dann doch ihre südeuropäische Herkunft entlarven.

Sänger Marco Baruffetti erweist sich im Zuge dessen als bisweilen geradezu schleimiger Charmeur und vermittelt ein falsches Bild, denn mit sogenanntem AOR hat die Combo eigentlich wenig am Hut, und ganz davon abgesehen lässt er sich ohnehin schwerlich mit dem Yankee-mäßigen Geprotze der Instrumentalisten vereinbaren.

Apropos: Die Produktion hält US-Standards duchaus stand, während Gitarrist Andrea Cantarelli als kleiner Bruder von Slash oder Mark Tremonti durchgeht, obwohl ihm eine dezidiert eigene Handschrift fehlt, die ihn zu den beiden Stars aufsteigen lassen könnte.

Am Ende bleiben „A Perfect Day“ hinter den Erwartungen zurück, die man angesichts ihrer hypothetischen Konkurrenz aus Übersee an sie stellen muss. „With Eyes Wide Open“ bleibt trotz guter, eingängiger und im gegebenen Rahmen stimmig in Szene gesetzter Heavy-Rock-Radiosongs wie „Whatever You Want Me (To Do)“, „The Love We’ve Waited“ (bitte einen Englischkurs besuchen …) oder „In My Room“ weitgehend austausch- statt unverwechselbar.

http://www.facebook.com/APDBand

Rock Of Angels/Soulfood

Pull Me Out

Give It Away

Whatever You Want Me (To Do)

Starlight

Mama Said

The Hideaway

The Love We’ve Waited

The Roots

In My Room

All Of My Life

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Heavy Rock, Metal,

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