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The Spacelords – Unknown Species…

…und ein strahlendes Fangirl.

(yvonne) Heute spare ich mir einen Großteil des üblichen Einführungspalavers, der Name spricht mittlerweile ja für sich selbst und weit über Schwaben hinaus klingt er warm und wohl in vielen Ohren.

Die Platten sind quasi Selbstläufer – und das absolut zurecht. Hier liegt mir gerade mal ein neuerlicher Beweis vor.

Ich ziehe meinen Hut und hoffe, dass es die vermaledeite Seuche bald wieder zulässt, die mir so lieben Herren endlich wieder in Fleisch und Blut auf einer Bühne (und davor, dahinter, drumrum) treffen und erleben zu dürfen.

F.K.B.D.F

Faptain Kuture Bringt Dir Freude oder sowas in der Art.

Tiefes Brummen, mechanisches Treiben, helle Strahlen aus der Gitarren-Lichtorgel, ich bin gespannt, wohin es uns verschlägt.

Ein wundervoller Flug, immer wieder Seitenblicke auf andere Welten entlang der schnurgeraden Strecke, die uns ins Dunkel der Nacht entführt. Wir sind auf einer faszinierenden, mitreißenden Reise und es wird zunehmend schwer, die Augen aufzubehalten und mit Konzentration diese Zeilen zu kritzeln.

So ein satter, voller Sound, ich bin wie davon eingehüllt und wippe und schwinge mit. Spacelords eben. Hurra.

Freunde des des ekstatischen Ausdruckstanzes, voilà, zieht euch das bitte unbedingt rein, ein Meisterstück.

Touchdown. Schon? Wie schade.

unknown species

Vorsichtiges Schreiten in fremden Gefilden, um uns alles klar und hell, in meiner Vorstellung sind wir in eine eisige Kristallhöhle eingetreten, nur im Hintergrund hört man den Bassmotor pluckern. Wir gehen voran, Schritt für Schritt, eine sehr behutsame Expedition.

Pling, Kling, Tschirr, da kommt etwas auf uns zu, der Puls wird schneller, der Atem stockt schier…

Ist es eine Melodie oder ein Kommunikationsversuch – wahrscheinlich beides. Die Gitarre in Zwiesprache mit dem Bass, fast schon nervöses gegenseitiges Abtasten und der Drum-Puls klöppelt im Halse. Einfach darauf einlassen und entdecken scheint das Motto zu sein.

Es dröhnt und gluckert, es klingt und strahlt auf sämtlichen Kanälen, Koppkino Güteklasse A. Vom schwebend-tapsigen Beginn über den fast schon classic-rockigen Rundflug gen Ende, wahrhaft ein Trip durch höchst unerwartetes Terrain.

Spannungsbogen können sie, die Herren Lords.

time tunnel

Acoustic-Gitarre, hoppla, ein Novum. Wellen spülen sanft an den Strand, gedämpfte Stimmung, Fernweh, Sehnsucht, melancholische Träumerei.

Zieht da ein Gewitter auf? Es donnert wie aus der Ferne, die tiefstehende Sonne bricht ab und zu noch durch den düsteren Wolkenvorhang.

Etwas ungewohnt, diese motorpsychedelich anmutende Mischung.

Die Wellen verklingen und wir kehren zurück ins Lordiversum, wo der Bass pulsiert, die Drums den Herzschlag vorgeben und Hazis Saitenzauberei die Landschaft in gleißendem Licht malt.

Der Rest ist Schweben.

Ein wahres Fest für Fangirls und- boys mal wieder, wir werden in den Tunnel eingesogen und wollen uns auch gar nicht dagegen wehren, nein, wir genießen die tolle Fahrt.

Der Tunnel bläht sich zur Blase auf, fast behäbiges Gleiten wie Quallen im weiten Meer. Doch der Sog wird wieder stärker, der Tunnel verjüngt sich und wir wirbeln herum, wir drehen und überschlagen uns, bis die Röhre uns ausspuckt und uns einen steinigen Hang aus massiven Soundbrocken herunterkullern lässt.

Scheinbar war dieser Auswurf aus dem time-warp irgendwo in den frühen 70ern angesiedelt, wo Herren in „dunklem lila“ breite Pfade getreten haben, denen wir nun ehrfurchtsvoll folgen, bis des Troubadours akustisches Gezupfe uns zum Ticken des Weckers erwachen lässt.

Alles nur ein Traum? Wer weiß das schon…

Fazit: WOW! Macht euch selbst ein Bild (im Kopf), die drehende Scheibe ist randvoll mit adäquatem Zeichenbedarf gefüllt.

Die Spacelords:

Hazi – Lichtorgel, Pinsel, Kristalle und Metallgedöns

Eki – Motoren, Düsentriebwerke & Kompressoren

Marcus – Herzschlag- & Systemüberwachung 😉

Platten-Großdealer eures Vertrauens:

https://www.tonzonen.de/

Filed under: Album Reviews, Elektronik, Krautrock, Psychedelic, Rock, Space, ,

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