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musikalisches schreibkollektiv

Desertfest Berlin Teil 2 | 28.-29. Mai 2022

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Der Wüstensand muss irgendwo da draußen sein. Auf dem Weg ins Hotel werfe ich einen Blick über die Spree. Der kalte Nachtwind treibt mir Tränen und Sandkörner in die Augen. Keine Festivalkondition mehr? Ich brauche eigentlich schon jetzt ein Frühstück. Statt dessen gibt es einen letzten Gin-Tonic oder auch zwei an der Hotelbar. Ob das so eine gute Idee war? Die Aussicht zum Drink war auf jeden Fall phantastisch. Eine noch bessere Idee war auf jeden Fall das Frühstück danach am Boxhagener Platz. Das brachte mir die Lebensgeister zurück. Und auch wenn ich zu spät zum Interview mit 1000mods erscheine (hier an anderer Stelle zu lesen) und Kirsten schon mit den Fingern auf der Sofakante trommelt… ich bin bereit für Tag 3…

TAG 3 – Anwenderphase und fotografische Fehleranalysen.

Enigma Experience sind eine Supergroup aus Truckfighters-Gitarrist Niklas „Mr.Dango“ Källgren, seinem früheren Weggefährten Oskar „Pezo“ Johansson, der wiederum bei Witchcraft die Felle gerbt, sowie Frontmann Maurice Adams, der an der Spitze von Breed und Motorfinger von sich reden macht.

Die Black Rainbows liefern danach wie gewohnt in hoher Qualität ab und ich freue mich schon auf das nächste Wiedersehn beim Hoflärm!

Velvet Two Stripes sind die nächste große Überraschung – eine Mega Kombo aus Zürich, bestehend aus drei energiegeladenen Damen, die richtig rocken und auch den Einsatz eines Tambourin nicht scheuen. Noch mehr Stripes gibts hier zu sehen Kiki No Fotos

Lowrider die schwedischen Stoner-Veteranen liefern zuverlässig ab.

The Well sind ebenfalls von Austin/ Texas über den großen Teich gejettet, um uns endlich wieder Musik live in die Gehörgänge zu blasen. Und das gelingt Ihnen gut.

1000mods, die Lieblinge der Redaktion. Hinter den Kulissen eben noch interviewed, jetzt auf der Bühne. Grunge – in das Hier und Jetzt katapultiert. Gefällt mir sehr gut, deshalb hab ich fast nur Doppelbelichtungen gemacht. Wie in einem Rausch, weil der Soundtrack perfekt war:

Steak ich verstehe zwar immer noch nicht, warum man sich nach einem (vielleicht bevorzugten) Nahrungsmittel benennen muss. Aber solange das musikalische Ergebnis dabei so gut gerät, wie ein gutes Steak – dann habe ich nichts einzuwenden. Noch mehr Steak gibts bei Kiki No Fotos

Truckfighters stehen für Energie, Performance, Action und Musik auf der Bühne. Haben geliefert – da reichen 6 Fotos nicht: Kiki No Fotos

Orange Goblin sind ein Garant für erstklassige Live-Vollbedienung, da gibt’s keine Enttäuschung nur kreischende Massen und leuchtende Augen. Danach reichts dann auch für den Tag 3…

TAG 4 – Verschleiß und Abschiedsphase… Der Verschleiß – man spricht im technischen Bereich auch oft von Materialermüdung – zeigt jetzt bereits deutlich seine Wirkung. Und da Jens am Montag keinen Urlaub genommen hat, überlässt er Kirsten ihrem Fotojournalisten-Schicksal und tritt bereits am frühen Nachmittag die Heimreise an. Die wirft natürlich pflichtbewusst einen Blick und ein Ohr auf…

SÂVER: Komplex, berühmt, berüchtigt. Bassist und Sänger Ole Christian Helstad (EX-Doom-Metal-Band Tombstones) mit Ole Ulvik Rokseth (Gitarre) und Støle (Schlagzeug), (= Doom-Duo Hymn ). Düsterer kann ein Sonntag nicht starten. Norweger, tja, das können die eben.

Slomosa, ebenfalls Norwegen, kommen da im Vergleich zur Vorhut leichtfüßig tänzelnd auf die Bühne. Richtiger Stoner wieder. Auch ein Wiedersehen auf dem Hoflärm im August geplant!

Kaleidobolt Die Überraschungsband, die bis zur letzten Minute beinahe geheim blieb. Herrlich. Auch wenn der Name zwischen Staubsaugervertreter und Herr der Ringe daherkommt, die drei Jungs Sampo Kääriäinen (guitar, vocals), Marco Menestrina (bass, vocals), Mårten Gustafsson (drums) aus Helsinki betreiben energetische und ernsthafte Musik! Prog, Garage und Psychedelic Rock erschallt aus dem Dunkel der Halle, während sich der Bassist der folgenden Band schon mal an der Backstage Bar auf seinen Auftritt vorbereitet.

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Stöner Legende hin, Legende her, gutgelaunt spielt der heimliche Headliner, weil irgendwie ja auch Gründer-Vater eines „Desert“-Festivals – auf der Main Stage leckeren, gut konsumierbaren Stoner-Rock. Auch von der Band, die mit K beginnt, wird eine kleine Kostprobe gereicht, wummer, wummer.  Der „neue“ Mann am Schlagzeug Ryan Gut (oder Güt) beherrscht sein Handwerk. Druckbetankung hilft auch, aber Spaß gibt´s auch so für alle.  Die Vinyl-Pizza ist nur doppelt so teuer wie die Handgemachte vom Food-Truck, hat man ja auch länger was von. Auf die unglücklichen Hintergrundeinblendungen, die für etwas Trouble sorgten, gehe ich jetzt nicht explizit ein. Man sollte einfach wissen was man tut, vor allem, wenn man besonders cool sein will.

Pigsx7 und Rotor sind dann leider der Heimreise auf der Autobahn zum Opfer gefallen. Glücklicherweise konnte ich einen erfahrenen, ortsansässigen Fotografen erweichen, Fotos der drei Highlights des Sonntags zur Verfügung zu stellen. Herzlichen Dank!

Ufommamut hätte ich dabei zu gerne gesehen, mit neuem Schlagzeuger! – Wie hat es euch gefallen?

Elder Auch verdammt, schon ewig nicht mehr gesehen! Aber stehen zum Glück auf der To-do Liste beim Freak Valley Festival!

Baroness Genauso wie diese selten gesehene Band aus Savannah (USA). Aber auch hier gilt, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, denn sie wird das Freak Valley Festival am Mittwoch headlinen, auch dort mit dem fetten Nightliner landen (den einzigen, den ich beim Desertfest gesichtet habe) und Baroness wird sich in der Zwischenzeit bei Festivals wie Rock am Ring die Zeit kurzweilig gestaltet haben.

Hier startet jetzt  unsere Dankesrede. Ganz lieben Dank an die Veranstalter, Sound of Liberation, die immer erreichbare email-Beantworterin Mona (All Noir), den Mitfotografen im Graben, die auch kleinen Personen Platz einräumen, 1000mods fürs Interview und Matt von Hold Tight. Viele Dank an wen auch immer, dass Festivals wieder möglich sind, und auch dank an die Stadt Berlin, die mich beim illegalen Campen nicht hops genommen hat. Wieder mal.

Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Mehr Fotos unter Kiki NO
oder radicaleye.de/desertfest-berlin-2022 oder Falk-Hagen Bernshausen
Zum Lineup mit allen Infos und zum Standort Arena Berlin
© Kirsten Seubert | © Jens Müller | © Falk-Hagen Bernshausen im Mai 2022

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Danke Kat!

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