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Lake On Fire 2022 – Festivalbericht Samstag 06.08.22

(volker) Die Rückfahrt gestern abend gestaltete sich Tierarm, denn die befahrene Gegend ist von Lichtverschmutzung ziemlich verschont, also Fernlicht, und es tummeln sich doch immer wieder einige Gattungen aus der Fauna auf dem Asphalt rum, die das Licht anlockt, aber ohne geht ja nicht. Samstagmorgens hatte sich das Wetter doch ziemlich befeuchtet, es regnete leicht und wohlige Kühle umwaberte uns. Frühstück und ausruhen für den zweiten Tag beim LOF, dessen Beginn um 14:30 Uhr avisiert war….Pünktlich rotteten sich Johnny & The Rotten auf der Bühne zusammen und rotteten uns fast aus: war für ein Fest, die drei Jungs aus Linz an der Donau walzten uns nieder (gemäß dem großen Stahlwerk in ihrer Stadt) und rissen alles und jeden ab und mit, was für ein Spektakel das ich so energetisch in letzter Zeit selten erlebte. Ich dachte mir so nach 20 Minuten: die müssen doch irgendwann mal durchschnaufen…nix da, volle Pulle surften sie mit uns durch den Garage Rock und Psycho Punk, sorgten für Welle auf Welle auf dem Nepomukteich und knallten uns einen nach dem anderen vor die Lätze, Shirts und Tank Tops. Danke! Und das Wetter? Halb so warm wie gestern, dazu zweimal Nieselregen der Schwüle produzierte, also schwitzen schon, aber halb so wild.

Stoner Rock auf italienische Art und Weise kreierten danach Humulus: die auch Bier Brauer aus Bergamo/Brescia sind für mich schon fast alte Bekannte so oft hab ich Andrea, Giorgio und Massimiliamo schon live erlebt und ihr Bier, das sie damals mit zum Freak Valley brachten war nicht von schlechten Eltern und ruckzuck ausverkauft…..genauso schmackhaft ist ihre Mixtur die sie von der Bühne erschallen lassen: heftige, eruptive Heavyattacken meets schwer groovenden Stoner, boah! Danke!

Der einheimische Gerstensaft mundet, skol!

Patrick – Speck Schlagwerker

Und nach den gestrigen Wiedersehensbegegnungen ging es auch heute munter weiter mit diesen: Umarmungen mit Les Lekin komplett, wobei die mit Kerstin immer besonderen Spaß machen. Jakob, Gitarre bei Savanah, Clemens von Minus Green, Bertram von Parasol Caravan und Patrick, der Schlagzeuger von Speck, deren Platte „Unkraut“ mich vor einigen Monaten völlig umhaute.

Und dann kam sie aufs Gelände, meine Leib- und Herzensangelegenheits Band: My Sleeping Karma. Was für eine Freude die Jungs wieder zu sehen und nachher natürlich live zu erleben. Matte mit Sohn Oskar und Freundin Anja, Norman, Seppi und Steffen waren gut gelandet! Im Vorfeld baten mich die Veranstalter Jakob, Stephan und Victor um einen besonderen Gefallen für MSK, den ich natürlich nicht ausschlug, dazu später noch was.

Aber erstmal zu Takeshi´s Cashew, eine Sechserbande aus Wien, die wunderbar fast folkloristisch daherkamen, mit Rhytmus wo man mit muß, Kosmopoliten des Funk, Disco, Psychedelic. Das machte einen großen Spaß, die tänzerischen Bewegungen dazu im Volk vor der Bühne zollten den Respekt, den sich die Band redlich verdiente. Danke!

….Und mal dazu anmerke: wieder kannte ich keine der hier auftretenden Austria Bands und und wieder hat mich keine im entferntesten enttäuscht, großer Dank damit an die Booking Crew, die einen fabelhaften Job macht genau wie alle beim Fest arbeitenden Weiblein und Männlein, ich verbeuge mich! Danke!

Das Grazer Heavy Powertrio Savanah prügelte danach den Teich durch: seit acht Jahren tragen Benny-Gesang und Bass, Felix hinterm Schlagzeug und Jakob an den sechs Saiten die Fahne des Heavy Rock auf Händen: powervoll, abwechslungsreich, ruppig, rau, mit großartiger laut/leise Dynamik und einer Stimme die kratzt, beißt und röhrt. Olympus Mons, ihr Album aus 2021 und The Healer aus 2017 zusammen mit Deep Shades, ihrem ersten Lebenszeichen gab Thomas, seines Zeichens auch hier vor Ort und Besitzer des Labels StoneFreeRecords, eine Heimat. 50 Minuten heftiges Kopfwackeln und schwerste Gelenkübungen garantierten dem Publikum optimalen Spaß, woll wie man hier in Wuppertal sagt! Danke!

„Liebe Freunde, es ist auch eine Herzensangelegenheit: nun für euch beim Lake On Fire Festival: My Sleeping Karma“. Diese meine Ansage vor dem LOF Publikum um 19:20 Uhr während des Intros von Aphrodite´s Child The Four Horsemen war mir ein Fest, was für eine Ehre um die mich Veranstalter und Band baten, Danke! Und ich entschied mich für ein zwei Handyphotos direkt zu Beginn und danach eine Stunde MSK zu inhalieren, ohne störendes Beiwerk wie photographieren oder quatschen oder oder. Die Jungs wurden vom Hörvolk über das gesamte Konzert auf Händen getragen, gefeiert, bejubelt, verinnerlicht, manchmal wie in Trance denn kaum eine Band kann dich dermaßen abschießen wie MSK. Norman, Matte, Seppi und Steffen gaben uns und sich alles, Matte mit sehr emotionalen Zwischenansagen und Einpeitschungen und Huldigungen, meine Fresse: es war zum Heulen wunderbar und ich genoß jede Sekunde. Und: die vorzügliche Mischung des Sounds entstammte dem Gespür und Gehör von Mario, dem Basser von Colour Haze, der auch öfter bei Festivals (Stick&Stone z.B) mixt. Danke, Danke, Danke!

Runterkommen…….

Cari Cari konnten mich danach mit ihrem Sound packen: Stephanie und Alexander, mit Verstärkung an der Percussion, zelebrieren mit ihrer Musik Surf Rock mit dem sie locker plus Tito & Tarantula in einem Tarantino Film auftreten könnten, ich sag dazu nur zu: Quentin, hör dir das mal an! Das wird dir gefallen! Danke! Sie waren auch so nett mit ein paar Fans noch Photos zu machen, ich wurde darum gebeten und hab die Erlaubnis sie hier zu zeigen…

Motorpsycho: aller Anfang ist schwer, für mich. Es begann sehr verzwickt, sperrig und jazzig, ich dacht schon oijoijoi, das ist bisher aber nix für Volker´s trotz allem offene Ohren. Aber dann kriegten sie mich: es wurde rockig, wunderbar rockig, es ging ab. Zum Schluß eine Coverversion eines 70er Jahre Songs einer deutschen Band wobei Seppi von MSK meinte, er könnte von den Scorpions stammen. Ich weiß es nicht. Schwierig war das Licht so daß es nur zu diesem meinem Schnappschuß reichte.

Danach zählte ich meine Knochen, es fehlten zwar keine aber so gut wie alle taten weh, genau wie manche Muskelregionen, und besonders meine Füße, die auch nach Erholung schrieen, es nützte alles nix, ich konnte der letzten Band, Messa, keinen Tribut mehr zollen. Ich schlich zum Auto und mit ihm zurück zum Angerhof, ohne Polizei und Getier auf der Fahrbahn.

Ich bedanke mich für alles und bei jedem mit tiefster Verehrung: LOF, ihr seid einzigartig, und ich bin mal wieder völlig begeistert! Danke! Und hoffentlich bis 2023……(volker)

Waldhausen im Strudengau, Heimat eines der schönsten Festivals dieses Erdteils!

Hier geht es zum Freitag:

Lake On Fire Webseite

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