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Brutus im Vortex in Siegen am 02.11.2012

(vo) Brutus fabrizierten, an diesem Abend und überhaupt und sowieso, keine spätrömische Dekadenz, sondern bluesgetränkten Hardrock,  den die Pioniere Blue Cheer,  Mountain,  Black Sabbath und UFO,  um ein paar ihrer Vorbilder und Inspirationen zu nennen,  damals in den 1960er und 1970er Jahren sangen und spielten.

Brutus könnten auch Beer, Sweat & Tears heißen,  denn diese flüssigen Elemente sind hochprozentige Bestandteile und auch unausweichliche Folgen ihrer Musik.  Die fünf Jungs aus Schweden und Norwegen sorgten für Verhaltensweisen im Volk vor der Bühne,  die man mit enthusiastisch beschreiben kann.  Unsere Gelenke,  Ohren und Augen wurden aufs Gröbste beansprucht und etliche Freudentränen bahnten sich Wege in die von uns kaum haltbaren Biergläser. Es herrschten eben teilweise unhaltbare Zustände.

Sänger Jokke,  der sich auch öfter mal als Dirigent und Einpeitscher vor seine phantastische Instrumentenspielschar stellte,  war der sympathische Herr im Hause Vortex,  sehr gut bei Stimme, ein Rock `n `Roll Shouter vor uns Damen und Herren.  Immer locker,  vergnügt und Bier vernichtend,  Christian am Bass und Knut Ole am Schlagzeug trieben den Sound zusammen mit dem Gibson Duo Johan und Kim mit der Flying V in Grund,  Boden und Luft.

Sie alle nahmen ab Dark Noon (0:00 Uhr nachts)  mit „Hypnotized“ ihre Arbeit auf.  Sie spielten sich einmal kreuz und quer durch ihre 2010 erschienene LP/CD „Same“ und auch die beiden Stücke ihrer 2011er Split LP,  mit den „Graviators“,  fanden den Weg auf die Playliste.  Mit „Hey Mama“  und  „Queen Of The Night“ trieben sie uns gnadenlos vor sich her.  In beiden Stücke gleich sind Tempo- und Lautstärkewechsel, der Boogie tanzte und tobte.

„Feel Free“ war uns Befehl,  „Solution“ groovte sich durch unsere Hirne und sorgte dort für beschleunigte Serotonin Bildung.  Siegen Weidenau wurde auch noch mit dem „Swamp City Blues“ Award ausgezeichnet,  ein ausgezeichnet treibender Bluesrocker wie ein „Steamhammer“,  aber auf schwedisch /norwegische Art gekocht und verbraten.  „Brutus Is A Hellhound“ wurde uns gepredigt und bedeutete auch:  Schweißtreibende Musik, kernig, kompetent, bollernd, immer nach vorne gehend, proud to be loud.

Ein weiterer, großartiger Abend, den ich gerne im Siegerland verfeierte. Mit Freaks, von Freaks, für Freaks….(Volker)

Brutus im Netz

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