rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Tedeschi Trucks Band – Made Up Mind

Tedeschi Trucks(hwa) Falls wir dachten, dass nach “Revelator” kaum noch eine Steigerung möglich sei, wird man mit TTBs neuem Output aufs Trefflichste widerlegt.
Ist es Blues? Soul? Southern Rock? R&B?
Jawohl, alles das ist es. Und mehr.
The best of the best – sozusagen.
Dass sich Derek Trucks und Susan Tedeschi ineinander verliebten, soll vorkommen.
Aber: hier geht es auch um das musikalische Standing.
Da haben sich zwei Alphatiere getroffen.
Die Potenzierung wird im deutschen Neusprech mit „Synergie-Effekt“ beschrieben.
Und die kongeniale zehnköpfige Band verhaspelt sich niemals. Die Arrangements sind von allerhöchster Güte.
Derek Trucks kommentiert: „Bei ‚Revelator’ mussten wir uns alle noch aufeinander einstellen. Nach ein paar Jahren auf Achse sind wir alle lockerer und unbeschwerter geworden. Wir wollten keinen Sound erzwingen. Wir wollten sehen, wo die Musik uns hinführt.“
Diese Coolness wurde belohnt: Es fließt, weil alle instrumentalen, gesanglichen und kompositorischen Fähigkeiten nahtlos ineinandergreifen.
Das Album ist in bestem Sinne zeitlos. Und das, obwohl die Band erst ihr zweites Album (von „Everybody’s Talkin’ Live“ abgesehen) offeriert.
Die musikalische Substanz resultiert selbstredend auch aus der seit Jahrzehnten gewachsenen Erfahrung der Protagonisten.
Aus der Zeit, als Derek Trucks noch mit den Allman Brothers spielte oder in seiner Derek Trucks Band schon Kofi Burbridge und Mike Mattison mit an Bord hatte. Susan Tedeschi mit ihren bluesdominierten Alben nicht zu vergessen, wo Tyler „Falcon“ Greenwell ihr Banddrummer war.
Ich höre „Made Up Mind“ zurzeit in Dauerschleife.
Anspieltipps sind Geschmacksache, zumal man dieses Album unbedingt zusammenhängend hören sollte.
Aber neben dem Titeltrack sind „Part Of Me“, „Idle Wind“, „Whiskey Legs“, „The Storm“ und „Calling Out To You“ im Zweifel die Kronjuwelen unter den Juwelen.
Die Band ist aktuell nur noch zu zehnt: Bassist Oteil Burbridge stieg aus und wurde bei „Made Up Mind“ durch mehrere Bassisten (Pino Palladino, Bakithi Kumalo, George Reiff, Dave Monsey) ersetzt.
Neben Susan Tedeschi und Derek Trucks (der neben Jim Scott auch als Koproduzent agiert) besteht die Band aus:
Kofi Burbridge (Keyboards, Flöte)
Tyler „Falcon“ Greenwell (Drums & Percussion, links)
J.J. Johnson (Drums & Percussion, rechts)
Kebbi Williams (Saxophon)
Maurice Brown (Trompete)
Saunders Sermons (Posaune & Vocals)
Mike Mattison und Mark Rivers (Harmony Vocals)

Tedeschi Trucks Lineup Bühnenaufstellung

Selten ist mir ein Fazit so leicht gefallen:
Gaaanz feines Album, supergeile Band!

Tedeschi Trucks Band „Made Up Mind“

11 Tracks, 53 min

MASTERWORKS / Sony Music

Die Band ist im April 2014 zu drei Terminen in Köln, München und Berlin unterwegs.

Heinz W. Arndt

Tedeschi Trucks Band

Einsortiert unter:Album Reviews, Blues, , ,

August 2013
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

FreakinOut Fest#3 in Nandlstadt am 07.+ 08.07.17

Prophecy Fest in der Balver Höhle am 28./29.07.17

Krach am Bach Festival Beelen am 04. + 05.08.17

Aqua Maria Festival Plattenburg – Prignitz am 11. & 12.08.2017

Brainstock Generator Party im Band-House Düsseldorf Reisholz am 09.09.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: