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Qeaux Qeaux Joans – No Man’s Land

qeauxSinger/Songwriter aus den Niederlanden – CD plus DVD

(ro) Vor einigen Wochen, da flatterte uns das Debüt “No Man`s Land“ von Qeaux Qeaux Joans ins Haus und seitdem ist es um mich geschehen. Ab der ersten Minute entwickelte das Album eine kaum greifbare, berührende Magie, die dazu führte, dass diese CD für mich zu einem ständigen Begleiter wurde.

Dazu trägt ganz bestimmt auch die Art bei, wie Qeaux Qeaux Joans, die in Wirklichkeit Coco Johanna Jones heißt und aus den Niederlanden stammt, an ihre Musik herangeht. Denn ein Lied ist ja nicht einfach nur ein Lied, sondern birgt auch immer die Gesichter und die Seele der jeweiligen Sänger/innen und Musiker/innen.
Und wie oft ist es mir schon passiert, dass, sobald ich ein Werk in die eigene Gefühlswelt gelassen habe, der Sänger oder die Sängerin im eigenen Herzen verankert wurde.

Ja, Qeaux Qeaux Joans schreibt nicht nur einfach Songs, sondern sie versucht, etwas Größeres im Alltäglichen zu finden und das mit sehnsuchtsvollen Melodien und Worten auszudrücken.
Aber es gibt hier beileibe kein exaltiertes oder weichgespültes Herz-Schmerz-Gedöns zu hören, sondern der Hörer/die Hörerin wird mitgenommen in ein ideenreiches und gefühlsversunkenes Werk.
Ein faszinierender Gegenentwurf zu all dem oberflächlichen Girlietum und musikalischen Tourette.

Ganz besonders beeindruckend finde ich die Stimmqualität der Qeaux Qeaux Joans.
Sie ist farbstark, matt ätherisch, durchaus auch soulig-samten und zugleich vollmundig sinnlich.
Dies verleiht dem gesamten Album eine ungemein reife, faszinierende Note.
Immer wieder gelingen ihr wunderbar mäandernde fragile Melancholien, die völlig unaufgeregt und oftmals dezent inbrünstig zu begeistern wissen.

L.O.V.E. z.B, ist ein sehnsüchtiger, in einem atmosphärischen Orbit schwebender Track, der die stimmliche Ergriffenheit in einem makellosen Sound einfängt, dabei aber niemals verkitscht klingt.
Wie sich Q.Q. Joans voll nachdenklicher Versunkenheit in dieses Lied hineinsteigert, hat ganz große Klasse
Eine ebenfalls unglaublich beseelte Nummer ist „Final End“ – übrigens mein Lieblingssong auf diesem Album. Das ist ein Song, der sich sozusagen schleichend anpirscht, sich gesanglich lieblich, richtiggehend schmeichelnd gibt und über dem dennoch eine gewisse Düsternis lastet. Wunderbar!
Und auch das zu Beginn sparsam instrumentierte „Road Trippin`“ erlaubt mir wieder pure Begeisterung. Dieser Track klingt verschleppt bittersüß, aber keinesfalls dunkel dräuend, und kann sich eine eigenwillige Unbestimmtheit bis zum Ende bewahren.
Was passt besser an stillen, blauen Sommerabenden zu einer ferienleeren Stadt?

Qeaux Qeaux Joans selbst sagt über ihr Werk: “I think that right now we have so many choices. We do not know anymore what to choose, what’s important and what is not. We’re too preoccupied with ourselves and we’re desperately looking for a home and warmth and love. That way I would like it if people hear my music and feel at home wherever that may be.”

Ein toller Bonus ist die beiliegende DVD „Live at the Church“.
Hier wurden sieben Songs von Qeaux Qeaux Joans plus Band bei einem Studio-Live-Konzert aufgenommen.
Und auch die Artwork des Digipack, die von Rahi Rezvani stammt, ist etwas Besonderes. Ein wunderschönes Portrait, farblich passend aufbereitet und voller Atmosphäre. Da fehlen nur noch die Songtexte – die hätte ich dann doch noch gern dazu gehabt…….(Rosie…)

Band:
Coco Johanna Jones – Vox + Guitar
Isa Azier – Guitar
Andert Tijsma – Bas
Jody van Ooijen – Drums
Richard van Bergen – Slide + Bariton + Vocals
Timothy Banchet – Keys
Ferran Huijsmans – Sounds

Songliste:
1. Can`t Steel My Heart // 2. Golden Cage // 3. Heartache // 4. Final End // 5. L.O.V.E. // 6. No Man`s Land // 7. Brother // 8. While The Whole World Is Asleep // 9. What If // 10. Road Trippin` 11. (Hidden Track) Try

Website: http://www.qeauxqeauxjoans.com/
Website: blackbird Music

Wer Qeaux Qeaux Joans live sehen möchte, kann dies z.B. an folgenden Tagen tun:

22.09.13 Groningen – Plato Planet
04.10.13 Arnhem – Luxor Live
11.10.13 Alkmaar – Victorie

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