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Miss Lava – Red Supergiant

Miss Lava Cover(co) Gibt es so etwas wie einen Exotenbonus? Miss Lava sind eine Stoner Rock Band aus Lissabon, womit sie definitiv zu den Exoten gehören. Ob es aber ein Bonus ist, sei mal dahingestellt. In Portugal konnten sie schon erhebliche Erfolge feiern – und waren auch schon mit namhaften Bands der Szene in Europa und den USA unterwegs. Red Supergiant ist auch nicht das Debüt der Portugiesen. Vorangegangen sind schon eine EP und das Album Blues for the dangerous Miles. Ein schöner Nebeneffekt davon ist, dass man die Band auf großen Videoportalen gleich mit je einem nett aufgemachten Video zu den Songs „Feel My Grace“, „Yesterday’s Gone“ und „Ride“ vom aktuellen Album finden kann!

Beim Plattenstart frischen einem die vier Jungs dankenswerterweise in Sachen gutem Stoner noch einmal das Gedächtnis auf. Speziell mit „Feel My Grace“ und „Ride“ schlagen Miss Lava kräftig mit dem Stoner-Hammer um sich. Die Songs platzen nur so vor dem fast schon traditionellen Gewitter und der staubigen Macht an Sound, die dieses Genre so faszinierend machen. „Feel My Grace“ wirkt gegen „Ride“ noch fast schon fröhlich, schwingt dann aber passend zum Refrain um und markiert damit den Ohrwurm der Platte. „Ride“ dagegen ist eingängig und fährt einem durch die Glieder, als wäre man vom Blitz getroffen.

Je ruhiger die Songs von Miss Lava ausfallen, desto mehr Elemente aus dem Blues tauchen in den Songs auf. Klärende Gesangsparts gefolgt von bluesigen, knackigen Gitarrenläufen sind das Kernstück des Songs „Hole To China“ – dem ruhigsten Stück auf dem Album zusammen mit dem Titeltrack. „Hole To China“ ist der typische Song in der Plattenmitte. Er ist leichtgängiger, gelassener und langsamer, aber trotz der Ruhe bleibt der Song bodenständig und kraftvoll und versucht keine Ballade zu sein.

Miss Lava PromophotoNach kurzem reinem Stoner-Intermezzo geht es in der Band nochmal ganz anders zu, wenn Songs wie „Murder of Crows“ oder auch „Motel Neon“ in Genießerlautstärke aus den Boxen kommen: Hier hört man Einflüsse aus der Okkult Rock-Szene. Graviators? Graveyard mit Extrafuzz? Irgendwie so. Der Stil wird im Laufe der Platte insgesamt etwas verspielter, der Sound offener und die Band bringt mehr Individualität unter.Und am Ende steht der Titeltrack. „Red Supergiant“ ist das ruhige Ausatmen nach 10 Songs, die sich erst durch ganze Wüsten kauen, um sich dann ein wenig zu entspannen und die anderen Einflüsse in der Musik der Portugiesen zu offenbaren. Nicht, dass es am Ende kraftlos zugehen würde! Der Sound bleibt fett, der Bass hat viel zu tun und auch die Stimme bleibt gewohnt rau.

Miss Lava überzeugen durch kernige Songs mit der für Stoner typischen Massagefunktion – mächtige Riffs, wummernder Bass gefolgt von althergebrachten Entspannungsparts. Und dann zeigt sich die Band manchmal doch von anderen Strömungen gezeichnet. Die Mischung macht’s: Red Supergiant ist ein tolles Album, das sich gegen aktuelle Mitbewerber mehr als behaupten kann. Insbesondere die Entwicklungen entlang der Songs auf der Platte geben Red Supergiant den gewissen Kick…..(Colin)

Miss Lava 

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