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Demonauta – Caminando En La Luna

demonauta(co) Immer wieder höre ich von Bands aus der Stoner-Szene, die aus Südamerika stammen… Ist das gerade Zufall? Keimt da gerade was? War das jahrelang unerschlossen für den europäischen Markt oder habe ich da schlichtweg was verpasst? Wie auch immer: Schade jedenfalls, dass mir der erste Release von Demonauta durch die Lappen gegangen ist. Aber umso besser, „Caminando En La Luna“ (übersetzt so viel wie „zu Fuß zum Mond“, sagt mir der Übersetzer) ist eine geniale Chance, das Versäumnis aufzuholen!

Als erster und längster Track gibt „Hotel“ voll und ganz die Marschrichtung an: Direkter, stampfender Takt und darüber das Gebrumme von tiefergelegten Saiten. Soweit, so Stoner. Die geradlinige Auslegung der Platte macht aber durch die Bank weg Spaß und bedient insbesondere Puristen. Darüber hinaus kommen die Chilenen aber auch nie aus dem Tritt, wenn sie sich mal fuzzigeren Tönen hingeben oder – wenn auch meist nur andeutungsweise – in gemütlichere Bahnen einschwenken. Nicht zu Letzt sorgt aber auch schlichtweg der spanische Gesang für ein eigenes Flair – sowohl stimmlich als auch sprachlich.
Absoluter Anspieltip ist, neben dem Opener, „Al Viento Entender“. Der Song startet ruhiger, arbeitet aber mit den klassischen Wechseln zwischen Hart und Zart. Die verstärkt mit Effekten beladenen Gitarren konzentrieren die Atmosphäre ungemein, verwässern aber nicht und gerade, wenn Demonauta auf typische Stilelemente zurückgreifen, sind sie am Stärksten. Auch später können sie noch mit „El Refugio“ (der Ohrwurm der Platte) und „Caminando En La Luna“ (instrumental und mit lecker Wah) zwei Reißer abliefern, die in bester und plakativer Stoner-Manier stehen.
Danach, wie auch schon nach „Hotel“, kommen eher fuzzlastige Tracks. Der Anteil an Stoner nimmt ab, nicht aber die Qualität: Der Schub stimmt weiterhin und auch an dreckigem Sound wird in keinem Fall gespart! Tolle Vertreter dafür sind „Mr. Magnet“ und „Camaleon“. Insgesamt sind die Songs etwas offener und auch der harte Marschtakt wird zurückgeschraubt, was sich bezahlt macht. Die Gitarrenarbeit ist insgesamt feiner und erlaubt mehr Abwechslung – der Duettsound in „Mr. Magnet“ ist erste Sahne!

Vinyl für alle, die es verdienen! Und Ruhm ebenso. „Caminando En La Luna“ ist nicht das erste Album der Chilenen, was man auch klar an der Qualität merkt. Trotzdem waren sie mir vorher kein Begriff – schade. Wer sich auf dieses Release eh schon freut, wird nicht enttäuscht werden, wer gerade nur mal etwas lesen mag, sollte einen Schritt weiter gehen und reinhören!…..(Colin)

Demonauta

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