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Brant Bjork And The Low Desert Punk Band – Black Power Flower

brantbjork(jm) Ein Gefühl von „Controller’s Destroyed“ habe ich gleich nach den ersten Sekunden, in denen sich der gleichnamige Opener des neuen BRANT BJORK Album’s in meine Gehörgänge gefräst hat. Ein treibendes Stoner Rock-Brett, das nach einem tonnenschweren und zähen Intro plötzlich Fahrt aufnimmt, keine Wünsche mehr offen lässt und mich sehr neugierig auf mehr macht.

Über viereinhalb Jahre hat sich KYUSS-Schlagzeuger, Palm Desert-Schlüsselfigur und VISTA CHINO-Mitstreiter BJORK Zeit gelassen, um mit seiner „Low Desert Punk Band“ an Gitarre und Mikrofon zurück zukehren. Was nicht heißen soll, dass er in dieser Zeit nichts getan hätte – im Gegenteil, war er doch mit ausgiebigen Tourneen und Aufnahmesessions für KYUSS LIVES und VISTA CHINO alles andere als untätig.

Der relaxte Spirit und Groove seines letzten Albums „Gods & Goddesses“ (2010), welches für mich noch heute einen wunderbaren Soundtrack für noch ungedrehte Road Movies darstellt, ist nun einem doomigen, bluesigen und psychedelischen Stoner Rock Monster gewichen, dass sich sich schweißtreibend und zäh durch die flirrende Hitze Nevadas bewegt und dabei nicht allzu viele Gefangenen macht. Was kein Nachteil ist, aber mich Sand und Staub deutlich spüren lässt. Und die nächste Oase mit einem kühlen Bier ist noch verdammt weit entfernt, auch wenn mir mit „We Don’t Serve Their Kind“ und „Stokely Up Now“ der Aufenthalt zumindest musikalisch sehr angenehm gestaltet wird.

„Buddha Time (Everything Fine)“ lädt wider Erwarten nicht zum Meditieren ein und „Soldier Of Love“ ist glücklicherweise kein Cover von SADE, aber einer der schwächeren Songs des Albums, da hier ein zu oft zitiertes Riff sehr in die Länge gezogen wird. Auch „Boogie Woogie On Your Brain“ bringt mich noch nicht wieder auf die Überholspur der Begeisterung.
Erst „Ain’t No Runnin’“ und „That’s A Fact Jack“ trumpfen wieder gewaltig auf und es wird kräftig an den Fuzz-Reglern gedreht, während beide Songs entspannt vor sich hin grooven. Im vorletzten Song „Hustler Blues“ wird – zumindest im ersten Teil des Songs – kräftig dem Blues gehuldigt, bevor im zweiten Teil ordentlich auf das Pedal gedrückt wird. Ob dabei die im Refrain gestellte, sehr interessante Frage „How do you say no to a woman that makes you tea?“ zwischen den Saiten beantwortet wird, bleibt leider offen.

Aber – schon wenig später wird die oben erwähnte Oase mit dem erträumten, schon als Fata Morgana abgestempelten, doch nun erschreckend realen und kühlen Bier erreicht. Dort angekommen, muss man sich schon mal die Frage „Where You From Man?“ gefallen lassen, die – wahrscheinlich, weil im Dialog keine befriedigenden Antworten vom Gegenüber kamen – zu einem achtminütigem psychedelischen Gitarrenritt ausufert und das Album würdig abschließt.

BRANT BJORK AND THE LOW DESERT PUNK BAND haben mit BLACK FLOWER POWER ein unerwartet hartes, aber auch sehr abwechslungsreiches Werk abgeliefert, dass nahezu komplett überzeugen kann und zu jeder Tageszeit funktioniert – ob als Kick-Off für einen perfekten Start in den Tag, als Begleiter für Deinen Arbeitstag oder als musikalische Umrahmung für den Genuss des Sundowner’s zur Nacht – diese Praxis kann ich wärmstens (schon allein wegen der Wüste) zur Nachahmung empfehlen!…..(Jens)

Brant Björk

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