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The Oscillation – Live at Beursschourwburg, Brussels Jan 2014

The Oscillation - Live-cover(ch) The Oscillation wurde 2006 in London gegründet und veröffentlichte bis zum vorliegenden Live Album, 7 EPs und Alben. Die Bandmitglieder sind Demian Castellanos (Vocals, Guitar), Tom Relleen (Bass), Valentina Magaletti (Drums). Das vorliegende Live Album erschien am 26. Oktober 2014 via Cardinal Fuzz aus Leeds. Die Band ist anerkannter Teil der britischen Psychedelic Space Rock-Szene und legt mit „Live at Beursschourwburg, Brussels Jan 2014“ ein brillantes viertes Album vor, auf dem sie ihren Livesound bombastisch darbieten, mit Songs aus den Studioalben wie „Descent“, das aber die doppelte Spiellänge hat, oder „Future Echo“ mit der dreifachen Länge, in dem psychedelisch improvisiert wird und Emotionen zwischen Hoffnung, Verzweiflung und Aggression frei werden. Mit diesem Song endet das Album. Alle Songs wurden von Mastermind Demian Castellanos geschrieben, bis auf eine Ausnahme „Somewhere To Go“, das von Mick Farren ist. Ähnliches wird von Vibravoid aus Düsseldorf geboten, eine herausragende Live Band im Psychedelic-Rock Bereich, die auch in England hoch angesehen ist. Der Bass wird zumeist sehr prominent eingesetzt und bereitet mit dem Schlagzeug den Raum, in dem sich Gitarre oder Psycho-Orgel, als Sägen oder Effektschleudern, im kontrollierten Freak-Out austoben dürfen. Die Liveshows der Band werden begleitet von schrägen Lichteffekten des experimentellen Filmmachers und Lichtshowkünstlers Julian Hand. Er nutzt ganz traditionell analoge Techniken, um Filme und Lightshows voller wirbelnder, psychedelischer Farben zu kreieren. Er arbeitet mit Super 8 Filmen, farbigen Tinten, Geschirrspülmittel, Seifen und Acetat um seine visuellen Wunderwerke zu vollbringen. Bei dieser Band hören wir schon wieder die Gralshüter der Sechzigerjahre mit von Zorn verzerrtem Gesicht aufschreien. The Oscillation verfügt auch über Verzerrungen, allerdings stammen die viel eher von den elektrischen Gitarren, die sich orgiastisch in der Weite des Weltraums tummeln. Die Gruppe nun nur auf Pink Floyd (obwohl keine schlechte Adresse) zu reduzieren, würde der britischen Band nicht gerecht werden. Sie bewegen sich im Weltraum der psychedelischen Musik und bei ihrer von vielen obskuren Sounds aufgebauten Songs begegnet die Formation einigen Raumkapseln, die sich schon seit gefühlten Ewigkeiten im Orbit um den Planeten Psychedelic Rock befinden. Neben vielen extravagant-exotischen Klangspielereien hat auch der Hang zur Melodie eine Existenzberechtigung, wie „No Place To Go“. Die Vorführung ist definitiv gelungen und dafür klatscht man in den eigenen vier Wänden auch gerne Beifall und wäre doch lieber dabei gewesen auf dem Konzert in Brüssel. The Oscillation verfügt über ein sehr gut gefülltes Ideen-Fass, das dem Hörer in den insgesamt gut sechzig Minuten ausreichend anregende Unterhaltung bietet. Also lauschen wir den Klängen, die unserer Stereoanlage entfleuchen und nach deren Ausklang man sich einigermaßen musikalisch beruhigt und Tiefenentspannt wiederfindet….(Charly)

Die Songs auf dem Album:
No Place To Go
Corridor (part 1)
Corridor (part 2)
Descent
All You Want To Be
Out Of Touch
Somewhere To Go
Future Echo

The Oscillation

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