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A Swarm Of The Sun – The Rifts

cover(ch + to) Das schwedische Post-Rocker Duo Erik Nilsson und Jakob Berglund wird am 30. Januar 2015 ihr neues Album “The Rifts” veröffentlichen. Der Nachfolger vom großartigen Debüt “Zenith” wurde von Magnus Lindberg (Cult Of Luna, Refused, Khoma, Switchblade) abgemischt und gemastert und ist ein ebenso spannendes Konzeptalbum wie der Vorgänger – oder in den Worten der Band: „Die Rifts“ ist eine düstere und schöne Reise durch die inneren Landschaften des Herzens, der Seele und Verlust der Hoffnung, Träume, Isolation und die letzten Momente der Klarheit und der Erlösung. Unterstützt wurden sie dabei von Karl Daniel Lidén an den Drums, Anna Carlsson mit Gesang, Minna Heimo auf der Orgel und Robin Bergh (Aoria) am Vibraphon.

Beim Besuch der Ausstellung von Georg Baselitz im Haus der Kunst in München sah ich die schwarze Bilderserie aus den Jahren 2011 – 2013. Dabei kam mir die Musik von „A Swarm of the Sun“ in den Sinn. Welch eine Verschmelzung von verdunkelt, pastos, schön und kraftvoll wie in dieser Produktion.
BaselitzWaren die Musiker im Atelier von Baselitz und haben sich inspirieren lassen? Sicher nicht, denn Ihre Klangwelten, mit vielen schweren Post-Metal- und melancholischen Postrock-Texturen, kommen aus der inneren Landschaft, wie sie dort auch in vielen eigenwilligen Filmen projiziert wird. Das ist ihre Inspiration.
Das Dunkle lag den Schweden und den nordischen Völkern allgemein schon immer etwas mehr.

Die Soundcollagen sind überwältigend, das spannende Wechselspiel zwischen laut und leise ist ergreifend. So das man unwillkürlich mit seinen Kopfhörern, abgeschottet von der Außenwelt, in diese Stimmungslandschaften hinein treiben kann.
Das Intro „There’s Blood on Your Hands“ beginnt abwartend. Getragene Klavierskizzen untermalen und prägen das erste Stück. Man ist gespannt was kommt und was noch passieren mag.
„Infants“ kommt zuerst verhalten, dann mit sphärischen Synthesizer-Klängen, bedachten Gesangsparts und dann mit einer sich abrupt aufbauenden Gitarrenwand daher. Gleißend, machtvoll sowie mit emotionalen Ecken und Kanten. Was für ein dynamisch und dramatisch anmutender Titel.
Mit dem Zwischenspiel „The Nurse“ geht es hinein in ruhige Gewässer. Man fliegt dazu gedanklich über einsame und unwirkliche Landschaftsnuancen.
Energiegeladen baut sich in „Incarceration“ eine düstere Art Schwermut auf. Die Vocals werden spärlich, mehr geflüstert als gesungen. Aber im richtigen Moment wird dazu auch kraftvoll und gefühlsbetont in die Saiten gegriffen.
„The Warden“ driftet monumental-episch, in ergreifender Schönheit zu berührender Tiefe, bis die eigenen Synapsen darin versinken. Mit fast klassisch anmutenden Klaviertönen wird in das getragene „Years“ eingetaucht und man stimmt sich auf „The Rifts“ ein.
Bei diesem pochendem Rhythmus, wartet man unablässig auf das Kommando, das dieser Song eine andere Richtung einschlägt. Dieser marschiert aber unaufhaltsam, mit seinem antreibenden Takt nach vorn und erzeugt somit eine melancholisch verhaltene Stimmung.
Das über 10 Minuten lange Stück „These Depths Were Always Meant for Both of Us“ ist der Höhepunkt des Machwerks, Es beginnt mit ruhigen Passagen. Und setzt zwei Minuten später, wie eine Sturmfront, mit dramatischen Schlagzeug- und Gitarrenrhythmen ein. Der Song pendelt mit geflüsterten und verhaltenen Gesangspassagen aus. Man glaubt zum Schluss, das man bis auf den tiefen Landschaftsboden dieser Nummer vorgedrungen ist.
Das letzte Stück „All the Love and Glory“ lässt das Album in epischer und orchestraler Manier ausklingen. Eindringlich und intensiv beschallt, lässt man sich danach unwillkürlich in den Sessel zurück sinken.
bandIhre düstere akustische Reise in die inneren Landschaften des Herzens ist wahrlich nicht einfach zu umreißen aber sie präsentieren ja auch keine einfache musikalische Kost. Hier gibt es weniger oberflächlich Leichtes zum abtanzen sondern eher melancholisch Tiefgründiges zum zuhören…..( Charly + Tom)

Das Album erscheint auch als 180g Doppel-LP.

01. There’s Blood on Your Hands
02. Infants
03. The Nurse
04. Incarceration
05. The Warden
06. Years
07. The Rifts
08. These Depths Were Always Meant for Both of Us
09. All the Love and Glory

A Swarm Of The Sun

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Januar 2015
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