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Ruby the Hatchet – Valley of the Snake

CoverJeder Plattenkäufer kennt das: Gibt es ein schönes Cover, welches das Auge in Verzückung versetzt, wird die Neugierde für die Musik gleich viel größer. Handelt es sich wie hier von RUBY THE HATCHET (auch ein toller Bandname übrigens!) stilistisch dann auch noch um ein präferiertes Genre, steigt die Erwartungshaltung zusätzlich an. Denn zu dem schönem Cover gehört eben auch tolle Musik.
Denn der Klang ist viel besser und voluminöser als beispielsweise bei alten Jex Thoth-Sachen. Bei den fein eingeflochtenen Psychedelica habe ich immer wieder Bilder von der Weite endloser amerikanischer Landschaften (die Band stammt aus Philadelphia) im Sinn. Auch Wüsten, in denen Schlangen, Dämonen und Behemoths, die in den Liedern besungen werden – leben.
Mit „Heavy Blanket“ startet die Trackliste. Es hat eine mystische Aura mit Unterstützung der Orgel. Bereits hier zeigt die Band dass sie zu gutem Songwriting fähig ist. Die Orgel und Gitarren spielen sich gegenseitig zu, zur Abgabe einer schönen, gewebten Harmonie.
„Tomorrow Never Comes“ ist mein Favorit und schwerster Datensatz. Es verfügt über ein akustisches Intro, das die Ruhe vor dem Sturm ist. Das Hauptriff ist eine einfache Doom Metal Melodie. Die Texte haben ein eindringliches, besitzergreifendes Gefühl. Alle Schönheit muss sterben, so kommt es einem vor. Der Track bietet einige Tempowechsel, die für Abwechslung sorgen.
„The Unholy Behemoth“ ist eine trippy Nummer mit entspannter Chill-Atmosphäre, dem der düstere Titel „Demons“ folgt. Und es klingt wie eine Verfolgungsjagd in einem übernatürlichen Thriller-Film.
Der Titeltrack schließt das Album ab. Es ist eine weiche Melodie, erinnert an die Tradition von etlichen 70er Alben. Beruhigend ist das beste Wort um es zu beschreiben. Jillians Stimme ist hier sehr elegant, ein Hippie-Gefühl kommt auf.
Ruby-the-Hatchet-Valley-of-the-Snake-02-500x266RUBY THE HATCHET ist ein Knock-off. Sie haben ihren eigenen Sound, sind aber in der gleichen Nachbarschaft zu Uncle Acid & the Deadbeats. Mit ihrem 2. Album ist ihnen ein großer Wurf gelungen. RUBY THE HATCHET bietet 70er Rock, Doom und Stoner in Einem. Sehr markant sind die Vocals von Frontfrau Jillian Taylor. Mit treibenden und tiefer gestimmten Gitarren und einem melancholischen Gesang werden die einzelnen Stücke zu einem Hochgenuss serviert. „Valley Of The Snake“ bietet mit den Songs Heavy Blanket, Vast Acid, Tommorrow Never Comes, The Unholy Behemoth, Demons und dem Titelstück eine Extraklasse für sich. Einflüsse älterer Bands sind Deep Purple, Led Zeppelin und Black Sabbath, wobei sie musikalisch natürlich keine Eins-zu-Eins-Kopie dieser Bands darstellen. Die Band klingt selbstständig und hat ihren eigenen Wiedererkennungswert. Ich glaube, in der kommenden Frühjahr-Sommerzeit könnte ihre Musik sehr gut funktionieren, denn RUBY THE HATCHETs Psychedelica-Doom ist irgendwie Sommer-Doom. Hitze-Doom. Festival-Doom…..(Charly)

Erschienen am 24. Februar auch als Farbvinyl via Tee Pee Records.

Tracklist:
1. Heavy Blanket
 2. Vast Acid
 3. Tomorrow Never Comes
 4. The Unholy Behemoth
 5. Demons
 6. Valley of the Snake

http://thehatchet.bandcamp.com/

Ruby the Hatchet sind:
 Jillian Taylor – Vocals
, Johnny Scarps – Guitar, 
Mike Parise – Bass, 
Owen Stewart – Drums
, Sean Hur – Organ

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März 2015
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