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Up In Smoke Nr. 5 am 9. 3. 2015 im Feierwerk München mit Colour Haze + Radio Moscow + Mars Red Sky

Up In-Poster(ch) Seit dem Jahr 2011 existiert die Konzerttour „Up In Smoke“. Mittlerweile läuft die fünfte Ausgabe dieser Europatour. Organisiert von Sound of Liberation, präsentieren sie dieses Mal die Bands Colour Haze, Radio Moscow und als Special Guest Mars Red Sky. „Up In Smoke Volume 5“ machte am Montag, den 9. März Station im Feierwerk München, dem ehemaligen Leonhard Moll Gelände. Ich kam um 19 Uhr auf dem Gelände an. der Parkplatz vor der Eingangstür war frei wie immer, klasse! Die ersten 20 Leute waren da, als das Konzert lief, waren es dann doch ca. 300 Fans. Colour Haze nur für sich garantieren schon für eine volle Hütte.
Seit 1986 beherbergt das Gemäuer Musikmonster wie mich, die ausziehen, um fette Riffs zu hören.
Der Soundcheck lief bereits, als ich die Halle 5 Minuten später betrat. Pünktlich um 19:30 Uhr krabbelten Mars Red Sky auf die Bühne vom Hansa 39, die im vorderen Bereich dess Raums steht. Mars Red Sky präsentierten ausgefeilten Stoner Rock vom Allerfeinsten. Fetter, dröhnender Gitarren- und Basssound mit tollen Riffs und wunderbar ausgearbeiteten Melodiebögen, dazu die Stimme von Julien Pras. Sie glich dem betörenden Vokal-Organ einer Krankenschwester, die dich auf ihren Engelsflügeln in die Ausnüchterungszelle trägt. Echt krankes Material – aber gut und vor allem sehr, sehr intensiv und gefühlvoll und welches ich in Stonerkreisen so noch nicht zu hören bekam.
Auch handwerklich gab’s bei den Jungs rein gar nichts auszusetzen. Mit Songs wie „Strong Reflection“ und „Curse“ hatten sie das Publikum von der ersten Sekunde an im Griff. Sie waren ganz schön mit ihren Gerätschaften beschäftigt und zauberten aus ihren Instrumenten verblüffend sphärische Klangteppiche. Die Stücke gingen allesamt sehr gut rein. Um 20:20 Uhr war das bedauerliche Ende ihrer Vorstellung gekommen.

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20:40 Uhr. Der Auftritt von Radio Moscow. Dem Trio aus Iowa mit derzeitigem Wohnort San Diego gelang es souverän, die Halle weiter aufzuheizen, indem sie kompromisslos und brachial ihr kantiges, stereotypenfreies Bluesrockgebräu in die Meute schleudern.
Im Mittelpunkt steht dabei Parker Griggs, der mit aggressivem Gesang – er bellt förmlich ins Mikro – und einem extrem zackig-harten Gitarrenanschlag die Band vorwärtstreibt. Radio Moscow sind eine einzige Naturgewalt. Fans die ihre Mähnen schüttelten, mit den Füßen stampften, in die Hände klatschten und Luftgitarre spielten, dazu wah-nwitziges Riff/Solo/Drum-Gewichse, in dem eine stoische, abgefuckt coole Bassline im Hintergrund alles zusammenhält.
Anthony Meier schüttelt, hämmert und drischt hektisch mit seinen Percussionelementen um sich, Parker Griggs legt mehrere Rhythmus- und Sologitarrenspuren übereinander. Es quietscht, es feedbackt, es groovt. Bei dem rhythmischen „Gypsy Fast Woman“ und „These Days“ braucht man keinen Joint, um high zu werden. Nicht schlecht, der Laden erfuhr gewaltige Vibrationen und Erschütterungen, die das Gleichgewicht gehörig durch schüttelnden. Leider war ihr Auftritt um 21:45 Uhr wieder zu Ende. Stimmungstechnisch hätte es nicht besser laufen können.

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Nach abermals flottem Umbau und Einjustieren der von einem eigens hierfür zusätzlich zum Lichtmixer agierenden Fach-Psychedeliker, der den Öllampen-Projektor bediente, gehörte die Bühne ab 22:10 Uhr Colour Haze. An diesem Montag war das Trio einfach nicht zu schlagen. Dabei half die einfach erlesene Setlist, die u.a. “She Said”, „Get it On“und “Circles” umfaßte. Koglek lässt die Gitarre höher und seine Stimme tiefer stimmen, somit kamen seine die phantastischen Gitarrenparts noch mehr zur Geltung. “Breath” und “Lights” bildeten weitere Höhepunkte eines phantastischen, rauschhaften Gigs das zwischen warmen, trancelastigen Melodien und tiefverzerrten Riffparts wandelt.
Der Gesang von Stefan Koglek bleibt eher schemenhaft, da die instrumentale Ebene im Vordergrund steht. Somit wirkt der Gesang wie ein zusätzliches Melodieinstrument. Rasthofer am Bass und Merwald an den Drums lieferten das Ihre hervorragend dazu.
Es ist schon erstaunlich, welch ein Zusammenhalt in der Band herrscht, und das über 20 Jahre. Mit den bisher erschienenen dreizehn Alben entwickelte sich das Trio aus München ständig weiter. Es experimentierte u.a. mit Jazz- und Worldmusic-Einflüssen. Im Kern jedoch blieb immer der staubige Sound von „Palm Desert“ und „Kyuss“. Ihr Hauptgig endete um 23:50 Uhr. Die Anwesenden gaben keine Ruhe, was bei ihrem Auftritt kein Wunder war, also gab es noch eine Zugabe, eine 20 Minuten Nummer.
Ende der Vorstellung um 24:10 Uhr, ein berauschender, voluminöser Abend mit 3 tollen Bands hat uns alle sehr zufrieden gestellt……(Charly)

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alle Photos: Jens Wassmuth

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