rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Henrik Freischlader – Live 2014

Frei cover(vo) Aus Zoetermeer, Hengelo, Bochum, Schweinfurt und Ulm stammen die Aufnahmen auf diesem Silberling, der mit einem satten Sound daherkommt. Mixer & Master Martin Meinschäfer und Produzent Henrik haben großartige Arbeit abgeliefert, letzterer natürlich auch auf den Bühnenbrettern. „Night Train To Budapest Farewell Tour“ hieß es im Herbst 2014 auf Plakaten und Flyern, und bei den 18 Terminen dieser Tour durch fünf Länder Westeuropas zelebrierten Henrik-Gitarre und Gesang, Theofilos Fotiadis-Bass, Dirk Sengotta-Schlagzeug und Moritz Fuhrhop an den Tasten die Hohe Kunst des knackigen, bluesbasierten Rock. Und gebluest wurde natürlich auch.
Und was mir bei den Aufnahmen auffällt und hervorzuheben ist: das Ganze ist keine Freischlader Ein-Mann-Show mit Begleitung. Nur bei Song Nummer neun, dem Guitar Intro, ist er solo auf weiter Flur, ansonsten ist die Band und das Bandgefüge der Weg, das Ziel und die Erfüllung.
Theofilos und Dirk grooven was Saiten und Felle und Sticks hergeben, pushen und powern die Chose nach vorne, und Moritz? Immer auf gleicher Höhe mit Henrik, sei es im Call and response, Solo oder als Saitensoundfüllung im besten Sinne des Wortes.
Die Band spielt Songs aus einigen der bisher sechs erschienenen Freischlader Studioalben, die seit 2006 die Bluesrockwelt erfreuten, „Live 2014“ ist außerdem das fünfte Livealbum in diesen neun Jahren.
Zusammen eine bis hierher beeindruckende Bilanz, die nun erstmal endet, denn Henrik wird eine Kunst-Pause einlegen.
Und ob und wie er wieder in der Musikwelt als Musiker erscheint……als Labelchef ist er ja auch weiterhin aktiv.
Er ist gut bei Stimme, seine Saiten variieren Tempo und Härte, shuffeln, swingen, rocken und bluesen und im Falle des schon erwähnten Guitar Intro sehr reduziert, zurückhaltend, melancholisch.
Kein Ton zuviel.
Und es muß nicht immer und jedesmal eine Hendrix Nummer dabei sein…..obwohl das bei dem einen oder anderen Konzertbesucher noch mehr Feuer und Flamme entfachte.
„Desert Love“ und „Disappointed Woman“ ragen für mich in dem knapp 65-minütigen Menü heraus.
Hier die gefühlvollen, slowen Gitarren- und Tastenläufe, dort das temporeiche, druckvolle und voll powernde Gegenteil.
Und kurz vor Schluß: Henrik, alles Gute auf dem weiteren Weg…..und Theofilos, Dirk und Moritz wünsche ich das natürlich auch.
In 2006, kurz nach der Veröffentlichung seines ersten Albums „The Blues“, erlebte ich Henrik bei einem Interview hier bei mir in Hilden, und zwei Wochen später sendeten wir zusammen mit meinem Radiokollegen Viktor eine dreistündige Sendung bei unserem damaligen Internetsender „WeLoveTheBlues“, dabei stellte Henrik unseren Hörern „seine“ Lieblingsmusik vor…..fällt mir gerade beim Schreiben der Rezi ein. Eine schöne Erinnerung und die Gewissheit, dass der geborene Kölner und in Wuppertal residierende dem Genre in den neun Jahren ganz schön einheizte, und neues Leben einhauchte….(Volker)

Die Songs:

01 – A Better Man (6:08)
02 – Too Cool For Me (8:46)
03 – Disappointed Woman (9:23)
04 – Shine A Light (8:07)
05 – Keep Playin‘ (5:59)
06 – Everything Is Gone (4:19)
07 – Point Of View (5:50)
08 – She Ain’t Got The Blues (6:28)
09 – Guitar Intro (4:19)
10 – Desert Love (11:21)

In unserem Blog noch mehr zum Thema:

Cable Car Records

Einsortiert unter:Album Reviews, Blues, Rock, , , , ,

April 2015
M D M D F S S
« Mrz   Mai »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Heavy On Sunday – Leeuwarden, 26.11.17

Ten Years After im Metropool/Hengelo 08.12.17

Freak Valley X-Mas Fest im Vortex/Siegen am 09.12.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: