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Layla Zoe – Live At „Spirit Of 66“

laylazoelivecover„Where the music takes us, is a spiritual place!“

(ro) Der Kanadierin Layla Zoe gelingt es immer wieder, mich mit ihrer facettenreichen, kraftvollen Stimme in den Bann zu ziehen.
Wahrscheinlich resultiert das daher, dass Layla sehr oft mit Janis Joplin verglichen wird. Das ist natürlich so falsch nicht, da sie mit einer ähnlich dynamischen, druckvollen Stimme gesegnet ist, die zudem mit ihrer enormen Energie, ihrer Klangfarbe und ihrem Timbre ihresgleichen sucht.

Obwohl natürlich jedweder, so auch dieser Vergleich hinkt, denn Layla Zoe bietet auf jeden Fall Eigenständiges, ja Unverkennbares.
Nachdem Layla Zoe bereits fünf in Kanada erschienene Alben vorweisen konnte, tat sie sich im Jahre 2011 mit dem prominenten Wuppertaler Henrik Freischlader zusammen, und sie veröffentlichten gemeinsam auf „Cable Car Records“ das Album „Sleep Little Girl“ und in 2013 „The Lily“ ( hier bei uns nachzulesen).
Dieses ihr neues, erstes Live-Album ist für mich ein absolutes Highlight. Keine Frage.
Und dies ist auch kein Wunder, wurde es doch in einem meiner liebsten Live-Clubs mitgeschnitten, nämlich in dem fast schon legendären „Spirit Of 66“ in Verviers ( einem gemütlichen 55tsnd.-Einwohner-Städtchen im Osten Belgiens).
Natürlich hat auch bei diesem Konzertmitschnitt der Chef des „Spirit“, Francis Geron, persönlich am Regler dafür gesorgt, dass die wunderbare, mitreißende Atmosphäre perfekt in den Ohren des Hörers/der Hörerin landet.
Also ab in den Player damit, alle Lichter dimmen, sich zurücklehnen und die Gedanken auf Wanderschaft gehen lassen…

laylazoelivecoverbackUnd sogleich kristallisiert sich für mich als einer meiner persönlichen Lieblingssongs dieser Platte der eröffnende Track „I’ve Been Down“ ( erschienen auf dem Album „Sleep Little Girl“) heraus.
Hier werden dem Hörer im Zusammenspiel mit Jan Laacks (Gitarre & Backing Vocals), Gregor Sonnenberg ( Bass & Backing Vocals), Hardy Fischötter (Schlagzeug) und Layla Zoe`s wandlungsfähigem Gesang die Ohren mächtig durchgespült.
Perfekt untereinander abgestimmt und mit druckvoller Intensität werden hier Einblicke in persönliche Erfahrungen gewährt. Wir hören, was daraus wird, wenn man sich einmal alle seine Ängste eingesteht und dabei entdeckt, dass die meisten Niederlagen auch Siege beinhalten. Oh ja, dem kann ich vollsten Herzens zustimmen. In solch einem Moment wirft Layla`s Soul einen unsentimentalen, tiefen Blick in die hinteren Winkel der Seele.

Ebenso gehört für mich der Song „Never Met A Man Like You“ zu den Sahnestückchen, die aus dem Vollen schöpfen, ohne dabei Überflüssigkeiten hervor sprudeln zu lassen. Eindringlich ist er, vorwärts preschend, fast schon enthemmt schön. Nein, auch hier werden Gefühle nie dem Kitsch ausgesetzt, sondern sie weisen stets eine reflektierte, sich im Zaum haltende, aber darum umso beeindruckendere Attitüde auf.

Keinen Tick weniger inspiriert fällt z.B. „In Her Mother`s House“ aus, ein rastlos-schönes Lied, welches den Hörer auf eine imaginäre Reise „nach Hause“ mitnimmt. Layla Zoe gelingt es quasi in jeder Zeile, das Herz zu berühren, ohne dabei schmachten zu müssen oder mit tränenfeuchter Stimme herum zu krakeelen. Dazu ziehen die drei Herren Jan Laacks, Gregor Sonnenberg und Hardy Fischötter ungeheuer lässig, erdig und mitreißend, sämtliche musikalischen Trümpfe aus der Tasche. Wunderbar.

Drei Cover-Stücke gibt es auch, nämlich zum einen eine ausführliche Interpretation von „It`s A Man`s World“ aus dem Jahre 1966, geschrieben von James Brown und Betty Jean Newsome, welche dem anwesenden Publikum im „Spirit Of 66“ offensichtlich sehr gefällt. Zum anderen gibt es noch „Yer Blues“ vom „The White Album“ der Beatles aus dem Jahre 1968 und ganz zum Schluss eine zweiminütige a-capella-Kurz-Variante von „Let It Be“ aus dem Jahre 1970.

Oh ja, ich kann sagen, dass dieses Doppelalbum ein perfektes Live-Erlebnis vermittelt. Fast jedenfalls – denn keine Konserve kann 100%ig das Live-Erlebnis ersetzen. Das versteht sich von selbst.

Ich würde Stein und Bein schwören, dass fast jeder, der dieses Album hört, aufhorcht und intensive Überlegungen anstellt, ob er oder sie nicht doch unbedingt bei einem der nächsten Live-Konzerte von Layla Zoe und ihrer Band anwesend sein sollte.
Das wäre dann zum Beispiel am 29.05.2015 im „Spirit Of 66“ in Verviers oder am 19.11.2015 in der „Harmonie“ in Bonn (Angaben ohne Gewähr)……..(…Rosie..)

Weitere Termine kann man hier im Tourplan erfahren:
http://www.layla.ca/on-tour

Songliste:

CD 1:
01. I’ve Been Down  // 02. Pull Yourself Together // 03. I Choose You // 04. Green Eyed Lover // 05. Gemini Heart // 06. In Her Mother’s House // 07. They Lie
CD 2:
01. The Lily  // 02. Why You So Afraid // 03. Never Met a Man Like You  // 04. It’s a Man’s World  // 05. Yer Blues // 06. Let It Be

Besetzung:
Layla Zoe – Vocals
Jan Laacks – Gitarre & Backing Vocals
Gregor Sonnenberg – Bass & Backing Vocals
Hardy Fischötter – Schlagzeug

All Songs written by Layla Zoe & Henrik Freischlader
Released by Cable Car Records
Coverfoto: Timo Wilke

www.layla.ca
www.cablecarrecords.com

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