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Layla Zoe – The Lily

laylazoe(ro) Bereits fünf in Kanada erschienene Alben kann die aus British Columbia stammende Layla Zoe vorweisen, nämlich „You Will“, „Shades of Blue“, „Hoochie Coochie Woman“, „Live at Errington Hall“ und „The Firegirl“.
Im Jahre 2011 tat sich Layla Zoe mit dem prominenten Wuppertaler Henrik Freischlader zusammen, und sie veröffentlichten gemeinsam auf „Cable Car Records“ das Album „Sleep Little Girl“.
Ihre aktuelle CD heißt nun „The Lily“, sie erschien als wunderschön gestaltetes Digipack gestern,  am 30. August 2013 und enthält elf großartige Songs.

Henrik Freischlader ist nicht nur der Produzent dieser CD, sondern er kümmert sich außerdem um Gitarren, Bass, Drums und die Backing Vocals. Unterstützt werden sie von Moritz Fuhrhop an der Hammond.

Auf diesem Album wird dem Hörer/der Hörerin moderner Blues präsentiert, welcher nie dem Kommerz oder Mainstream erliegt und der zugleich locker genug gelingt, um nicht auf den Magen zu schlagen.
laylazoehintenMich persönlich bringt die Musik von Layla Zoe zurück in ganz andere, sprich vergangene Zeiten. Das resultiert wahrscheinlich daher, dass Layla sehr oft mit Janis Joplin verglichen wird. Das ist natürlich so falsch nicht, da sie mit einer ähnlich facettenreichen, kraftvollen Stimme gesegnet ist, die zudem mit ihrer enormen Dynamik, ihrem Druck und Timbre ihresgleichen sucht.
Obwohl natürlich jedweder, so auch dieser Vergleich hinkt, denn Layla Zoe bietet auf jeden Fall Eigenständiges, ja Unverkennbares.
Allein mit ihrer Stimme drückt sie jedem Lied einen ganz persönlichen Stempel voller künstlerischer Funken auf.
Als Teenager, so erinnere ich mich, war ich absoluter Fan der Janis – die schwarzen Vinylplatten hab ich so oft gehört, dass sie dann irgendwann unbedingt etwas Neuem weichen mussten. Zum Beispiel denen des Neil Young.
Diesen erwähne ich hier, weil es auf der CD „The Lily“ einen großartigen Coversong gibt, nämlich den Track elf: „Hey, Hey, My, My, Rock And Roll Will Never Die“, im Original von Neil Young & Jeff Blackburn (mit dem Young 1977 in der Band The Ducks spielte), und der auf deren LP „Rust Never Sleeps“ zu hören ist.
Ganz klar, dies erweckte natürlich sogleich meine Neugier und ich möchte sagen: diese intensive, fast schon verstörend bluesige Interpretation der Layla Zoe samt virtuos arrangierter, mäandernder Gitarre von Henrik Freischlader ist für mich das heimliche Highlight dieses Albums.
Ein ungefähr 35 Jahre alter Song wurde hier in einen modernen Kontext gesetzt ohne den Spirit zu verhunzen.
Die Zeile „Out of the blue and into the black / They give you this, but you paid for that “ nimmt man Layla Zoe sofort ab, Bilder und Assoziationen tauchen unablässig vor dem inneren Auge auf.
Sicherlich gingen bei Neil Young und Jeff Blackburn die Daumen nach oben, wenn sie diese Version hören würden oder vielleicht sogar schon gehört haben.

laylazoetour Der Track fünf, „Never met a Man like you“ gehört für mich zu den famosen Liedern, die aus dem Vollen schöpfen ohne dabei Überflüssigkeiten hervorsprudeln zu lassen, und deren Lyrics mit der Feder eines reinen Herzens geschrieben worden zu sein scheinen.
Keinen Tick weniger inspiriert fällt „Why You So Afraid“ aus, bei dem Henrik Freischlader ungeheuer lässig, erdig und mitreißend, sämtliche musikalischen Trümpfe aus der Tasche zieht.

Layla Zoe und Henrik Freischlader vermögen einerseits ernste, musikalisch fesselnde Akzente zu setzen, andererseits ertönen aber auch so klare, wahnsinnig unverkrampfte Lieder wie „The Lily“ und „I Choose You“.
Songs, die Tiefe haben und es auch nicht an Würze fehlen lassen. Denn nicht zuletzt stecken Geschichten dahinter, die erzählt gehören.
Völlig unschmalzig fangen sie den Reiz dieser lebendigen Platte ein. Und immer klingt Layla Zoes Stimme direkt und absolut stark in der Musik verankert.

Ein fesselndes Album ist „The Lily“, welches sich nicht um ausgeklügelte Marketingstrategien oder irgendwelche Erwartungen kümmert, sondern sich die Freiheit nimmt, seine musikalischen Ziele und Visionen ungefiltert umzusetzen. (…Rosie..)

Besetzung:
Layla Zoe – Vocals
Henrik Freischlader – Guitars, Bass, Drums & Backing Vocals
Moritz Fuhrhop – Hammond Organ

Songliste:
Glory, Glory, Hallelujah (Gospel Traditional)   // 02. In Her Mother’s House  // 03. Green Eyed Lover  // 04. Gemini Heart  // 05. Never Met A Man Like You  // 06. Why You So Afraid  // 07. Father  // 08. The Lily  // 09. I Choose You  // 10. They Lie  // 11. Hey, Hey, My, My (Neil Young & Jeff Blackburn).

Fotos und Layout: Timo Wilke
website: http://www.layla.ca
Label: Cable Car Records
Release: 30. August 2013

Einige Tourdaten (ohne Gewähr):

Sept. 13. // Spirit of 66-Verviers, BELGIUM
Sept. 14. // Le Magick-Jambes, BELGIUM
Sept. 18. // Downtown Bluesclub-Hamburg, GERMANY
Sept. 19. // Music Hall-Worpswede, GERMANY
Sept. 20. // Musiktheater Piano-Dortmund, GERMANY
Sept. 21. // Schwarzer Adler-Rheinberg, GERMANY
Sept. 24. // Museumskeller-Erfurt, GERMANY
Sept. 25. // Kulturbastion-Torgau, GERMANY
Sept. 26. // Maschinenhaus-Berlin, GERMANY
Sept. 27. // Blues Garage-Hannover, GERMANY
Sept. 28. // Tholi-Rheine, GERMANY
Okt. 02. // Kulturladen-Konstanz, GERMANY

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