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The Blues Overdrive – Clinch

cover.600x600-75(vo) Ich lernte im Laufe meines 59jährigen Daseins schon so einiges an tollem Blues kennen und lieben. Aber sehr selten hab ich in den letzten Jahren ein solch entspannt spannendes Album geniessen dürfen. Einfach herrlich, was Gitarrist und Sänger Martin Olsen da an Kompositionen mit ins Cherry Recording Studio in Copenhagen nahm, denn neun der zehn Tracks stammen aus seinem Fundus.

Da lacht das Herz im Leibe des Hildener Bluesliebhabers Volker über knapp 40 Minuten in voller Lautstärke wenn Martin, der zweite Gitarrist Andreas Andersen, Thomas Birck am Bass & Resonator und Lars Heiberg am Schlagzeug das jeweilige Handwerkszeug in die Hand nehmen und uns demonstrieren, das Minimalismus im Blues eine sehr große Stärke sein kann. Kein überflüssiger Ton, keine Saitenakrobatik, kein Schnick-Schnack, nix bis zur Unkenntlichkeit produziertes, nix poliertes, nix langweiliges, nur pur-feiner Blues, immer auf den Punkt gespielt, Blues Ökonomie und Ökologie der besonderen Art.

Unsere verehrte Kollegin Rosie hat an dieser Stelle im November 2012 die erste komplette CD der vier Herren rezensiert, sie machte aus ihrer Begeisterung, genau wie ich nun an diesem Platz, auch kein Geheimnis.

Die Songs dieses Albums geniesse ich zur Zeit sehr oft auf der Heimfahrt vom Arbeitsplatz in Wuppertal: Twingo-Stoffschiebedach bis zum Anschlag auf, Laid Back- und Cruisegänge eingelegt, und der Blues Overdrive schallt dem Fahrer ein ständiges Grinsen ins Gesicht, nix „Highway To Hell“ (Ausnahme: die ersten beiden Worte „Livin` Easy“), sondern „Lay Your Burden Down“.
Ob „Pistol Blues, Rolling Thunder oder Woman Of Love“, das schnullert und schubbert, cruist und laid-backt sowas von herrlich tiefentspannt aus den Boxen, da wird die Heimfahrt zum noch größeren Spaß!

Ein Meister der weggelassenen Gitarrentöne, der Duke aus Rhode Island, Duke Robillard, unterstützt die Band bei zwei Titeln, „Three Time Lover“ und „Daughter Of The Devil“.
Und diese „Daughter Of The Devil“, die einzige Fremdkomposition, stammt von einer der großartigsten Stimmen im modernen Blues, John Nemeth. Die Interpretation der dänische Herren wird John erfreuen und begeistern, davon bin ich überzeugt!
Außerdem greift bei „Cherry“ noch der Lap-Steel Gitarrist Joel Paterson beherzt zu.

Und wenn der letzte Song, „Aurora“, ein Slow-Blues, ausklingt, klickt der rechte Zeigefinger automatisch auf die Repeat Taste, zum wiederholten Overdrive Blues aus Dänemark….(volker)

Tracklist:

Pistol Blues, Rolling Thunder, Three Time Lover, Woman Of Love, Daughter Of The Devil, Jelaous, Cherry, Lay Your Burden Down, Living Here Without You, Aurora

The Blues Overdrive

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