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Warren Haynes – Angels & Dust

Warren Haynes Ashes & Dust CoverDas musikalische Wunderkind legt sein drittes Soloalbum vor.
Es geriet zu einem seiner persönlichsten Statements ever – logo, dass er dabei den Blick ins Innerste seiner Seele freigibt. Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Das Album zeigt eine Seite von mir, die anders ist als alles, was ich bisher gemacht habe.“ Das kann man wohl sagen…

Gov’t Mule- und Allman Brothers-Aficionados aufgepasst: Hier kommt kein Rock- sondern ein lupenreines folk- bzw. bluegrassgetränktes Americana-Album. Und zwar eines, wie es in dieser Intensität und Gefühlsdichte nur Wenige zu initiieren vermögen. Haynes gehört dazu.

„Die Art von Folkmusik, mit der ich in North Carolina aufgewachsen bin, ist stark von keltischer Musik geprägt, denn in meiner Heimat gibt’s eine Menge Schotten oder Iren – und ich bin in den Bergen aufgewachsen, und die Mischung all dieser Einflüsse nannte man dort eben ‚Mountain-Musik‘, aber in Wirklichkeit ist das Bluegrass und Folk und keltische Musik. All das begleitet mich schon lange.“

Haynes ist für seine Hingabe zum Experimentieren und zur Eklektik bekannt. Im Bewusstsein, bei diesem Album eine auf Folk basierende Herangehensweise zu verfolgen, holte er die aus New Jersey stammende Americana-Band Railroad Earth mit ins Boot. Das sind Brüder im Geiste, wird sich Haynes wohl gedacht haben. Die Band spielt seit 15 Jahren Roots-Musik auf zahlreichen, vornehmlich akustischen Instrumenten.

„Zwischen ums stimmt die Chemie einfach. Die Jungs von Railroad Earth verpassen den Songs ihre persönliche Note – gleichzeitig sind sie Meister der Interpretation“.

Mit dem hörbaren Ergebnis, dass – neben Haynes’ Gitarrenparts – Banjo und Geige den Sound der Platte dominieren. Insbesondere die Fiddle passt sich durch ihre seufzend-klagende Grundierung der Haynesschen Intention von Melancholie und Herzschmerz perfekt wie ein Handschuh an.

Zur Soundoptimierung benutzte Haynes eine stilechte D’Angelico-Gitarre.

Warren Haynes Ashes & Dust Backcover

 

 

 

 

 

Neben Railroad Earth lud Haynes noch Singer/Songwriter Shawn Colvin, Harpplayer Mickey Raphael, Sängerin Grace Potter sowie Oteil Burbridge (Bass) und Marc Quionones (Percussion) ins Studio.

Fazit: Hier ist nix mit Abrocken à la Gov’t Mule oder Allman Brothers Band.
Es ist eine Platte zum Runterkommen in allerbester All-American-Songbook-Tradition.
Und – wer weiß – irgendwann selbst dazugehörend.

(Heinz W. Arndt)

Warren Haynes featuring Railroad Earth
„Angels & Dust“
13 Tracks
TT 79:16 min
Mascot Label Group / Rough Trade

Auch als Deluxe Edition (2 CDs) und 2 LP + MP3 Set erhältlich

Einsortiert unter:Album Reviews, Folk, Rock, ,

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