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musikalisches schreibkollektiv

Neuerscheinungen, die uns im Juli 2015 aufgefallen sind.

Juli-2015(ch) Ein bunte Mischung Psychedelic, Doom, Stoner und Postrock, aus Griechenland über Wales bis in die USA. Alle diese Bands finden Musikalisch zusammen, mit leichten Eigenheiten ihrer Herkunft. Sie sind leider selten oder auch gar nicht in Zeitschriften zu finden, aber dafür gibt es ja unseren Blog. Keine Spur von Mainstream und Plattheit, einfach nur gute, selten gehörte Musik.

MeltonCarlton Melton – Out To Sea

„Out To Sea“ ist die bisher fokussierteste Arbeit von CARLTON MELTON: Die Reise ist lang; die Reise ist lustig. Die Band verließ ihr heimisches Gefilde und stieg auf ihren fliegenden Teppich, um die Zelte für ein drogengeschwängertes Wochenende im Juni 2014 im El Studio in San Francisco mit Phil Manley (THE FUCKING CHAMPS/TRANS AM) auf dem Produktionssessel aufzuschlagen. Manley spielt Gitarre auf „Similarities“ und Synthie auf „Peaking Duck“. Auf „Out To Sea“ verorten CARLTON MELTON ihre Vision von Psychedelica und machen sich auf zu neuen Soundwellen und fernen Horizonten – mit massiven Rhythmen, abgespacten Riffs, sanften Synthwellen über pastorale Passagen, heißen Fragmenten geschmolzener Gitarre, bis zu üppiger Atmosphäre mit zärtlichem Gitarrenpicking. Sanfte Wellen am Rande des Verstandes. Es ist klar, diese Musik ist nicht für Jedermann. aber wenn ihr auf dem Rücksitz eines Cabrios mit der Liebsten dahin schmelzt, zum dementsprechenden Sonnenuntergang, dann passt diese Musik.

Das Album erschien via Aquarius Records am 3. Juli als Doppel-LP auf farbigem Vinyl (blau-weiß, transparent-blau) im Deluxe Gatefold Sleeve mit Glanzlack – inklusive CD und Poster.

Line-up:
Andy Duvall – Guitar7Drums
Clint Golden – Bass7Drums
Rich Millman – Guitar/Synth
Special Guest: Dr Space – Synth

Tracklist:
01 – Peaking Duck (7:42)
02 – Wheel and Deal (3:43)
03 – Diamond in the Rough (7:09)
04 – Out to Sea (7:29)
05 – Amfmpm (3:30)
06 – Too Close to Home (8:32)
07 – Similarities (11:19)
08 – It`s Been Summer All Winter (8:09)
09 – The Barrier (10:20)
10 – Perdiddle (2:24)
11 – Realms (5:16)

http://www.carltonmeltonmusic.com/news.html

 

Cosmic NodThe Cosmic Nod – The Cosmic Nod

Mit zwei Mitgliedern der „Witches Drum“ (Owen Griffiths und Mat Warren) hat die Band aus Cardiff eine selbstbetitelte EP veröffentlicht. Beides psychedelische Jams mit schweren, Fuzz artigen Riffs, die den Schädel mit einer gnadenlosen Mischung Stoner und Psychose infiziert. Diese Jungs (einschließlich Luke Llewellyn, Tom Rees, Grant Jones) krempeln ihre Ärmel hoch. Es ist ein Sound. der mit Leidenschaft und Können durchgeführt ist. Ein Glück das „The Cosmic Nod“ die perfekte Balance finden hin zu einem Ton, der das psychedelische Loch in der Seele findet, das laut aufschreit.

Das Album erschien am 26. Juni als CD und Stream.

Line-up:
Owen Griffiths – Guitar
Mat Warren – Drums
Luke Llewellyn, Tom Rees und Grant Jones

Tracklist:
01 – Black Rupper (15:44)
02 – Old Hemp (13:18)

http://thecosmicnod.bandcamp.com/

 

GodsleepGodsleep – Thousand Sons of Sleep

Godsleep aus Athen geht den Weg zurück, beschwört Geister der kosmischen Zeit von 1968 bis 1971. Für mich ist „Thousand Sons of Sleep“ eine Erinnerungen daran, es ist genau der Hype dieser Zeit. Godsleep deckt aber auch das große musikalisches Gebiet von Stoner, Metal bis hin zu Boogie & Blues ab. Ich mag das Zusammenspiel der Musiker, den Gesang von Kostas. Ich denke der Grund, warum das Album so gut funktioniert, ist ihre musikalische Chemie, die fantastisch ist. „Thousand Sons of Sleep“ ist eine tief und komplexe Song-Ansammlung, die viel zu bieten hat. Die Jungs von Godsleep sind sehr gut, diese Scheibe beweist es.

Das Album erschien am 25. Mai als CD, Vinyl und Stream.

Line-up:
Kostas – Guitar, Vocals
John – Drums
Fed – Bass
Dennis – Keyboard

Tracklist:
01 – The Call (7:18)
02 – Thirteen (8:00)
03 – Wrong Turn (9:08)
04 – This is Mine (4:15)
05 – I Want You (6:50)
06 – Home (8:27)
07 – Feel Like Home (4:02)

http://godsleep.bandcamp.com/releases

 

DaturaDatura4 – Demon Blues

Die neue Band von Dom Mariani und Greg Hitchcock. DATURA4 stammt aus Freemantle in West Australien. Hinter der Band stehen Mastermind Dom Mariani (Frontmann der legendären australischen Garagenrocker THE STEMS und den Power Pop Helden von DM3) und Greg Hitchcock (YOU AM I, THE BAMBOOS und einstiger Gitarrist der NEW CHRISTS). 2011 taten sie sich zusammen und teilten ihre Vorliebe für hochenergetischen Boogie, Psych Rock und progressiven Blues. Zusammen mit Schlagzeuger Warren Hall, der vorher bei THE DRONES aktiv war und Basser Stu Loas haben sich DATURA4 mit ihren Liveauftritten einen gewissen Ruf erspielt. Dabei zieht die Band den Hut vor den australischen Größen aus Psych, Blues und Boogie aus den frühen Siebzigern wie BUFFALO, COLOURED BALLS, THE AZTECS und den späteren MASTERS APPRENTICES. „Demon Blues“ unterstreicht deutlich, wie sehr Mariani und Hitchcock auf den harten Blues der Seventies stehen..

Das Album erschien via Alive Records am 10. Juli als CD und Vinyl.

Line-up:
Dom Mariani – Guitar, Vocals
Greg Hitchcock – Guitar
Warren Hall – Drums
Stu Loas – Bass

Tracklist:
01 – Out With The Tide (4:28)
02 – You Ain’t No Friend Of Mine (4:33)
03 – Another Planet (5:07)
04 – Journey Home (5:44)
05 – Demon Blues (3:19)
06 – Hoonsville (5:44)
07 – Pissin’ Up The Wall (4:39)
08 – Killjoy (4:31)
09 – Gravedigger Man (3:56)
10 – Love To Burn (7:09)

https://www.facebook.com/Datura4

 

Lay LamasThe Lay Llamas – Space Jungle Mantra

„Space Jungle Mantra“ ist eine perfekte Beschreibung der Klangerlebnise mit den Lay Llamas. Ursprünglich in der fernen Zukunft, einem mythischen Stamm der nigerianischen Zeitreisenden … jetzt eine Afrokraut-space-psych Band. Gegründet von Nicola Giunta, führt er mit einer sich entwickelnden Besetzung Musiker und Mitarbeiter durch die Zeit. Letztes Jahr haben sie ihr gefeiertes Debütalbum „Ostro“ auf Rocket Recordings veröffentlicht und tourten damit durch das UK, die ihren Höhepunkt in einer unvergesslichen Aufführung im Londoner Roundhouse fand.
Die anschließenden Aufnahmen waren einfach zu gut, um es nur für Freunde der Band verfügbar zu machen. So erschienen sie als limitierte CD und als Download. Das Album enthält Songs von „Ostro“, mit bisher unveröffentlichten Material und einem einzigartigen Remix von „Silent Panda“(Luca Giovanardi, Gründungsmitglied der italienischen psych-Avantgarde-Rock-Band Julies Haircut). Der Remix nimmt die Instrumente aus jedem einzelnen Kanal und verbindet sie mit einem rhythmischen Muster, Gitarren und Synthies werden zu einer alternativen Standalone-Spur.

Das Album erschien via 4 Zero Records am 21. Juni als CD und Download.

Line-up:
Nicola Giunta – bass, flute, tapes, percussion, backing vocals
Gioele Valenti – lead vocals, organ, percussion
Matteo Pin – guitar, backing vocals
Willian Zancan – drums
Gianluca Herbertson – sampler, monophonic synth

Tracklist:
01 – Overmind, Beyond the Time and the Space (9:33)
02 – Archaic Revival (8:18)
03 – Spiritual Expedition, Something Wrong (8:10)
04 – We Are You (7:17)
05 – The Place Where We Come From Is the Place Where We’re Going To….. (17:56)

http://4zerorecords.bandcamp.com/album/space-jungle-mantra

 

orchid-signOrchid – Sign of the Witch

Nachdem sich „ORCHID“ 2007 gegründet hatten, ging auf einmal alles sehr schnell für die aus San Francisco stammende Truppe. Keine drei Jahre später veröffentlichte man mit der »Through The Devil’s Doorway« EP ein erstes Lebenszeichen. Mit dem 2011er Debütalbum »Capricorn« konnte man den Underground ordentlich aufrütteln. Vor der Veröffentlichung ihres zweiten Full-Lengths verkauften sich die beiden Sammler-EPs »Heretic« und »Wizard Of War« im Nu aus und bereiteten die stetig wachsende Fanschar auf das nächste Highlight vor. Mit der Veröffentlichung von »The Mouths Of Madness« stießen ORCHID verdientermaßen an die Spitze der heutigen Vintage-Rock-Szene vor. Nach einigen Monaten Auszeit haben ORCHID nun etwas komponiert, was schon bald als weiterer EP-Meilenstein in die Geschichte eingehen wird: »Sign Of The Witch« zeigt den typischen Sound der Band, während die sich Schönheit der Variabilität durch mehr Psych, mehr Groove, mehr Hooks und gar mehr Blues bemerkbar macht. Dieser Vorbote zum ungeduldig erwarteten neuen Album lässt erahnen, was ORCHID schon bald auf uns loslassen werden.
Die Produktion wirkt perfekter als noch auf »The Mouths Of Madness«. Es sind Nuancen, doch im direkten Vergleich fällt das sofort auf. Passend dazu sind die Songs insgesamt etwas weniger heavy und düster ausgefallen und wirken rockiger und – das klingt jetzt vielleicht seltsam – heiterer. ORCHID feiern hier eine ausgelassene riff- und drogengeschwängerte Party und huldigen dem schwarzen Sabbath mehr denn je – ohne ihre eigenen Trademarks zu verleugnen, versteht sich. Denn das Riffing aus dem Hause ORCHID besitzt nun mal einen hohen Wiedererkennungswert, genau wie Theo Mindells Stimme. Dennoch spielen die Kalifornier mit einer selbstverständlichen Lässigkeit locker auf dem Niveau der Altmeister.
Das Album erschien via Nuclear Blast am 17. Juni als CD und Red/Black Vinyl.

Line-up:
Mark Thomas Baker – Guitar
Keith Nickel – Bass
Theo Mindell – Vocals
Carter Kennedy – Drums

Tracklist:
01 – Helicopters (4:06)
02 – John the Tiger (4:53)
03 – Sign of the Witch (4:23)
04 – Strange Winds (5:30)

https://orchid.bandcamp.com/

 

Sacri Monti coverSacri Monti – Sacri Monti

Gegründet im Jahr 2012, jetzt sind sie mit ihrem Debüt Album da. „Sacri Monti“ könnten direkt aus den 60er/70er Jahren kommen. Der Opener „Staggered in Lies“ führt in eine schöne, nostalgische Reise zurück zu den frühen Tagen des Rock an Roll von Led Zeppelin und Deep Purple. Die Gitarrenlinien von Brenden und Dylan bringen die Riffs von Größen wie Jimmy Page oder Ritchie Blackmore auf den neuesten Stand, obwohl sie mehr von der psychedelischen Seite herkommen.
Auf der gesamten Platte scheut sich die Band nicht, die Nutzung von Synthesizern, Orgeln und verschiedene Klangeffekten der Psychedelica auszunutzen, mit einem leichten Stoner-Einschlag, der mit seiner glühenden Spur etwas an „Spiritual Beggars“ oder in jüngerer Zeit an „Orchid“ erinnert.
Sicherlich ein Album, das die Ohren und Herzen der alten Schule von Psychedelic-Rock-Fans erwärmt.

Das Album erschien via Tee Pee Records am 24. Juli als CD und Vinyl.

Line-up:
Brenden Dellar – Guitar
Dylan Donavon – Guitar
Anthony Meier – Bass
Evan Wenskay – Organ, Synth, Echoplex
Thomas Dibenedetto – Drums

Tracklist:
01 – Staggered in Lies (7:31)
02 – Glowing Grey (7:01)
03 – Slipping from the Day (6:26)
04 – Sitting Around in a Restless Dream (5:06)
05 – Ancient Seas and Majesties (5:38)
06 – Sacri Monti (12:02)

https://www.facebook.com/sacrimontiband

 

KanoiKanoi – Buru Haze

Kanoi zitiert Hendrix im Album “Buru Haze” Benjamin Kantschieder passt nicht in die Schubladen der Osttiroler Musikerszene. Der in Wien lebende Lienzer ist ein Solist und Multimediakünstler, eine Ein-Mann-Band und zugleich ein Designer stilsicherer Gesamtkunstwerke aus Bild und Ton, Klang und Atmosphäre, der seine musikalische Herkunft im Psychedelic Rock der siebziger Jahre nicht verleugnet, sondern lustvoll zelebriert. Was Kantschieder, der sich „Kanoi“ nennt, im Alleingang komponiert, textet, singt, spielt und im eigenen Homestudio auch noch aufnimmt und mischt, ist feinstes Spacerock-Gewebe. Spannend und entspannend, manchmal schwebend, manchmal attackierend kommen die Tracks daher, immer stilsicher und mit beeindruckender Virtuosität auf der Gitarre, die an Pink Floyd und den großen Jimi Hendrix erinnern. Nicht nur Kantschieders Albumtitel „Buru Haze“ hat für Hendrix-Fans einen vertrauten Klang, auch die Gitarrenriffs zitieren den Unerreichten, der mit „Purple Haze“ Ende der Sechziger eine Hymne des Psychedelic Rock ablieferte. Kanois elektronisch-rockige Klangkreationen gehen jedenfalls nicht nur „ins Ohr“, sondern auch unter die Haut. Und man kann sie buchstäblich angreifen. Kantschieder ist im Zivilberuf Buchhändler und zeigt bei der Konfektionierung seiner Musik ein Faible für´s Analoge. Wie schon das Vorjahresalbum “From The City To The Stars” ist auch “Buru Haze” ein Muss für Fans der Schallplatte.
Das Album erschien am via Clostridium Records 1. Juli.

Die Vinylpressung auf 333 Stück limitiert und in 2 Versionen erhältlich. „Es gibt 222 Stück auf schwarzem Vinyl und 111 Stück auf violett/blau marmoriertem Vinyl inklusive der CD-Version. Beide Versionen enthalten ein 16-seitiges Booklet mit Liedtexten. Das Artwork stammt auch von Kantschieder. Die Booklets sind von Hand nummeriert.

Line-up:
Music and lyrics by Benjamin Kantschieder

Tracklist:
01 – Naeco II (5:44)
02 – Buru Haze (6:28)
03 – The Golden Country (2:52)
04 – Windchild (4:23)
05 – Song of Distance (7:46)
06 – By The Sunrise (6:48)
07 – Quokka (2:213)
08 – A New Beginning and the Sprawling Sky (14:22)

http://kanoi.bandcamp.com/album/buru-haze

 

AgusaAgusa – Agusa II

Das zweite Album der schwedischen Psychedelic/Prog Band bekam ein audiophiles Mastering vom weltweit renommierten Mastering Guru Bob Katz. Agusa ist eine schwedische Prog Folk Band, die mit „Agusa II“ ihr zweites Album rausbringt. Darauf sind zwei Stücke vorhanden, die sich die 40 Minuten Spielzeit fast gerecht teilen. Die Info besagt, dass es sich aufgrund der dezenten Backgroundvocals mitnichten um ein Instrumentalalbum handelt. Bei der Musik handelt es sich aufgrund einer Flötistin mehr um Kraut-Folk als Prog. Die sehr schönen Melodien sind meist sehr ruhig angelegt, wenn auch hier und da mal die Elektrische das jeweilige Thema aufgreift. Gitarre, Bass und Drums harmonieren gut miteinander. Es ist Musik zum Abschalten, Träumen und Relaxen.

Das Album erschien am via Transubstans Records 24. Juli auf CD und als Colour/BlackVinyl.

Line-up:
Tobias Petterson – Bass
Mikael Ödesjö – Guitar
Tim Wallander – Drums
Jonas Berge – Organ
Jenny Puertas – Flute

Tracklist:
01 – Gånglåt från Vintergatan (20:20)
02 – Kung Bores dans (18:19)

https://agusaband.bandcamp.com/

….(Charly)

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