rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Kadavar – Berlin

kadavar-berlin(Ch) Schlagzeuger Tiger kommentiert: „Als wir vor bald zehn Jahren unabhängig voneinander nach Berlin gezogen sind, wollten wir einfach raus aus der kleinen Heimat und mal was Neues machen. Ich fand es angenehm, für eine Weile in der Masse unterzutauchen und sich treiben zu lassen. Viele lange Nächte und so viele Menschen auf einem Haufen, die völlig anders als man selber sind.
Wo es Gegensätze gibt, kann man auch immer neu erden.
Wir sind alle verschieden, kommen von wo anders, aber haben es irgendwie hinbekommen, gemeinsam etwas zu erschaffen, was uns allen gefällt“.
Wer Kadavar in den letzten beiden Alben Kadavar und Abra Kadavar, welches sie sogar in die Charts führte, reingehört hat, wird wissen, dass die Jungs aus der Hauptstadt ein groovendes Brett aus Psychedelic Riffs und galoppierenden Stoner Rock an den Tag legen.
In eine Schublade stecken kann man Kadavar, muss man aber nicht zwingend. In der Kreativität nicht eingesperrt, machen Kadavar auf Berlin das, was sie am besten können: Handgemachte Rockmusik mit Biss. Von einem Lord im Himmel, über Dinosaurier, über einem alten Mann, dunkelblaue Augen oder auch dem Statement, die Welt aus eigenen Augen zu sehen, ist alles dabei.
Es gefällt die Grundhaltung der drei Berliner, die unverbogen Rockmusik hochleben lassen – so wie es vor drei Jahrzehnten ganz andere (mittlerweile große) Namen gemacht haben, die heute, völlig vom Weg abgekommen sind. Wer an Berlin Blut geleckt hat, kann die Truppe in nächster Zeit auf ihrer Europatour, die auch in diversen Deutschen Städten Halt macht, begutachten.
»Berlin« präsentiert KADAVAR gewachsener und gleichzeitig hat sich der psychedelische Faktor entsprechend erhöht und untermalt das perfekte Zusammenspiel ausgezeichnet.
Die Mischung aus Classic, Psych, Okkult, Proto und Stoner, die KADAVAR so einzigartig macht, findet sich vor allem in Songs wie ‚Pale Blue Eyes‘, ‚Circles In My Mind‘, ‚Restless‘ oder dem galoppierenden ‚Dinosaur‘ wieder. Besonders heraus sticht allerdings das überaus geniale Cover ‚Reich der Träume‘, das seinerzeit von THE VELVET UNDERGROUND-Sängerin Nico interpretiert wurde.
Irgendwie war klar, dass sie einen deutschen Song machen wollten. Nicht nur weil der Albumtitel es erlaubt, sondern weil die Band erwachsen genug geworden ist. Die neue Platte hat dieses mal sehr viel mehr 60er Einflüsse, deshalb passt der Song super.
Er hat diese psychedelisch monotone Melodie als Basis und Nico benutzt nicht wirklich viele Wörter. Aber die, die sie benutzt, haben eine schwere und große Bedeutung. Die KADAVAR-Version macht diesen traurig-schönen Song zu einem echten Juwel.
Ich glaube, das Lebensgefühl von Berlin hat diese Band sehr beeinflusst und passt deswegen auch als Albumtitel sehr gut…. (Charly)

Erschien am 21. August als Doppel-Vinyl in 4 verschiedenen Farben und CD via Nuclear Blast.
Auch als limitierte auf 500 rot-weiße LPs im Gatefold. Gatefold mit ausgestanzten Brillengläsern und vier verschiedenen Cover-Varianten zum wechseln!

Tracklist:
1. Lord Of The Sky
2. Last Living Dinosaur
3. Thousend Miles Away From Home
4. Filthy illusion
5. Pale Blue Eyes
6. Stolen Dreams
7. The Old Man
8. Spanish Wild Rose
9. See The World With Your Own Eyes
10. Circles In My Mind
11. Into The Night
12. Reich Der Träume (Bonus Track)

Line-up:
Lupus Lindemann – Vocals, Guitar
Simon „Dragon“ Bouteloup – Bass
Tiger – Drums

Band

 

 

 

 

Die Kadavar Tourtermine auch hier in unserer Rubrik:

kadavar-tour-2015

 

 

 

 

 

 

Kadavar-LP

Filed under: Album Reviews, Rock, , , , ,

August 2015
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Purple Dayz Festival im Cadillac in Oldenburg vom 06.03. – 07.03.2020

Ripplefest Cologne am 28.03.2020 im Club Volta

Blues Rock Festival Oppe Ruiver am 12.04.2020 Zalenzentrum De Schakel Ruiver/Niederlande

Check Your Head Festival III – Dietrich-Keuning-Haus Dortmund am 25.04.2020

9. Alterna Sounds Festival in Münster/Westf. Sputnikhalle am 25.04.2020

Diese Artikel werden gerade gelesen:

Taming The Shrew - Cure
Palila – Tomorrow I’ll Come Visit You and Return Your Records
Vorbericht Stacie Collins Band in "The Tube" in der Düsseldorfer Altstadt am 18.03.2020
Coogans Bluff – Metronopolis
%d Bloggern gefällt das: