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Horisont – Odyssey

JPEG(co) Seit 2009 gibt es von Horisont immer mal wieder Material um die Ohren geschlagen. Seit der Gründung 2006 bleibt sich die Band in ihrer Machart sehr treu und auch „Odyssey“ reiht sich da perfekt hinter ihrem letzten Volllängen Release „Second Assault“ ein.
Für „Odyssey“ hat sich die Band einem Raumfahrt-Konzept hingegeben. Komplett mit schniekem Kostüm, comic-haftem Internetauftritt und dem ein oder anderen eindeutigen Songtitel („Beyond The Sun“, welcher übrigens einer der wirklich großen Songs der Platte ist). Und natürlich auch in Sachen Soundgebung, wenn die Special-Effects zur Unterstützung aufgefahren werden, die genau wie die Musik und der Auftritt der Band hart geprägt sind von den Siebzigern, was, sollte es nicht schon bekannt sein, zu den auffallendsten Merkmalen der Schweden zählt.
Spacige und unkonventionelle Elemente hin oder her bleiben die Songs insgesamt eher leicht und unbeschwert eingängig. Alles in allem kommt der Sound damit ziemlich poppig einher. Mit Bedacht an die Popularität dieser Rockschiene in früheren Tagen macht das Horisont aber authentisch – und vielleicht sogar authentischer als viele der Softer-Sound-Und-Satan-Im-Text Bands, die sich sonst um Siebziger-lastigen Rock bemühen.
Und auch in Sachen Instrumentierung bleiben sich Horisont treu. Klarer, traditioneller Sound an den Klampfen, tolle Abmischung, bei der der Bass nie zu kurz kommt, ein beständiges Schlagzeug und – natürlich – die herausragende Stimme als stetes markantes Merkmal. Dabei decken Horisont das ganze Rock-Spektrum zwischen Ballade und treibendem Quasi-Klassiker (wie bei dem Ohrwurm „Break The Limit“) ab. Durch das häufige Mid-Tempo bleibt aber ein Feten-Mitgröhler aus, was auch schon auf früheren Alben der Band der Fall war.

Knackig kurze und dafür würzige Songs überzeugen aber generell mehr als die längeren Stücke.
So bleiben „Blind Leder Blind“ oder auch „Back On The Streets“ viel bodenständiger, viel eher bei ihrer Idee und das setzen die Schweden dann auch klasse um. Die ausladend mit Space gefüllten Stücke wie der Titeltrack werden mitunter langatmig, obwohl Horisont genau da ihr spaciges Aushängeschild voll ausleben. Am besten gelingt ihnen der Trick in „Beyond The Sun“.

HORISONT Press photo 1

Horisont können sich mit „Odyssey“ wieder einmal ihren Nischenplatz im Siebziger-Rock sichern. Weniger wild, nicht immer härter werdend, weniger herausfordernd, aber trotzdem einfallsreich und insbesondere eingängig. Weniger kann mehr sein und gerade in einer Szene, die versucht sich selbst zu überholen, tun solche Alben einem Fan richtig gut.
Will man vorher einmal in die Platte reinhören, empfehlen sich Songs wie der ruhige und sich aufbauende „Beyond The Sun“ oder die kurzweiligen, rockigen Tracks wie „Bad News“ oder „Red Light“ mit ihrem Ohrwurm-Charme bei erwartungstreuem, urigem Rock….(colin)

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