rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Shooting Guns/Hawkeyes – Brothers of the Nod

Shooting(ch) Die Verbindung zwei meiner Lieblingsbands zum verheerenden Rockerlebnis. Die „Shooting Guns“ gemeinsam mit der Psych-Doom Band „Hawkeyes“, beide aus Kanada. Die Sache ist absolut jaw-dropping. Side-A besteht aus drei Tracks von „Shooting Guns“.
Brust Erschütterungen zum Doom Angriff graben sich in verborgene Spalten und Risse des Geistes ein.
„Hawkeyes“ auf der zweiten Seite haben mehrere Jahre in der vollständigen Verdunkelung ihres Sounds verbracht. Es ist das pulsierende, rhythmische implodieren eines sterbenden Sterns, der in sich zusammen fällt.

„Brothers of Nod“ beginnt mit Shooting Guns „Mega Volcano“.
Feedback und Verzerrung krachen aus dem explodierenden Lautsprecher, es erinnert sehr an die frühen Stooges. Die Schnellfahr Melodie-Raketen mit Soli Zugaben ändern den Rhythmus, bevor die Gitarre schreit wie ein verwundetes Tier. Ein heulendes Soli sprudelt über den Lärm der rhythmischen Klänge, fast überkocht mit Feedback, Fuzz und einer Mischung aus reinem Klang und unglaublich präzisem Zuspiel.
Die Musik kommt noch schwerer! Tasten Kick und kopfüber in den Rhythmus, bis sie schließlich von den fleischfressenden Tentakeln der Gitarre im Ganzen verschluckt werden, bis das Stück im Echo zerbricht mit Überbleibseln von geschleiftem Kreischen, dass langsam ausblendet um „Halls Of Grief“ Platz zu machen.
Ein langsames Schlingern apokalyptischer Riffs auf Stelzen, es trudelt durch ahnungslose Pfade, alles fällt zu Boden was im Wege steht.
Die dissonanten Gitarren klingen wie die Schreie des Kummers im Schlepptau eines schwerfälligen Monsters. Der Song wird noch konkreter, neue Impulse wie eine Faust durch die Stratosphäre einer ahnungslosen Welt. Ein langsam bewegendes kreisen der Gitarre reicht bis zum klaffenden Rachen vor. Plötzlich erreichen sie die fiebrige Höhe der Verrücktheit und sickern ab in die ersten Akkorde von „Heavy Dissent“ ohne Vorwarnung. Die brütenden Klänge von crunchy fuzzed Gitarren werden zu einem Bienenstock mit dem Carpenter-core Bass.
So oder so, zeigt es nicht nur die unglaubliche Vielfalt ihrer Musik, sondern auch wie viel sie gelernt und verändert haben in den letzten Jahren und immer noch treu zu ihren Wurzeln stehen.
Die leicht aus den Angeln gehobenen, dissonanten Melodien von „Heavy Dissent“ schwanken hin und her, wobei wiederum dämonisch marschierende Synthesizer zur Gitarre führen. Speiende Verzerrungen und kalte Leere des ätherischen Klangs der Shooting Guns verwirren surreal, bis schließlich Risse brechen zu einem Punkt von Lärm, der langsam verblasst mit einem widerhallenden Ruf im kosmischen Sound.

„Hotter Than Ten Hundred Suns“ von den „Hawkeyes“ eröffnet die zweite Seite mit melancholischer Echo-Gitarre. Die hypnotische Töne des galaktischen Sounds bauen auf und wachsen bis die Nähte mit schweren Riffs platzen. Der Einschlagkrater, der entsteht, wird sofort von donnernden Bass und Drums gefüllt, die die umliegende Landschaft mit dezimierten, ohrenbetäubenden Lärm zudeckt.
Sie tauchen unter im Sound und verzahnen sich leise mit summenden Gitarren. Im Schleier der Verzerrung und Verschmelzung von Melodie und Rhythmen blendet der Song aus.
„The Charred Skull of McLean Stevenson“ klingt als würden UFOs landen. Im Angriff werden sie schließlich vom Himmel geblasen. Es ist einfach nicht von dieser Welt.
„Orange Monkey“ ist zurückhaltend, aber extrem schwer am Anfang. Es fehlt nichts von den längeren Stücken, er bringt die Basispunkte der „Hawkeyes“ mit weitläufiger Dali-esque Landschaft, den Klang mit wiederholten Gitarrenleads und sporadischen Solospiel garniert. Die Mischung ist herzlos und brutal. Die Nut fühlt sich fast ruhig, kühl und zurückhaltend an, aber im Herzen eines Tieres könnte sie ein brennendes Inferno loslassen. Das perfekte Ende um zu schließen.

Sowohl „Shooting Guns“ als auch „Hawkeyes“ haben in den vergangenen Jahren schnell Fahrt aufgenommen, wobei nicht abzusehen war, wohin sie führt. Aber dieses Tier von einem Album ist fantastisch…..(Charly)

Erschien am 15. August 2015 via Helmet Lady Records Kanada auf Vinyl: 200 in Rauchgrau, für den US Markt 100 Splatter Vinyls.

Line-up:

Shooting Guns:

Keef, Laramee, Jay, Jim, Toby, Zach, Brennan

Shooting Guns

 

 

 

 

Hawkeyes:

Patrick, Ron, Ryan, Rob, Stacey, Chris
Hawkeyes
Tracklist:
01 – Shooting Guns – Mega Volcano (6:06)
02 – Shooting Guns – Halls of Grief (5:24)
03 – Shooting Guns – Heavy Dissent (6:44)
04 – Hawkeyes – Hotter Than Ten Hundred Suns (8:57)
05 – Hawkeyes – The Charred Skull of McLean Stevenson (5:31)
06 – Shooting Guns/Hawkeyes – Orange Monkey (4:10)

https://shootingguns.bandcamp.com/album/brothers-of-the-nod

Shooting-LP

Einsortiert unter:Album Reviews, Rock, , ,

Oktober 2015
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Musiker für Musiker + Psychedelic Krautrock im Weltkunstzimmer Düsseldorf am 30.09. + 07.10.17

Magnificent Music Festival am 06.+ 07.10. in Berlin und Jena

Gov´t Mule Fall Tour in Germany

Helldorado – The Incredible Rock & Roll Freakshow Klokgebouw/Eindhoven 18.11.17

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: