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Minami Deutsch – Minami Deutsch

Minami(ch) „Minami Deutsch“ ist rauer, neuer Krautrock aus Japan. Es blutet eine gutturale Punk-Ästhetik aus diesem Album.
Da ist Motorik drin, aber statt einer friedlichen ruhigen Fahrt über Land ist dies eher eine, die in eine schmutzige Gasse führt.
Das ist Musik, die mit dem Mülleimer Deckel im dumpfen Schlag klappert, mit greifbarer Präsenz im Raum.
Die Musik ist locker in ihrer strikten 4/4 Motorik, der Akzent ist aber unschärfer. Von innen zerrissen.
Es ist unwahrscheinlich, nützliche Informationen im Internet über „Minami Deutsch“ zu finden und deshalb sollte man sich einfach nur auf ihre Musik einlassen.
Die ist keine schlechte Sache für die Jenseitigkeit.
In Reminiszenz zum Krautrock, von Pionieren wie Tangerine Dream und Can unter Beibehaltung der Rock & Roll Tradition geschaffen, entwickeln sie die Blütezeit des Kraut-Rock neu.
Am Anfang erschaffen „Minami Deutsch“ eine bunte Mischung aus Ton und Vokalismus.
„Ai – Forever Takemitsu“ mag wie von der Stange des elektronischen Kraut-Rock klingen, aber man wird mit den verzerrten Gitarren buchstäblich aus den Träumen gerissen.
Die Schönheit des Albums liegt in der Einfachheit des Ganzen.
Die warme Glut von „Terrac Recipe“ betont diesen Punkt, glühende Synths kommen in warmem Ton, bevor der Beat die Klänge in eine Stadt der Nacht bringt.
Die hypnotischen Klänge nehmen an Geschwindigkeit zu.
„Übergleich part I“: Die Musik taucht in dunkles Gebiet ein, nicht im Einklang mit dem fast fröhlichen Sound des Albums. Es ist ein Bad in der Qualität.
Mit dem köstlichen „Sunrise, Sunrise“ wird man fast ohnmächtig, ein wunderschöner Sound.
Man kennt das Gefühl der Sonne. Die Melodie mit dem nie endenden Schlag wird durch eine einfache Schlaflied Melodie akzentuiert.
„Übergleich part II“ bringt das Album in fast nachdenkliche Stimmung, dieses Mal sind Vocals vorhanden. Es bringt mehr einen Hauch „Primal Scream“ rüber.
Dass dunkle Post-Rave Gefühl ist nicht fehl am Platze.
Langsam treiben sie aus, bieten aber keine Antworten.
Das Debütalbum von „Minami Deutsch“ bieten nichts Neues, aber was sie liefern ist sehr angenehm. R
Relativ simpel, einfache Verläufe von Klängen, absolut ehrlich und frei im Ansatz.
Das Album ist einer jener verborgenen Schätze, die das Leben mit Freude erfüllen können….. (Charly)

Erschien am 28. September 2015 via Guruguru Brain (JP) und Cardinal Fuzz (UK) auf White-Vinyl, Tape und CD.

Line-up:

Kyotaro Miula – Guitar, Vocals, Synthsizer
Takuya Nozaki – Drums
Tatsuhiko Rauschenberg – Guitar

Minami-Band

 

 

 

 

 

 

Tracklist:

01 – Vocalism Ali – Forever Takemitsu (5:55)
02 – Futso Ni Ikirenai (9:06)
03 – Terrac Recipe (3:50)
04 – Übergleich part I. (6:01)
05 – Sunrise, Sunset (6:54)
06 – Übergleich part II. (8:19)

https://cful.bandcamp.com/album/minami-deutsch-s-t

Minami-LP

Filed under: Album Reviews, Rock,

Dezember 2015
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