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Mars Red Sky – Apex III – Praise for the Burning Soul

MRS-ApexIII(ch+to) Schon seit geraumer Zeit gehören Mars Red Sky aus Bordeaux zu den angesehensten Bands der Psychedelic Heavy Rock Szene. Das kommt nicht von ungefähr. Schon Ihr klanghaftes Debütalbum konnte auf ganzer Linie überzeugen und fühlt sich immer noch recht wohl unter der heimischen Plattennadel. Das neue Album „Apex III – Praise for the Burning Soul“ geht nun seelenfeurig ans Eingemachte.

Dieser psychedelische Stoner-Doom-Brocken setzt sich durch seine spezifischen Arrangements immer wieder bestens in Szene und kann sich zudem, mit eigenständiger und orchestraler Note, von der Genremasse abheben.
Die Band hat auch diesmal eine reichhaltige Breitseite von grandios hypnotisierenden und satt produzierten Songs zum Anpreisen rausgehauen. Das geht schon beim Intro „Alien Grounds“ los.
Eine merkwürdig spacige Atmosphäre in einer doomigen Stoner-Wüste macht sich breit. Das ist gleich der richtige Einstand für den anschließenden Titeltrack „Apex III“. Dort walzen schwere Gitarren, wie gigantische Saitenwürmer aus dem Notenberg, und winden sich elegant, abseits jeglicher Gravitations-Tonleitern, durch das Soundgewand.
Hier offenbart sich auch die druckvolle und extrem basshaltige Produktion in ihrer ganzen tonalen Pracht. Die Gitarren schlingern sehr fuzzig, der Bass knorzt ordentlich, das Schlagzeug hat einen anhallenden Drive und doch klingt der Sound erfreulich transparent – ein gehöriger Einstand, wie aus dem MRS-Lehrbuch.
„The Whinery“ wandelt zwischen träger, groovender Heavvyness und weitläufigen, teils luftigen und psychedelischen Doomlandschaften hin und her. Wobei sich Mars Red Sky auch für seelendurchdringenede Sequenzen nicht zu schade sind. Wie in „The Mindreader“, wo der Hörer mit grollenden sowie krustigen Gitarrenparts unter Beschuss genommen wird und das Soundgefüge regelrecht erodiert.
Dagegen wirkt beispielsweise das psychedelische „Under The Hood“ recht lieblich, mit verträumtem Refrains zum Abheben. Gleiches gilt für das folgende „Friendly Fire“, bei dem die 70er-Vibes noch am prägnantesten zu finden sind.
Der eindringlich klare Gesang thront kathedralhaft über dem Geschehen. Die melancholische Stimmung ist im Soundteppich stets präsent und bildet einen schönen Kontrast zum schweren Klangbild. Diese subtil akustischen Gesamtgrooves bringen die eigenartige und einzigartige mystische Atmosphäre besonders gut zur Geltung. Das ist auch bei „Prodigal Sun“ zu hören, das auf dieser vorzüglichen Scheibe den Abschluss bildet.

Erneut nehmen die Songs den Hörer durch sämtliche Mars Red Sky – Sphären mit. Sie überzeugen mit einem gelungenen Werk, das sich verdammt gut hören lassen kann. Bei hochgeschraubten Lautstärkepegel wird man zusätzlich von dieser gehaltvollen Soundwalze überrollt. So wird das Album regelrecht zur reinsten Ganzkörpererfahrung…..(Charly+Tom)

Erschien am 4. März 2016 via Listenable Records auf Black/Color Vinyl und CD.

Line-up:
Julien Pras – Guitar/Vocals
Jimmy Kinast – Bass/Vocals
Matgaz – Drums

MarsRedSky

Tracklist:
1. Alien Grounds (3:45)
2. Apex III (7:07)
3. The Whinery (6:05)
4. The Mindreader (6:31)
5. Under the Hood (5:04)
6. Friendly Fire (4:51)
7. Prodigal Sun (6:45)

Mars Red Sky – ApexIII – Bandcamp

Mars Red Sky Live zusammen mit Stoned Jesus + Beelzebong:
09.03. Linz – Stadtwerkstatt
10.03. Wien – Arena
12.03. München – Backstage
13.03. Innsbruck – PMK
14.03. Lausanne – Le Romandie
15.03. Pratteln – Z7 Konzertfabrik
16.03. Wiesbaden – Schlachthof
19.03. Hannover – Faust
05.08. Beelen – Krach am Bach

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