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Nick Moss Band – Live & Luscious

nickmoss15(vo) Das dritte Livealbum und das insgesamt elfte unter seinem Namen, Nick Moss und sein Quartett zelebrierten 2015 auf dem Marktplatz in Eutin/Schleswig Holstein beim Baltic Blues Festival die sehr hohe Kunst des Blues auf ihre Art und Weise: stampfend, mitunter rockig, voller Soul und Inbrunst, ein durch und durch professionelles und auf den Punkt spielendes Musikerkollektiv. Nick Moss, geboren in Chicago, spielte den ungehobelten Blues seiner Heimatstadt seit Anfang der 1990er Jahre, zuerst als Bassist in den Bands von Buddy Scott, Jimmy Dawkins und der Legendary Blues Band, sattelte auf Anraten von Willie „Big Eyes“ Smith um auf Gitarre und spielte diese dann in der Band von Jimmy Rogers bis zu dessen Tod 1996, machte sich danach selbstständig und brachte unter seinem Namen 1998 sein erstes Album unters Bluesvolk: „First Offense“. Im Laufe der Jahre versammelte er diverse großartige Musiker in seinen Bands, ich erinnere noch sehr gut an den Auftritt mit seiner damaligen Band The Flip Tops am 17.11.2006 in Utrecht: Nick, Gerry Hundt, „Piano“ Willie Oshawny und Bob Carter pflügten uns perfekten Chicago Blues unter die Füße, man, man, man, da ging der Bluesexpress ab, Gänsehäute und Nackenschmerzen und qualmende Schuhsohlen inklusive.
In der Zeit danach reicherte er seinen Blues mit einigen Prisen Rock, Soul und R & B an und fand Anfang der 2010er Jahre mit Nick Fane-Bass, Taylor Streiff-Keyboard, Patrick Seals-Schlagzeug und Michael Ledbetter (Großneffe des legendären Huddie Ledbetter/Leadbelly) -Gitarre und Gesang kongeniale Musiker, die in seinen Express einstiegen, mitfahren und für 1. Klasse Reisekomfort sorgen.
Michael möchte ich ein bißchen herausheben, der Mann ist mit einer Stimme  (u.a. acht Jahre in der Chicago Opera geschult) gesegnet, die von „oben“ (u.a. Otis Redding, Ray Charles) sicherlich mit donnerndem Applaus bedacht wird. Das musste hören, unglaublich!
Im Mai 2015 hörte und sah und staunte das Bluesvolk in Eutin, was fünf absolute Profis so alles anrichten und kredenzen.
„Breakdown“ eröffnet den Reigen, ein flotter Bluesrocker der auch hören lässt, wie gut diese Band zusammenspielt. Auch wenn ich jetzt von diversen Bluesfreunden erschlagen werde: Amiland Bluesbands sind in punkto Groove nicht zu toppen…..das hört man hier deutlich.
Acht Kompositionen sind auf diesem Album versammelt, vier stammen von Nick, drei von Michael und eine Coverversion von James Reed. Auf „Catch Me I`m Falling“ bekommt der geneigte Hörer erstmals mit, was für begnadete Stimmbänder Mister Ledbetter besitzt und wie ein sehr funkiges Keyboard klingt, zu diesem Song würde sich Stevie Wonder bestimmt sehr anerkennend äußern.
„Try To Treat You Right“ und “ I Dig“ sind großartig losstampfende Chicago Blues Kracher at it`s best, Nick und Patrick grooven wie die Hölle, Nick und Michael lassen die Saiten glühen und Taylor schiebt diverse Pianoattacken ein, South Side Chicago transportiert nach Schleswig Holstein, das dampft.
„The End“, ein Slowblues, löst Orangenhautattacken aus und stellt dir deine sämtlich noch vorhandenen Haare auf, Blues pur, boah, zum Niederknien!
„Shade Tree“ folgt den Spuren des Southernrock, mit leichten, folkigen Anhauchungen, und haut den Lukas zum Ende hin mit einem sehr emotionalen Gitarrensolo ala Outlaws oder Lynyrd, eine großartige, zusätzliche Würzung des Bandsounds.
Den Abschluß dieses Albums bestreitet ein Song, den ich als psychedelischen Rock mit Souleinschüben bezeichnen würde….und hört euch diese Stimme von Michael an……wieder und wieder boah, anders kann ich das nicht bezeichnen.
Bluesvolk, schau weit über den Bluespolizeilichen Tellerrand und hol dir diese Bereicherung für deinen Blueshaushalt, die dieser Tage beim Nick Moss eigenen Label Blue Bella Records erschien….(volker)

Nick Moss Band

Nick Moss Band in Schöppingen 2015

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