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Jim Suhler & Monkey Beat – Live At The Kessler

Suhler vorne(vo) Der Bluesrockende Musikmarkt ist ja mit Shredder- und Frickelgitarristen übersät und überladen, aber es gibt natürlich Ausnahmen, im wahrsten Sinne des Wortes: Eine dieser Ausnahmen ist für mich  Jim Suhler aus Dallas/Texas. Jim ist mit allen Finessen der Gitarrenbearbeitung gesalbt und er sei dafür gepriesen, er ist einer der wenigen, der mich im aktuellen Bluesrockmetier noch ausknocken kann (dazu zählt auch für mich der auf gleicher Höhe agierende Julian Sas) …

Diese, und wenn ich richtig mitgezählt habe, seine zehnte Veröffentlichung unter seinem Namen (dazu zählen auch „Let The Dog Run“ mit seinem Kumpel Mike Morgan, „Live At Blue Cat Blue“ mit Alan Haynes und die DVD „Live in Texas“) ist ein Querschnitt durch seine nun auch schon fast dreißigjährige Tätigkeit an den Saiten.
Nebenbei spielt er ja auch noch seit etlichen Jahren in der Band und an der Seite von George Thorogood und seinen Destroyern.

Kennengelernt hab ich Mister Suhler durch den Taxim Sampler „Truckin`My Blues Away“, auf dem er mit seinen Monkey Beat zwei Stücke seiner ersten CD „Radio Mojo“ zum Besten gab, Gottseidank ließ sich dieses Juwel sehr schnell auftreiben und lief in Dauerrotation in meinen Playern auf vier Rädern oder mit vier Wänden.

Solo seit und in den 1980ern unterwegs, betritt er mit seinen Anfang der 1990er Jahre gegründeten Band Monkey Beat am 28. November 2015 die Bühne des Kessler Theater in Dallas und fetzt, slidet, schruppt und schrotet und bluesrockt in bester texanischer und irischer Tradition mit seiner bestens eingespielten Truppe den Schaum vom Bier, die Kohlensäure aus dem Softdrink, die Spirituose heiß und versetzt den Hörer in allerbeste Laune.
Aber: er kann natürlich auch sehr zurückhaltend spielen, leise und innig, das macht er mit Hilfe seiner Jungs zwischendrin, z.B. bei der großartigen Slidedemonstration „My Morning Prayer“, bei „Reverie“ oder der wunderbaren Bluesballade „Prayin`For Rain“ mit Piano und wieder dieser wunderbaren Slidegitarre.
Die Schwarte lassen die Musiker vor allen Dingen bei „Doin`The Best“, beim Blick in die frivole „Tijuana Bible“ und beim „Sunday Drunk“ krachen, phantastische Slowblueser sind u.a. „Across The Brazos“ mit schöner Akkordionuntermalung, „Panther Burn “ stellt bei mir alle Haare auf halb acht, was für eine Slide…..
Höhepunkte sind auch „Scattergun“ und „I Declare“ und der krönende Abschluß ist der Tanzbodenschweißtränker „Restless Soul“, mit einem krachenden Zitat seines großen Vorbilds aus Irland, Rory Gallagher, dem er bei seinen Liveauftritten immer diesen Knaller widmet, schon einige Male erlebt, gefeiert und die Nackenwirbel strapaziert.
Das knapp siebzigminütige Highlight des Jim Suhler und seinen Monkey Beat ist seit kurzer Zeit als Silberling und als Download erhältlich….(volker)

Die Songs:

01. Intro By Eric Nadel 00:10
02. I Declare 04:19
03. Across The Brazos 05:19
04. Doin‘ The Best I Can 02:47
05. Tijuana Bible 04:56
06. My Morning Prayer 04:29
07. Deja Blue 03:50
08. Texassippi 04:38
09. Reverie 02:50
10. Sunday Drunk 05:52
11. Devil In Me 04:17
12. Panther Burn 03:48
13. Scattergun 04:59
14. Po‘ Lightnin‘ 04:44
15. Prayin‘ For Rain 05:01
16. Restless Soul 07:48

Das sehr viel Freude verbreitende Ensemble:

Jim Suhler – guitar, vocals
Chris Alexander – bass, vocals
Shawn Phares – keyboards, accordion
Beau Chadwell – drums, percussion

Special guests:

Tim Alexander – keyboards
Tex Lovera – cigar box

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