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Monkey3 – Astra Symmetry

Rez-Monkey3(ch) Am Psychrockquartett „Monkey3“ aus Lausanne führt kein Weg vorbei, denn: Steter Tropfen höhlt den Stein.
Der Vierer hat sich in den letzten 15 Jahren einen exzellenten Ruf sowohl in Stoner- als auch im Psych-Rock-Kreisen erspielt. Trippness und Groove sind dabei die Eckpfeiler, auch auf ihrem fünften Album „Astra Symmetry“.
Es bezieht Inspiration aus der Astronomie, Astrologie und der mystischen Elementar-Lehre. Geboten werden schwere Riffs und progressive Keyboardlandschaften der kosmischen Sorte, bei der deftiges Riffing mit proggigen Keyboard-Backgrounds verschmelzen.
Die bisher fast reine Instrumentalband kommt anscheinend von einem anderen Planeten, denn die musikalische Mischung ist ziemlich einzigartig durch das fehlen eines Stammsängers.
Anstatt von Drogen nähren die Musiker ihre Kreativität aus ihrem Zusammenspiel und viel Schweizer Bergluft mit bayrischen Bier.
Auch nicht schlecht.
Gitarrist Boris bringt ein wenig Licht ins Dunkel und übernimmt die gelegentlichen Vocalparts. Die Monkey3-Zone zu betreten ist wie ein Voodoo-Ritual.
„Astra Symmetry“ kommt mit großer Ambition angesichts der erheblichen Länge von etwa siebzig Minuten. Das Werk ist in vier Kapitel unterteilt, von denen wiederum jedes aus drei Teilen besteht und als ein großer, zusammenhängender Song gilt.
Ein riesiges Versprechen, das den Hörer in eine tiefe Reise mit interstellaren Klängen mitnimmt.

Das erste Kapitel von „Astra Symmetry“ bringt den starken psych Anteil des Quartetts mit Wah-Wah-Gitarren-Soli in „Abyss“ zum Ausdruck.
Das Meer von astralen Klängen bei „Moon“, mit den prog-Komponenten und den Stammes-Rhythmen von „Endless Ocean“, klingt,als wollten sie verführen, locken, hypnotisieren. Die Rhythmen verlangsamen sich abrupt im zweiten Kapitel, in dem sich eine sehr große instrumentale Vielfalt tummelt: Klavierakkorde in „The Water Bearer“, mit Streicher-Keyboards im weiterführenden „Crossroads“, akustische Gitarren in „Mirrors“.

Die zweite LP des Doppel-Albums ist deutlich progressiver und beginnt mit dem beklemmenden Vocalstück „Dead Planet`s Eyes“.
Ein frühe Gitarrenschleife ist in „Seeds“ eingebaut, passt sich aber gut an in diesem aufbauenden Stück.
„Arch“ könnte (insbesondere in seinem Rhythmus) zunächst ein Stück von Porcupine Tree sein, aber mit dem vollen Saft der Instrumente sind sie doch sie selbst.
In „The Guardian“ gibt es ein schlüssiges Crescendo, das auf eine kurze, wuchtige Gitarrenfahrt geht.
Gleich darauf folgt das episch anmutende Endstück „Realms Of Lights“, ein aufhetzender und zum Wahnsinn treibender Schlusspunkt.

Was zeichnet „Astra Symmetry“ aus, was ist es wert, das Album zu kaufen.
Es ist eine Reise durch das Tierkreiszeichen. Was in den tiefen Gewässern beginnt, steigt in die Luft, um irdisches Bewußtsein zu erlangen, bevor es im heiligen Feuer brennt. Entschieden kosmischer Instrumentalrock mit schweren Riffing. Es ist ein überraschend gutes Machwerk, das Ergebnis der Reife und der Verwirklichung. Die Technik und Originalität sind wesentliche Merkmale der Schweizer Band.
Auch wenn ihr Repertoire hauptsächlich instrumental vorgetragen wird besticht der Inhalt in Wirksamkeit und Erfüllung. Diese Musik erreicht die Seele und zieht den Hörer in ein psychedelisches Nirvana. Fundamental ist wie immer die Rhythmus-Sektion, but not least die schönen Keys, neben den offensichtlichen Bereich der Effekte und Gitarren-Schleifen. Es ist zweifellos eine der besten 2016er Psych-Prog-Rock Scheiben, anschnallen und genießen! (Charly)

Das Album erscheint am 2. September 2016 via Napalm Records als Gatefold-Doppel-LP in Black, Gold und Transparent. Sowie als Digipack mit sechsseitigem Booklet.

Line-up:

Boris – Guitar/Vocals
Kevin – Bass
Walter – Drums
dB – Keys

Band

 

 

 

 

Tracklist:

LP 1/2
01 – Abyss (8:40) 
02 – Moon (5:37)
 03 – Endless Ocean (6:04)
 04 – The Water Bearer (5:34)
 05 – Crossroad (5:26)
 06 – Mirrors (4:28)
LP 2/2
 07 – Dead Planet’s Eyes (4:34)
 08 – Seeds (8:04) 
09 – Astraea (3:53) 
10 – Arch (7:02)
 11 – The Guardian (4:24)
 12 – Realms Of Lights (6:38)
LP

 

 

 

 

 


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