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Comacozer – Astra Planeta

coco-cover(ch) Comacozer aus Sydney legen mit ihrem neuen Album die Messlatte auf ein Allzeithoch. Die Sounds sind bis zum Rand mit östlichen Mystizismus und spacigen Ambiente sowie mit Stoner Riffing voll gepackt. Die fünf Songs auf „Astra Planeta“ nehmen zusätzlich auf eine Schallreise rund um den Kosmos mit. Das musikalische Blut fließt mit reichlich exotischen Aromen durch jede Songader, die durch hohe Musikalität erweitert wurden.

Mit einer Reihe von Effekten aus dem Pedalboard bringen sie die lebendige Färbung in diesen Soundfluss ein. Burke nutzt seine Gitarre wie ein Lichtschwert. Unter der sechs Saiten Pracht von Elliots Bass summt es mit tiefer, cremiger Resonanz. Die fast funkige Attitüde ist ein integraler Bestandteil der Rüstkammer von Comacozer. Pana mit solidem perkussiven Backbeat ist die Plattform, von denen die beiden Gitarristen ihre Flüge in den Wahnsinn starten.

Beeinflusst sind sie von den mächtigen Sabbath aber auch von Kyuss, The Obsessed, Sleep, Neurosis, The Melvins, Electric Wizard, Orange Goblin, Acid King, Earthless, My Sleeping Karma, Glowsun, Eternal Elysium, Om, Sula Bassana, Astral Son und The Machine.

Die Band hat keine Angst, in traditioneller Instrumentierung zu experimentieren, wie auf dem arabisch getönten „Navigating the Mandjet“, mit seiner Verwendung des Bouzouki artigen Baglama, (ein Sechs-Saiten-Hellenic Instrument mit einem Mandolin artigen Ton). Auch die Verwendung von Tablas (eine nahöstliche Trommel, die in der Regel unter dem Arm gehalten wird). Der beste Einstieg für den ganzen Klang des Albums ist „Saurian Dream“, das mit Psych-Geräuschen gestaffelt in seitige Riffs übergeht zum Baglama.

Dann leise und ruhig in „The Mind That Feeds The Eye“, experimental und Trippy im Mix, der verlangsamt atmet. Oder der Wüsten Funk „Navigating the Mandjet“, angehaucht mit dem warmen Tabla. Der nächsteSong, das treibende „Illumination Cloud“, mit dem berauschenden Klang, der in die Weite katapultiert. Rick Burke spielt eine wunderbare Gitarre und kommt hier am besten zur Geltung.

Das rauchgeschwängerte „Hypnotized by Apophis“ ist ein fast 12 minütiges Epos mit umfassenden Geräuschen im schweren Space-Rock. Es entsteht eine surreale Landschaft in verwunschener Atmosphäre, was mit herkömmlichen Instrumenten nicht so leicht fällt. Es dröhnt von Anfang an und ist damit ein würdiger Abschluss sowie faszinierend und spirituell.

„Wir würden gerne mit Electric Moon spielen, wir sind große Fans der Band. Gerne auch mit Blown Out aus UK, sie sind auch so durchgeknallt!“ sagte Andrew! Auf dem Neuen sind sie ein wenig hinterhältig mit den nahöstlichen Instrumenten. Es ist definitiv ein Schritt über „Deloun“ hinaus. Das alles auf einem hohen Niveau und mit einer Intensität die atemberaubend ist. Check-in … (Charly)

Das Album erschien am 13. August 2016 via Headspin Records als Black und Clear/Black Vinyl, sowie als CD.

Line-up:
Rick Burke – Guitar
Richard Elliot – Bass
Andrew Pana – Drums

coco-band

Tracklist:
01 – Saurian Dream 07:32
02 – The Mind That Feeds The Eye 07:55
03 – Navigating the Mandjet 06:21
04 – Illumination Cloud 08:17
05 – Hypnotized by Apophis 11:38

Comacozer – Bandcamp

coco-lp

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