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Mississippi Bones – 2600 AD And Other Astonishing Tales

missi(js) Mississippi und Musik – diese Kombination führt gemeinhin zum Blues. Zumeist hin zum sogenannten Delta-Blues. Einem Bluesstil, der rau ist, sagt man. Und intensiv. Und nicht selten durch leidenschaftlichen Gesang und sparsame Gitarrenarbeit besticht.
Vieles von dem vereinen die 2010 gegründeten Mississippi Bones, die trotz ihres Namens eben nicht aus Mississippi, sondern aus Ohio stammen, tatsächlich in ihrer Musik. Worin sie sich unterscheiden? Für ihre Gitarrenarbeit kann man sicherlich einige Adjektive verwenden – sparsam aber wäre wohl eines der unpassendsten.
Anno 2016 erwecken die fünf Jungs und ihre mitsingende Dame nunmehr bereits ihren vierten Longplayer zum Leben. Und mit jedem ihrer Alben wirken sie erwachsener. Heuer bestechen sie wieder einmal durch einen rauen Gitarrenteppich, der bisweilen bluesig und nicht selten südstaatlich daher kommt, um dann wieder fuzzige Breitseiten nach außen zu kehren.
Das Albumcover zeigt deutlich, wofür sich die Bones nebst ihrer Musik begeistern können. Für das Science Fiction Trash-Kino und für Comics. Nebst Bier und schlechten Witzen, so offenbarte darüber hinaus die Band.
Letzteres lassen sie aber nicht für ihre Werke gelten.
Die Texte ihres neuen Outputs führen uns in intergalaktische Sphären Mitte des letzten cineastischen Jahrhunderts. Ein wenig „Krieg der Welten“, eine Prise „Plan 9 aus dem Weltall“ oder „Alarm im Weltall“. Es eint sie allesamt die Bedrohung, die wir Menschen durch fiese, intergalaktische Kreaturen ausgesetzt sind. Und diese schräg anmutende Kombination eines unglaublich erdigen Gitarren-orientierten Sounds und Texten, die bisweilen aus Lovecrafts phantastischer Feder entsprungen sein könnten, bietet einzig Spaß und gute Laune.
Vom leicht doomigen „Bakshi to the future“ über das stoner-mäßige „Butcher Of The 9 Lunar Mansions“ bis hin zum southern-metallischem „Metaphor ist just a word“ werden uns massig Riffs, stampfende Drums und ein grandioser Gesang dargeboten, was zusammen meine Füße partout nicht stillstehen lassen will.
Dieses musikalische Konglomerat rockt ordentlich Hinterteile und könnte dich begeistern, unabhängig davon, ob du nun musikalisch gern doom-verhangen das Schicksal suchst, mit der Mundharmonika bestückt durch die steinige Wüste streifst oder aber zu Klängen von „Corrosion Of Confirmity“ dein Frühstück einzunehmen gedenkst.
Denn irgendwann einmal in ferner, in den Texten der Bones angedeuteter, Zukunft, wenn sich „Lynyrd Skynyrd“, „ZZ Top“, die „Black Label Society“ und „Clutch“ mal musikalisch zu vermengen gedenken, wird man den Verdacht nicht los, Mississippi Bones irgendwann und -wo doch schon einmal gehört zu haben.
Im Hier und Heute aber erwische ich mich beim Erklingen der finalen Töne des letzten Albumtitels namens „Thank you for listening“ immer wieder dabei, erwidern zu wollen: „Bones, verdammt, ich hab‘ zu danken“!….(js)

https://mississippibones.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/watch?v=ilqQqrnccm0

missi1

 

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