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Lee van Cleef – Holy Smoke

a2904728808_16(vo) Heilige Scheiße! Das raucht! Knapp 41 Minuten heiligweißer, schwer um sich rum beißender Rauch aus Boxen, Röhren und Rillen, für keine einzige Sekunde langweiligen Gitarrenrauch äh -rausch. Für Liebhaber der mörderisch guten, instrumentalen Vorgehensweise von Bands à la Earthless und Harsh Toke ein Fest, ein heiliges Fest. Gewissermaßen als Joke entstand die Band mit dem Namen eines Schauspielers Ende des Jahres 2015. Lee van Cleef, the bad oder il brutto in dem Italowesternklassiker „The Good, the bad and the ugly oder Il buono, il brutto, il cattivo oder Zwei glorreiche Halunken“ und in vielen anderen Western gab den Jam liebenden Jungs aus Italien also den Namen. Die Scheibe, mit fünf Songs, basierend eben auf Jams im Studio, wurde mit Hilfe von White Dwarf Records  auf Vinyl gepresst und könnte zum Fetischobjekt für Luftgitarrenspieler werden, aber natürlich auch für alle Liebhaber von vollem Groove unterstützter Gitarrenarbeit, Betonung auf Arbeit. Wie Pietro am Bass und Guido am Schlagzeug das Saitenfutter von Marco aufrauhen, antreiben, unterfüttern und füllen ist schon „Smoke für die Marshälle“, und was Marco da mit den Saiten treibt treibt dem Hörer den Schweiß aus dem dazu gehörenden Sinnesorgan.

Slowride startet das Trio den Heavyreigen, Marco rastet ab und zu mal aus, fuzzig, verzerrt, versiert und Pietro und Guido bringen die Ausraster in geregelte Bahnen und auf Vordermann und zum guten Schluß brummt der Laden.
„Banshee“ startet ebenfalls im Slow Rhythmus, hat ein bißchen was von psychedelischer Verträumtheit, mit einem immer wiederkehrenden Riff, bevor der Song nach vier Minuten immer mehr explodiert, die Saiten versprühen Pfeffer ohne Gnade und die Rhythmusabteilung immer auf gleicher Höhe ohne ins Abseits zu geraten.
Im Midtempobereich verbleiben wir bei den übrigen drei Songs, Riff klatscht an Riff, mit gelegentlichen, heftig eruptirenden (das Wort gibts noch gar nicht) Ausbrüchen des Meisters Marco, der aber, um die Spannungen zu erhöhen und für Abwechslungen zu sorgen, immer mal wieder die Zügel lockert und Saitentempo rausnimmt. Und nimm dir nach dem mehrmaligen Genuß der Scheibe einige Sequenzen der Songs innerlich mit ins Wohnzimmer und schau dir „Zwei glorreiche Halunken“ an, im besonderen natürlich den Showdown von Lee van Cleef (Sentenza) , Eli Wallach (Tuco) und Clint Eastwood (der Blonde) auf dem Friedhof am Grab neben Arch Stanton, in dem Gold vergraben ist….dann passt das wie die Schüppe zu Tuco, der vom Blonden nach der Erschießung von Sentenza mit vorgehaltener Waffe die Anweisung bekommt: Los, buddeln!
Heavy Rock, der mächtig Lava verströmt, mächtig Spaß macht und mächtig aus den Boxen röhrt wie weiland die Filmmusik von Ennio Morricone…. (volker)

Band:
Marco Adamo (Guitar)
Pietro Trinità La Tegola (Bass)
Guido Minervini (Drums)

Die Songs:
1. Heckle Yuppies 7:22
2. Banshee 13:17
3. Hell Malo 5:11
4. Mahâna 8:26
5. Towelle 7:08

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