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Kalamata – Disruption

cover(vo) Im September 2014 machte das Trio aus Hildesheim landesweit innerhalb der Stonergemeinde erstmals auf sich aufmerksam. Dieses erste Lebenszeichen tobte sich im instrumentalen, psychedelischen Stoner der etwas härteren Gangart aus und sorgte auch hier in unserem Blog für eine großartige Resonanz. In den Jahren bis 2016 folgten etliche Bühnenpräsenzen in nah und fern.

Die musikalische Ausstattung des auch in 2017 personell unveränderten Dreiers hat sich mit dem neuen Opus „Disruption“ neben dem bewährten auch neuem zugewandt, ich würde ihre neue Platte als psychedelischen Stoner-Prog bezeichnen. ein Genre in dem auch eines meiner Lieblingstrios rockt: „The Good Hand“, die aber noch etwas ausufernder agieren. Sind nun auch Peter, Maik und Olly auf dem Weg meine Trio Begeisterung zu erweitern? Ja, ohne Einschränkung, denn was hier in knapp 43 Minuten vom Stapel läuft hat sehr viel Stil, Klasse und `ne Menge Eruptionen, die Disruption (Störung) gibt es nur als Titelhalter. Ihrer Tradition, die einzelnen Titel einer Titelstory unterzuordnen sind sie auch heuer treugeblieben, die Aufforderung zum Tanz lautete damals: You – Have – To –  Die – Soon – Mother – Fucker. Aktuell: The – Erection – Shows – Me – The – Direction.
Der Eröffner „The“ schruppt oder schrubbt gitarristisch, bassistisch und Olly Opitztisch so schön nach vorne, das die Stonergemeinde sicherlich begeistert und gut abgeschädelt auf diesen Brecher reagiert, alles drin für die Party.
Die „Erection“ bekommt eine Erektion in der musikalischen Dargehensweise nun auch neben dem Stoner durch kräftig eruptierenden, pulsierenden psychedelischen Prog, der auch noch zur Verfeinerung Züge ziemlich metallischer Härte annimmt.
Fluffiger eröffnet „Shows“ den weiteren Musikreigen auf dem Album, Bass und Schlagzeug pumpen und Peter tobt sich fuzzig-psychedelisch-sphärisch an den Saiten aus, zwischendrin auch mal etliche Grad Hildesheimer Härte zufügend, passt, wackelt nicht, zeigefreudig.
„Me“ kommt als Prog/Postrocker aus den Startlöchern und entwickelt sich im weiteren zum Guten hin in veritable Härte und steht für die Abwechslung, die auf diesem Album GROSSGESCHRIEBEN wird.
„The“ packt im Anschluß wieder die volle Kelle Stoner aus den Hoch- und Tieftönern, klingt mitunter wieder metallisch, Nackenschlägeverteilung vom Feinsten.
Und zum Schluß wünscht die „Direction“ noch einen stonigen Tag, getragen von harten Saiteneruptionen und mit schrägen, an Hawkwind erinnernde Saxtöne. Die stammen von Richard Häckel, einem Bandkumpel.
Vinyl erscheint am 07.04. bei Tonzonen Records, CD und Download können über die Bandcampseite (siehe weiter unten) auch jetzt schon bestellt werden.
Ich möchte und will hoffen, das ich diese großartige Sammlung aus Stoner, Psychedelic und Prog demnächst auf einer Bühne meines Vertrauens erleben darf, tolles Album, danke…..(volker)

Band:

Peter Jaun – Gitarre
Maik Blümke – Bass
Olly Opitz – Schlagzeug

Sounds:

The – 07:13 min
Erection – 05:56 min
Shows – 7:18 min
Me – 06:54 min
The –  07:21 min
Direction – 08:15 min

Bandcamp

 

 

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