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Verstärker – Aktivität

(vo) Als ich diese Aufnahmen vor einiger Zeit durch einen freundlichen Hinweis von Dirk Raupach, Tonzonen Records, erstmalig auf der „Verstärker“ Bandcampseite hörte dachte ich mir: Großartige Idee von Dirk, das auf Vinyl zu pressen. Diese fünf Songs schrien förmlich danach unter 500 Nadeln (die Auflage beträgt 500 Stück in clear Vinyl, 180 gramm, Gatefold und Beiblatt) zu geraten und einen Sound freizugeben, der nicht nur mein Herz und meine Seele erfreut. Die Herren „Verstärker“ Gibson, Norfleet und Vitatoe, aus Kentucky/USA, vermischten Post Rock und Elektrosound, der Ende der 1960er, Anfang der 1970er erschaffen wurde und in Insiderkreisen sehr populär, u.a von Kraftwek, Neu!, und Einflüsse aus anderen musikalischen Bereichen wie Kraut- und Space Rock….

Wie heißt es so treffend auf dem Beiblatt im Gatefold: Die Zukunft wird nicht übertragen, sondern empfangen. Selbst wenn die Nachricht nicht ist, als Geräusch.

Und nicht nur der Bandname sondern auch das Cover beschreibt die Musik sinnbildlich künstlerisch sehr gut: elektronisch, motorisch, spacig. Mächtig, rhythmisch, Dampfmachend.

Als ich Mitte 1972 zum ersten Mal Neu! mit „Hallogallo“ im Radio hörte (bei den heutigen Formatradiosendern ist das schier unvorstellbar und wohl ´ne Utopie!) war ich hin und weg, die Platte muß her. Vom schmalen Lehrlingsgeld dann eben auch noch neben Eloy, Birth Control, Rory Gallagher die weiße Neu! mit dem Bandnamen in rot gekauft und diverse C 90 Casetten mit u.a. den vorgenannten befüllt. Warum schreibe ich das? Der erste Song auf „Aktivität“, „Mit Glück“ erinnert mich sowas von herzlich und begnadet und phantastisch an Neu! und eben an Klaus Dinger, Michael Rother und Conny Plank´s Produzenten Sound: dieser Drive, diese Motorik, dieses Tempo, dieser Halsabschneidende Groove, boah groovt das, auch das Outro: „In Space“. GEIEL! Aber nicht in die falsche Kehle kriegen: die Musiker aus Kentucky setzen schon sehr eigene Soundduftmarken, aber ihre Inspiration stammt sicherlich aus Düsseldorf. Auch in Sachen „alles zurück auf Minimalismus“.

„Abstrakt/Konkret“, Song Nummer 2, inthronisiert sich mit federleichtem, driftendem Post Rock und sehr motorischem Bass und treibenden Drums, ufert aus und weiter und weiter in Neo-Psychedelic. Auch eine Experimental-Klangschale.

„Übertragung“: eine experimentale Drone Klangschale, Mantra, Om, versunken in Elektronik, wie geschaffen für Weltraumfilmmusik.

„Etwas anders“: Hypnotisch, treibend, versinkend, auch sehr speziell experimentell.

Der Titelsong des Albums, „Aktivität“, beamt uns mit sanftem Basslauf und Post Rock voran, Space Einsprengsel, experimental, psychedelisches Wahwah, und zum Outro Abflug direkt in den Verstärker Sound!

Twelve Points aus der unmittelbaren Umgebung von Düsseldorf für dieses Werk, aber verstärkt…..(volker)

Seite A:

1. Mit Glück – 11:16
2. Abstrakt/Konkret – 10:18

Seite B:

3. Übertragung – 06:06
4: Etwas Anders – 05:05
5. Aktivität – 10:23

Die Neo-Psychedelicer: J. Gibson – Bass/Synth, J. Norfleet – Drums und J. Vitatoe – Guitar/Effects

Bandcamp

Tonzonen Records

Filed under: 70s, Album Reviews, Elektronik, Experimental, Krautrock, Psychedelic, Rock, Space, , ,

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