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Bukta Festival 19.-21.7. 2018 Tromsø, Norwegen

Buktafestivalen 2018 – Eine Reise ans Ende der Welt

(KiS) Abflug 7 Uhr, 3x umsteigen, und um 13:45 eine andere Welt betreten. Aus dem Flieger konnte ich schon einen Blick auf das Festivalgelände werfen. Norwegisch ist auch nicht so schwierig wie gedacht, zumindest beim Lesen. Bestes Sommerwetter empfängt mich mit einem 23-stündigen Sonnentag. Der kleine Flughafen ist so übersichtlich wie die kleine Stadt Tromsø, nun  ja, was heißt klein, es ist die drittgrößte Stadt Nord-Norwegens mit über 75.000 Einwohnern. Aber das ”Sentrum” ist zu Fuß begehbar. Dort finde ich das Nerstranda-Byens puls, eine kleine Einkaufsmall, in der es von H&M bis zum Frisør alles gibt. Auch den Bukta-Werbestand, der schon seit Montag dort Tickets gegen Bukta-Festival-Armbändchen tauscht. Gute Vorbereitung, denn es werden 17.500 Besucher erwartet. Es fahren Shuttle Busse aus der City zum Telegrafbukta, einem Naherholungspark, in dem das jährliche Fest seit 15 Jahren stattfindet. Neben der Hauptbühne, direkt mit wunderbarem Bergpanorama am Wasser gelegen, fungieren noch die Paradis- Bühne und ”Little Henrik-Bühne” als Schauplätze.

Von A wie Årabrot (Metal) über Lisa Skoglund (Singer/Songwriter) bis Samsara Blues Experiment (D) ist ein gemischter Haufen aus Norwegischen und Internationalen Bands am Start, die eine Bandbreite von Musikgeschmäckern befriedigen können.

Donnerstag, pünktlich (wie anscheinend jedes Jahr) 16:30 Regenbeginn zum Festival-Auftakt. Skambankt und die ersten Zuschauer stört das herzlich wenig. Nord-Norweger sind da Kummer gewohnt, und Bestens mit Regenklamotten ausgerüstet. Während ich mit dem fantastiks Bus-transfair in 15 Minuten wieder im Hotel bin um meinen guten, dänischen Regenmantel zu holen. Währenddessen spielen die fünf Norweger aus Kleppe munteren Hardrock im Dauerregen. Sexistischerweise muss ich hinzufügen, dass die drei Herren an der Front zu den bestaussehendsten Musikern gehören, die ich bisher gesehen habe.

Anschließend schnell bei Shame vorbeigeschaut. Hier wird auf der Paradis-Bühne mit nacktem Oberkörper gefrontet, hat ja bestimmt gemütliche 16°C. Hier gibt es den Sound der noch härteren Sorte auf die Ohren. Aus London angereist, präsentieren uns Eddie Green, Charlie Forbes, Josh Finerty, Sean Coyle-Smith, Charlie Steen Musik der 80er. How does it feel? Coole Sache, das.  http://shame.world/video/

Kryp (nicht verwechseln mit Krypt = Black Metal) spielen derweil auf der Little Hendrik-Bühne. Ebenso Jungs mit jeder Menge Spielfreude und ordentlich Wums. Punk aus Tromsø, das hat schon besonderen Stellenwert!

Noch mehr Lokal-Colorit steht um 19:15 auf der Mainstage, Telegraf Bukta. Thåström, ein norwegischer Kult- Interpret, singt nur norwegisch. Mit sehr einprägsamen und auf sehr individuelle Art wird hier gefühlvoll-tragisch die Menge begeistert. Um seine Hände zu beschäftigen greift Sänger Thåström bei Song Nr. 3 zur Gitarre. Für viele der Zuschauer scheint hier schon der Headliner aufzutreten. Man kennt sich, man freut sich. Ab 20:35 dürfen gleichzeitig Kevin Morby http://www.kevinmorby.com/news und Lisa Skoglund auf den Nebenschauplätzen ihre Kunst zum Besten geben. Lisa, hier in Tromsø zu Hause, begeistert jung und alt gleichermaßen und es ist dementsprechend eng vor der kleinsten Bühne des Festivals.

21:40 Der Höhepunkt meines Festival-Tages. The Hellacopters. 2008 aufgelöst, Zitat wiki: Der Abschiedskonzertmarathon, der insgesamt vier Konzerte in zwei Tagen umfasste, wurde als Livestream auf Myspace (!!) übertragen. Wie die Zeit vergeht… 2016 wiederbelebt und neu formiert, nachdem Gitarrist Robert Dahlqvist letztes Jahr verstarb. Nun übernimmt Gründungsmitglied Dregen (Backyard Babies, sind gerade beim Rock Hard Festival aufgetreten) wieder den Platz des verstorbenen Dahlqvist an der Gitarre. Nicke Andersson (eben noch am Schlagzeug bei Lucifer beim Freak Valley Festival 2018) singt alle Hits, die die Band im Laufe der Jahre angesammelt hat. Da mir der Blick auf die über 2m hohe Bühne verborgen bleibt, mangelt es an einer Setlist, Movin’ Right Out of Here war aber auf jeden Fall dabei!

Die Schweden geben nach dem dritten Song alles was das Fotografenherz begehrt…aber seis drum, einmalige Sache diese Kult-Band der 90er live und in Farbe zu hören und zu sehen. . . To be continued ! (kirsten)

Der Donnerstag: https://www.facebook.com/pg/kirstenrockt/photos/?tab=album&album_id=661580274205314

 

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