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Blues Peer – Day 3 – 15.07.2018 – Peer (Belgien)

(mh) Sonntag und es ist tierisch heiß in Peer. Trotz der „Saturday Night“ Jubelparty zu Platz 3 für die „Red Devils“, dem Fußball-Nationalteam von Belgien (Gratulation) bei der WM, wollen sich viele Blues-Enthusiasten den Auftritt des Lokalmatadors Guy Verlinde & The Mighty Gators nicht entgehen lassen. Guy, der aus Ghent stammt, feierte ja unlängst sein 10jähriges Bühnen-Jubiläum. Mit „Rock‘N´ Roll In My Radio“ und der traumhaften Version von „Ain’t No Sunshine“ verzauberte er nicht nur die weiblichen Fans. Chapeau, da kam zu der frühen Stunde sofort Stimmung auf. Guy war natürlich nicht nur ein ausdrucksstarker Sänger, er bestach auch vor allem als Slide-Gitarrist bei seinen Soli. Mit Stijn Bervoets an der zweiten Gitarre, Benoit Maddens am Schlagzeug, Karl Zosel am Bass und dem herausragenden Nachwuchs-Hammond-Tastenmann Tom Eylenbosch als Spezialgast hatte Guy exzellente Begleitmusiker um sich geschart. Guy Verlinde & The Mighty Gators haben das Potential großartige „Blues Men“ in der Europäischen Blues-Szene zu werden.

Als nächstes legte Albert Lee mächtig los mit „I’M Ready“. Vorbei sind die Tage der Hogan’s Heroes als Begleitband. Albert gab der Jugend als Kombo eine Chance, mit Ross Spurdie an den Keyboards, Ben Golding am Bass und Ollie Pears als Drummer. Zeit zur Besinnlichkeit wurde es bei „Highwayman“ mit Albert als Tasten-Magier. Und zum Finale knallte „Speedy Gonzales“ Lee einem noch „Country Boy“ um die Ohren. Ein Ohren- und Augenschmaus nicht nur für Gitarren-Freaks. Blues Peer tobte für weitere Zugaben, doch oho präzise nach 1 Stunde war finito, winke, winke und weg war Albert von der Stage. Sofort ab zum Merch-Stand um sein überteuertes Antiquar an Cd’s und DVD’s zu verkoopen. Der Mann hat auch das Business im Blut…

Lachy Doley konzentrierte sich in Peer auf den Blues. Er kokettiert ja auch immer wieder mit Hard-Rock und ist ja auch des öfteren in der Band von Glenn Hughes. Mit Jackie Barnes an den Tama Drums und Chris Pearson am Bass hatte er eine phänomenale Rhythmus-Kombo. Lachy als Zauberer an der Hammond und Hoodoo-Devil am superraren Whammy Clav – Castlebar Clavinet entlockte seinen Darlings unglaubliche Töne. Obendrauf hat der Mann noch eine charismatische Stimme, das Bill Withers Cover von „Use Me“ war „Over The Rainbow“.

Walter „Wolfman“ Washington, der 74 Jährige aus der Crescent City Nawlins zelebrierte danach mit roter Gitarre, Hose und Cap seine Mischung aus Jazz, Funk, Blues und Soul. Wolfman ist schon ein exzellenter Gitarrist und hatte mit Tom Fitzpatrick am Saxophon einen exzellenter Bläser in der Live-Band, aber irgendwie wollte der Funke zwischen Ihm und Fans nicht richtig rüberspringen. Yep, er hatte es nach natürlich nach der Hammer-Show des Vorgängers extrem schwer. Trotzdem bot er Songs aus seinem neuen Album „My Future Is My Past“ mit Spielfreude und gut gelaunt dar.

Als Lady, die die Herzen der Fans bei Blues Peer 2018 im Sturm eroberte, vom ersten Titel „Brand New Day“ an, durfte man Ruthie Foster titulieren. Sie wirkte so liebenswert, bescheiden und einfach authentisch. Bassist Larry Fulcher und Schlagwerker Brannen Temple waren die Rhythmus-Maestros. Die in Austin, Texas, beheimatete Foster zog mit der elektrisierenden Mélange von Blues, Gospel, Soul, Funk und sogar Reggae-Vibes die Fans in Ihren Bann. Zum Triumph für Lady Foster wurde die Interpretation von „The Ghetto“ von Mavis Staples. Bei „Richland“ Woman Blues“ manifestierte Ruthie sogar Ihre „Fingerpicking Guitar-Skills“ bei Ihrem Solo. Ruthie Foster für viele das absolute Künstler-Highlight von Tag 3!

Mitch Woods & His Rocket 88’s huldigten danach den Legenden aus New Orleans von dem unsterblichen Fats Domino bis zu Professor Longhair. Der Mann kann schon virtuos Piano spielen und ist ein guter Show-Man. So richtig haute das aber niemanden um, Original ist halt Original. Es fehlte zudem nach meiner Ansicht nach ein Tribut an Allen Toussaint.

John Hiatt & The Goners mit Extravaganz-Slide-Gitarrero-Derwisch Sonny Landreth spielten danach einen würdigen Final-Set als Headliner vom dritten Tag bei Blues Peer 2018! Mit „Drive South“ kam die Party sofort in Schwung. Kenny Blevins am Schlagzeug und Dave Ranson waren die kongeniale Rhythmus-Fraktion vor allem bei „The Tiki Bar Is Open“. Maesto Landreth zelebrierte extraterrestrisch geniale Soli mit einer Prise Calypso-Sound. Es ist schon irre, was er für eine Spiel- und Griff-Technik drauf hat. „Riding With The King“ bewies welcher Ausnahme Songwriter Hiatt ist. Yep, der Song stammt von Ihm wurde aber durch die Interpretation von B.B. King & Eric Clapton erst famos. Der King Of Blues im Himmel war mit seinem Spirit bei diesem Song anwesend. Die Spielzeit verging rasend schnell und mit dem spirituellen „Have A Little Faith In Me“ mit John am Piano und „Memphis In The Meantime“ als rockin‘-country’n rollin Kracher wurde der Gig fulminant beendet.

Blues Peer 2018 war wieder ein absolutes Festival-Highlight! Big-Chief Jan Meurs und sein Team, sowie Patrick Cuyvers als Programmdirektor hatten wieder tolle hochkarätige Künstler in die kleine Breughel-Stadt in der Provinz Limburg in Belgien gelockt. Gratulation!….(markushagner)

CU Next Year @ BLUES PEER 2019 vom 19. – 21. JULI 2019!

SAY BLUES… THINK PEER!!

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