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Kombynat Robotron – Modul 12 + 13

(vo) Letzte Woche erreichte uns eine Rezianfrage per Mail vom КОМВУИАТ ЯОВОТЯОИ/Kombinat Robotron mit folgendem Text:
Hallo Volker,
wir sind das Kombynat Robotron aus Kiel. Wir spielen Krautrock mit Einflüssen aus Psychedelic, Stoner und Blues. Wir spielen alle noch in anderen Bands und treffen uns manchmal zum Jammen. Wir wissen nicht so genau was eigentlich passiert wenn wir spielen, es ist immer anders aber immer schön.
Wir haben zwei Alben aus einer Session im Juni gemacht, hör doch mal rein, vielleicht gefällt es dir und du hast Bock was beim rockblogbluesspot über das Kombynat zu schreiben oder uns weiterzuempfehlen. Weiter berichtet die Band: in physischer Form haben wir bisher nur Tapes gemacht, CDs mögen wir nicht so gerne und für Vinyl würden wir vorher gerne noch mal im Studio aufnehmen.
Wir haben im April dieses Jahr das erste Mal gemeinsam gejammt und das hat sehr schnell sehr gut funktioniert für uns, daraus ist dann innerhalb kurzer Zeit das Kombynat entstanden. Wir sind zu viert und spielen alle noch in anderen Bands – AUX, Tot, dune., Donkey Demon – und Projekten. Beim Kombynat halten wir es mit Kraftwerk und treten hinter die Musik zurück, es gibt keine Komposition oder sowas, wir spielen was im gemeinsamen Spiel gut funktioniert und Spaß macht. Das macht das Ganze auch für uns immer ein bisschen unberechenbar…..

Ich bin ganz Ohr und fang mal mit dem zweiten Jam an, dem „Modul 13“ (35:15): Ich liebe solche Art Musik seit den 1970ern, als in der Nachbarschaft Düsseldorf der Elektrosound immer mehr Fahrt und Rhythmus aufnahm (u.a. Kraftwerk Neu!, Streetmark, Riechmann) und ganze Heerscharen von Musikern beeinflußten, so auch zeitweise hörbar und hoffentlich bald auch per Tonabnehmer das Kombynat. Unterlegt durch ein stoisches, kräftig ausschlagendes, sehr rhythmisches Schlagwerk ala Klaus Dinger/Neu! (R.I.P) oder Hans Lampe aus der Michael Rother Band und gut wummerndem Bass harmonieren und inspirieren und treiben die Gitarrensaiten mächtig an und los, Effekte an den richtigen Stellen ausgeschüttet damit es nicht langweilig wird, da kommt der alte Nacken aber in Wallung…..in Minute 13 geht´s raus aus dem lauten Kombynat, in den Garten, unter locker flockigen Wolken herrlich psychedelische und orientalische Klänge tanken, wunderbar. Minute 19: die Uhr tickt im Saitentakt, Schlagwerk klickt sich dazu, Bassfütterung, die Saiteneinlagen werden wieder, langsam aber sicher, effektiver und kräftiger, Midtempo Nackenmassage vom Feinsten, Stoner Psychedelic wie gemalt. Die Düsseldorfer Schule in härterer Ausführung. Herrlich, großartig, GROSSARTIG!

„Modul 12“ (37:52) : etwas anders gelagerte Gangart insgesamt. Spaciges Intro – hat was von Causa Sui – wunderbarer Gleitflug, Bewußtseinserweiternde RaumZeit Reise. Herrliche Gitarrenfiguren auf sanft gebettetem Groove. Ich bin dann mal ein bißchen weg……und wieder da: der Sound strebt ab Minute 9 in leichte Heavy Rock Sphären, Effektfüllend. Break. Bassdrum + Bass Ticktack. Weiter gehts. Kurzer Vocodergesang und dann? Fetttreibender Heavy Rock bis Minute 22. Break. Ruhige Bassspuren. „Modul 12“ nimmt langsam wieder Fahrt auf, in geschmackvolle Effekte getaucht, brachial bis kurz vorm Outro, austrudeln.

Das erste Fazit: wie könnte für die Kombynats Module 12 + 13 ein leicht umgewandelter Werbespruch der Schuhmarke Romika lauten? Reinhören und sofort wohlfühlen. Und zum Zweiten: ich verleihe dem Kieler Kombynat den Titel „Wohltäter des Hörvolks“. Und zum Dritten die ganz dringende Bitte an die Label da draussen: das muß auf Vinyl….(volker)

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Filed under: Album Reviews, Blues, Elektronik, Experimental, Heavy, Jam, Krautrock, Psychedelic, Stoner,

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