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Alex Panter – Some Time Now

Singer/Songwriter aus dem Bergischen Land

(ro) Bergisches Land? Ein Singer/Songwriter hier aus meiner direkten Nachbarschaft, meiner Heimat?
Neugierig schaue ich mir das Cover an.
Auf der Vorderseite zeigt sich mir das markige Portrait eines nachdenklich blickenden Herrn mit Zigarette. Alex Panter heißt dieser und ist das musikalische Alter Ego des oberbergischen Highland-Züchters Axel Potthoff.

Aus Marienheide. Dort, wo ich mit dem Fahrrad hinfahren könnte und wo meine Tante wohnte.
Wieso habe ich noch nie etwas von dieser Band gehört?
Asche auf mein Haupt.

Als ich die CD herumdrehe, erblicke ich ein ebenso markiges Bildnis eines wuchtigen, massigen Herrn mit Nasenring und kleidsamer wüster Lockenfrisur.
Sein Name ist „Uilleam of Callachally“ und er stammt ursprünglich von der Insel Mull.
Dieses kleine Eiland kann man per Fähre von Oban aus erreichen, einem romantischen, schottischen Hafenstädchen, in dem ich schon einmal einen langen, unvergeßlichen Urlaub im Regen verbrachte.

Neugierig geworden, lege ich das Album in den Player und höre zu.
Und als zu Ende ist, fange ich noch einmal von vorne an.
Die Songs stellen sich vielfältig und abwechslungsreich dar, teils mit einem raubeinigen Pfiff versehen, manchmal launig, dann wieder gefühlvoll-balladesk oder auch schön schmissig.

Wie sagt Alex Panter selbst?
„In meiner Musik verarbeite ich Einflüsse von Bob Dylan , den Rolling Stones, Lou Reed und Joe Strummer zu einem komplett eigenständigen Sound, der in den unterschiedlichsten Musikgenres verwurzelt ist.“
Ja, genau so ist es.

Für die Einspielung im heimischen Wohnzimmer hat Herr Panter versierte Multiinstrumentalisten eingeladen, die die Rhthm & Blues,- Rock-, Soul-, Jazz und Folknummern zu einem kraftvollen Ganzen, gewürzt mit einer Prise romantischer Empfindsamkeit und jeder Menge Leidenschaft, zusammenführen.
So gelingt ihm ein originärer, eigenwilliger Sound zwischen melodisch und griffig, auch wenn hierbei natürlich das Rad nicht unbedingt neu erfunden wird.
Die Liste seiner musikalischen Begleiter ist lang und darum habe ich sie im einzelnen am Ende des Artikels aufgeführt.

Und was ist nun mein persönlicher Favorit dieses Albums?
Das ist für mich die folkige Ballade „All Over Again“, in der die Kölner Sängerin Astrid Foerst im Duett mit Alex zu hören ist und die ihrem Titel mehr als nur gerecht wird.
Die Zeilen „… and when we think it´s all over / we start all over again / maybe I´ll write you a letter / but then I might need some time /and as days pass so quickly / I might just say that I´m fine / this really makes me wonder /sometimes I´ld like to stay / but when we think it´s all over / we start all over again“
lassen einerseits das sich dem Ende zuneigende Jahr Revue passieren und blicken zugleich mit Zuversicht einem neuen Jahr und einem neuem Anfang entgegen.
Ja, hier wird Kraft aus der Gewissheit geschöpft, dass Vergangenes vergangen ist und die Zeit sowieso unaufhaltsam voranschreitet.
Hierbei wird der wunderbar akzentuierte Gitarrenfolk ganz und gar von den beiden perfekt zueinander passenden Stimmen dominiert.
Sehr schön!
…(..Rosie..)

Wer Alex Panter und seine Band gerne einmal live sehen möchte, kann dies z.B. bei folgenden Gelegenheiten tun ( Angaben ohne Gewähr):

Freitag, 01.02.19, flözK, Werne, 20.30 Uhr
Donnerstag, 21.03.19, Meister Sieben, Gummersbach, 20.30

Songliste:
1. poor mans´s copyright
2. much water, no time
3. chuck smiles
4. independence, low budget and me
5. something´s really wrong with my baby
6. a brighter day
7. personal back-up
8. let it rain
9. broken dreams
10. some time now
11. all over again

Wer spielt mit?
alex panter – vocals
salossi – lead guitars, harp, violin, viola, bass, organ, backing vocals
pete coutts – bass, rhythm guitars, lead guitars, organ, mandolin, banjo, backing vocals
steve crawford – drums, percussions, rhythm guitar, backing vocals
astrid foerst – backing vocals
fabio nettekoven – guitars, keyboard

guest musicians:
pascal reinhardt – trumpet
sebastian zink – trombone
petra wagener – backing vocals

all songs written by alex panter
arrangements by alex panter and his band
horn arrangements by pete coutts
recorded by salossi at sunday sessions club, pentinghausen, in nov. 2017 and jan. 2018
mixed and mastered by salossi and marius ley
produced by alex panter and his band

Fotos: von der website „Alex Panter“

http://www.alexpanter.com/
www.timezone-records.com
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