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Thursday In March – How To Grow From Bitterness

(as) Dieses Quintett ist seit 2016 aktiv und hatte bisher nur eine Veröffentlichung vorzuweisen, das Kurzformat „Hopelessly Confident“. Mit „How To Grow From Bitterness“ legen „Thursday In March“ nun eine weitere EP vor, die von hinzugewonnener Live-Erfahrung zeugt.

Die Gruppe hat ihren Indie Punk in maximal kompakte Kompositionen gegossen, für die offensichtlich kein Ton zu viel gespielt wurde. Sie wurden In Sinsheim und Stuttgart aufgenommen sowie in New York gemastert, was die internationalen Ambitionen der jungen Mitglieder deutlich macht.

Sängerin Vanessa steht mit ihrer kraftvollen, aber an den richtigen Stellen einfühlsamen Stimme im Mittelpunkt einer typisch amerikanischen Klangkulisse, die an diverse College Rocker und poppige Post-Hardcore-Acts denken lässt. Erzählt werden zu eingängigen Gitarren-Leads und umso satteren Riffs Alltagsgeschichten, falls die Frontfrau nicht wie in den ersten beiden Nummern Innenschau betreibt.

„Clouds And Oceans“ ist der eher verträumte Track, in „My Demons“ wirkt die Gruppe kämpferischer, gleichwohl sofort nachvollziehbare Passagen zum Mitsingen der gemeinsame Nenner sämtlicher Lieder sind. Bei „Tales Of Woe“ tritt „Suck It Up“-Kopf Julian als Gastsänger auf, der während einer atmosphärischen Bridge mit nölender Stimme Kontraste setzt.

Die zweite Hälfte von „How To Grow From Bitterness“ bietet mit „Million Miles“ eine absolut Radio-taugliche Ballade, die man je nach persönlicher Neigung als belanglos oder herausragend bewerten darf. Danach treten in „Actor And Thief“ wieder jene Ecken und Kanten hervor, die bei „Thursday In March“ zwar stets abgerundet, aber dennoch gerade in diesem Stil unerlässlich sind, um als Band nicht in der Beliebigkeit zu versumpfen.

Warum der Fünfer die intime Akustik-Preziose „Torches“ am Ende „nur“ als Bonus aufführt, weiß wohl nur er selbst. Dessen ungeachtet holen sich Pop-Punk-Freunde mit diesen knapp 20 Minuten etwas mehr als eine Handvoll potenzieller Hits mit einer absolut konkurrenzfähigen Produktion ab. Falls „Thursday In March“ den Stoff fleißig auf Tourneen auch im Ausland bewerben, könnten sie in Anbetracht der anhaltenden Beliebitheit solcher Mucke richtig durchstarten.

VÖ: 20. April

http://www.thursdayinmarch.de

19:34

Clouds and Oceans

My Demons

Tales Of Woe

Million Miles

Actor And Thief

Torches (Bonustrack)

Vanessa

Tim

Sebastian

Henrik

Moritz.

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Indie, Punk,

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