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Tonzonen Labelnight 3 – 2019 Kulturfabrik Krefeld

(vo) Auch die dritte Tonzonen Records Labelnight versprach einen Strauß bunter Melodien, mit oder ohne Gesangsmikro, aus den Bereichen Galaxis-, bissel Kraut-, Post-, Psychedelic-, Space- und leichten Anteilen Stoner Rock, jedweder schwarzer Löcher beraubt, mit den Lokalmatadoren Pavallion, den hessischen Nazca Space Fox, den Neckar-Alb Buben The Spacelords und den schwedischen Hauptstädtern Automatism.

Vor der Pforte der Kultur die ersten „Guten Tach“ Gespräche mit Freunden aus nah und fern, bei denen die Zeit verging und es dann irgendwann Zeit wurde, den Raum zu betreten um dem ersten Auftritt des Abends zu lauschen: Nazca Space Fox baten zum schweben, die „Weltraumorgel“ lud dazu ein, der erste Song ihres Debütalbums, das, oh Wunder, bei Tonzonen Records erschien. Eintauchphase – Postrockphase – sehr präsenter Bass – sphärische Gitarrenlaute- und läufe, herrliches Zeug. Der folgende „Space Farm Blues“ spielte auf mehreren Ebenen, ich würde schreiben ein PsychedelicStonerBluesrock, der viel Spaß machte. Noch gar nicht erwähnt, tschuldigung: alles instrumental was da von der Bühne schallte. Das Frankfurt-Mainer Trio ließ auch in den folgenden Songs nix unter die 7 Minuten Grenze rutschen so daß ihrer Musik immer genug Zeit blieb sich zu entfalten, ohne Hektik. Ihre neue Scheibe, die just heute erschien, „Pi“ benamst, genoß Priorität in der Setliste, wobei wir aber auch mittendrin mit einen ganz neuen, noch heißen Stück beglückt wurden.

Die zweite Band des Abends könnte wohl, wenn denn nicht das Equipment zu schleppen wäre, zu Fuß in die Kulturfabrik wandern, Pavallion stammen aus der Seidenweberstadt. Das Quartett spinnt aber keine Seide, sondern wendet sich dem Post Rock zu, dem in mehren Schichten aufgelegten, so daß diese(r) immer spannend anzuhören ist/sind, ohne zu trudeln oder Langeweile zu vergähnen. Um zur Seide noch was zu schreiben: immer fein passendes, seidenweiches wird an die richtigen Stellen in den Sound eingewebt so das Abwechslung als belebendes Element in die Pavallion Musikkultur integriert ist. Heute an diesem Tag erschien ihre dritte Scheibe, die EP „Purple Ground“, ein Grund mehr das doch zahlreich anzutreffende Publikum mit ihrer Musik bekannt zu machen, das passte wie zu hören war.

Zur nächsten Band des Abends und hoffentlich nicht so wie bei der Hitparade, damals im Zett De Eff, wo folgender Spruch des Moderators Dieter Thomas Heck über auftretende Interpreten öfter zu hören war: dreimal dabei und deshalb bitte nicht wieder wählen. Auch die dritte Labelnacht enthielt zum dritten Mal „The Spacelords“, die können aber gerne als Konstante in die hoffentlich noch weiter gehende Tonzonen Labelnight Geschichte integriert werden….denn die „Plasma Thruster“ von der Alb sind ein Garant für den Abflug in andere Sphären. Schau dich auch hier um: allüberall sich vom Tagesgeschehen entfernende Menschen, Augen zu (Photographen ausgenommen) und durch. Quatsch, Augen zu und weggebeamt, das beherrschen die drei Herrschaften aus Reutlingen perfekt. Ja wie ist es im All so schön! So könnte man zum instrumentalen Space Rock der Älbler summen, bei dem mitunter aber auch ganz schön vom Leder gezogen wird. Nicht nur fliegen, das Bodenpersonal vor der Bühne wird mitunter auch kräftig durch Stonerähnliche Turbulenzen durchgeschüttelt, frag „Frau Kunkes Kosmos“…..und „Plasma Thruster“? Angekündigt als Song für mich, Volker, herrlich: five, four, three, two, one……hätten wir hier Smileys würde die ganze Seite hier smilen. GROSSARTIG (ohne großes S-zett).

Zum Abschluß der Labelnacht eine Premiere für mich: Automatism, aus Schweden, ein Quartett, enthält ein Viertel Kungens Män. Und was machen die so? Einfach Spaß, menschlich und musikalisch. Ja Mensch, was denn für Musik? Kraut, Psychedelic, Experimental, Jazzprisen im Space. Und wenn bei der Propeller Propulsion das Schlagwerk noch ein bissel kräftiger ausschlagen würde (ist aber nicht so zwingend nötig, man hört´s auch so) kämen einem direkt Klaus Dinger und Michael Rother von Neu! ins Hirn, denn auch die Gitarrensounds passen Die Bewegungsabläufe der zuhörenden Menschen vor der Bühne zeugen von anderer, nicht nur Neu! inspirierter, wunderbar anzuhörender Musik……(volker)

Ich bedanke mich bei Tonzonen Dirk für die Akkreditierung und bei manchen Menschen aus nah und fern für ihre Anwesenheit, bis zur nächsten Tonzonennacht für spacig-psychedelisch angewandte Kunst.

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