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T Bear – Fresh Bear Tracks

(tn) Der Name „T Bear“ kam irgendwo aus der Vergangenheit angeflogen, als das neue Album von Richard Gerstein aka Richard T Bear „Fresh Bear Tracks“ im Player gelandet ist. Und zu dem Namen gehören auch ein paar Alben, die weit in den Achtzigerjahren und im Plattenregal vergraben lagen. Alle voran das über seltsame und verschlungene Wege im Plattenregal gelandete, 1984 erschienene „The Bear Truth“. Daneben steht das großartige Album „The Runner“, das zwei Jahre später erschienen ist. Im Ohr ist noch der Sound des Albums, dem man durchaus etwas Aufmerksamkeit schenken sollte, auch wenn es schon etwas länger im Regal steht. Übrigens findet man auf dem Album eine coole Coverversion von Warren Zevons „Werewolves Of London“, die durchaus hörenswert ist.

T Bear ist also zurück. Erst jetzt, fünfunddreißig Jahre später, im Jahr 2021, bedingt durch persönliche Probleme mit einer Drogensucht und deren Folgen, kommt der Sound eines neuen Albums mit dem Titel „Fresh Bear Tracks“ aus den Lautsprecherboxen, aufgenommen in Robby Kriegers „Horse Latitudes Studio“ in Los Angeles. Bang! Und die Tracks sind „fresh“, mit Piano, Gitarre und Gesang aufgenommen, ganz klassisch, ohne viel drumherum. Unterstützung hatte er dabei von einigen bekannten Musikerkollegen, darunter u.a. Namen wie Stephen Stills und die ehemaligen Mitgliedern der „Wings“ Denny Seiwell und Laurence Juber. Hier konnte er an die Kooperationen in seiner eigenen Vergangenheit anknüpfen, die er mit Musikern wie „Kiss“, „Crosby Stills & Nash“ und „The Blues Brothers“ u.a. eingegangen war.

In den neuen Songs auf „Fresh Bear Tracks“ arbeitet T Bear die letzten Jahrzehnte auf, thematisiert Drogenmissbrauch und die Schwierigkeiten, das eigene Leben wieder neu zu ordnen. Dabei schafft er ein musikalisch dichtes, sehr lässig-groovendes und gleichzeitig grundsolides Album, das unterhaltsam und abwechslungsreich anzuhören ist. Eine Mischung aus Blues und Rock, Ballade und Liebeslied, Optimismus und Melancholie durchzieht alle Songs und transportiert eine überraschend positive Grundstimmung, die sich beim Hören von mal zu Mal verstärkt. Großartiges Album, eine der positiven Überraschungen in diesem Jahr.

Das sind genügend Gründe, die älteren Scheiben von T Bear mal wieder zu hören – und wenn man sie noch nicht hat, schaut mal auf den einschlägigen Portalen nach, da bekommt man die Scheiben noch relativ günstig. Nur so ein Hinweis für die Freundes des Vinyls. (Thomas Neumann)

Label: Quarto Valley Records
Format: CD
VÖ: 16. April 2021
Aufgenommen: Horse Latitudes Studio, Los Angeles

Tracklist:
• 01. Bring on the Night
• 02. Cleopatra
• 03. Dear John
• 04. Cab Calloway
• 05. River of Resurrection
• 06. Love to be lonely
• 07. I don’t care
• 08. Woe is me
• 09. Give it up
• 10. Wonderland
• 11. She’s not there
• 12. Nina’s Song

Line Up:
• Richard T Bear – Gesang, Tasteninstrumente
• Wechselnde Line-Ups bei den Songs

Web
FB: https://www.facebook.com/richard.gerstein
Discogs: https://www.discogs.com/de/artist/229984-Richard-T-Bear

Filed under: Album Reviews, Blues, Bluesrock, Classic Rock, Rock, ,

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