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The Graviators – Evil Deeds

Anfang der 1970er Jahre schlichen sich erstmals etwas härtere Saiten-, Orgel-, Schlagzeug- und Gesangsklänge abseits von CCR, Free, Rory, Santana, Steamhammer und Taste in meine Ohren, in denen es damals noch nicht ständig pfiff. Blue Cheer, Deep Purple, Grand Funk Railroad, The Flock, Hawkwind, Uriah Heep, Black Sabbath und andere waren von nun an zusätzliche, neue Helden und erweiterten meinen musikalischen Hintergrund und Horizont. Ich war und bin fasziniert von dieser Art bunter, farbiger und dunkelschwarzer Klangmalereien. Bei mir zu Hause konnte ich mir diese Musik unfallfrei anhören, meine Eltern waren in dieser Beziehung sehr tolerant, nach dem Motto: lass den Jungen mal seine Musik hören. Unser Schallplattenspieler mit 33, 45 und 78 Umdrehungen, (78 für Schellack Platten, mein Vater besaß etliche aus dem Big Band Jazz Bereich) im rustikalen Wohnzimmer lief nun also auch im niedrigsten Drehzahlbereich heiß. Warum schreibe ich das? Ich schreibe das, weil die musikalischen Hinter- und Vordergründe von Niklas Sjöberg, Gesang, Martin Fairbanks, Gitarre, Johan Holm, Bass und Henrik Bergmann am Schlagzeug knitterfrei zu den oben genannten Bands dieser Zeit passen und konform gehen. Die vier Graviators komponierten – kopierten aber nicht – und produzierten in ihrer schwedischen Heimat die zehn Stücke dieser Doppel LP, die bisher in zwei verschiedenen Farben bei Napalm Records erschien, als CD gibt es die Musik natürlich auch. Der Sound auf Vinyl ist königlich und aus dem knackigen und harten Holz geschnitzt, das lange und behaglich brennt, raucht und große Hitze erzeugt, es gibt ohne Kompromisse das volle Brett in die Ohren. Hervorheben möchte ich auch die hervorragende Unterstützung des Quartetts durch Petrus Fredestad, der bei den Titeln „Soulstealer“, „Presence“, „Forlorn“ und „The Infidel“mit Hammond Orgel und Wurlitzer Piano gewaltig mitmischt und dort für phantastische Soundverfettungen sorgt. Ich möchte keinen Song hervorheben, alle Kompositionen sind stimmig, prallgefüllt mit feinen, groben, harten, rauen, röhrenden oder gemeinen Gitarrenriffs. Die Rhythmusabteilung grundiert und bollert die Songs gnadenlos nach vorne und die Stimme von Niklas erinnert in ihrer Sirenenartigkeit etwas an die des Herrn Osbourne. Ein Aufnäher der Graviators würde auf der Jeanskutte genau in den Bereich zwischen Blue Cheer und Black Sabbath passen, in der Ausführung Stonewashed mit Wüstenstaubpatina. Classic Rock im alternativen Sinne at its best und im Oktober auf Tour bei Brainbangers Ball Vol. 2 mit Greenleaf und Brain Police….(Volker)

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